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Person mit Rucksack formt Herz mit Händen vor türkisfarbenem Bergsee, umgeben von dramatischen Felsgipfeln und grünen Wäldern.

Was macht für dich Aktivreisen aus?

Zu Fuss, auf dem Velo oder im Kanu: Aktivreisen sind für viele von uns die schönste Art, unterwegs zu sein. Aber was macht sie eigentlich aus? Genau das haben wir unser Team gefragt. Jede und jeder hat eine ganz eigene Antwort. Für die einen ist es die Natur, für andere die Freiheit, sich treiben zu lassen, die Langsamkeit oder die Begegnungen unterwegs. Auch Komfort und Gesundheit gehören dazu. Lesen Sie selbst, was uns bewegt, und finden Sie das nächste Abenteuer unter unseren über 600 Aktivreisen.

Natur

Von Sarah Marthaler

Die meisten von uns führen einen Alltag, in dem die Natur oft kaum noch bewusst wahrgenommen wird. Wir verbringen unsere Tage vor Bildschirmen oder sitzen stundenlang im Zug oder Auto. Umso wertvoller wird auf einer Aktivreise der direkte Kontakt zur Natur. Morgens wird man vom Vogelgezwitscher geweckt, unterwegs hört man das Rauschen der Blätter im Wind oder man geniesst auch einfach die Stille. Die Begegnungen mit Flora und Fauna gehören für mich zu den schönsten Erlebnissen einer Aktivreise. Ob Murmeltiere in den Bündner Bergen, Sukkulenten an der Küste Portugals oder die goldbraune Weite des Lavaux im Herbst – jede Region hat ihren ganz eigenen Charakter.

Auf einer Aktivreise ist man fast den ganzen Tag draussen unterwegs, atmet frische Luft ein und fühlt sich nach einer Weile plötzlich frei und entspannt. Die Wirkung der Natur auf den Menschen ist enorm und wird im hektischen Alltag oft unterschätzt. Umso wichtiger ist es, diese Verbundenheit immer wieder zu erleben. Und wo gelingt das besser als beim Wandern oder Velofahren?

 

Sarah steht mit Wanderstöcken und Rucksack auf einem Bergweg und lächelt vor dramatischen Schweizer Alpenfelsen mit Schneefeldern.

Sarah beim Wandern in den Schweizer Alpen.

Braunes Murmeltier sitzt auf felsigem Schiefergelände mit grüner Vegetation zwischen den Steinen im Cauterets-Tal.

Der Jöö-Effekt ist garantiert: ein Murmeltier.

Individualität

Von Leandra Franzen

Sich über einen Ort zu informieren, bevor man ihn bereist, gehört dazu und ist wichtig. Aber die Erlebnisse, die das Reisen schlussendlich ausmachen, kann man nicht planen. Die warten um die Ecke und plötzlich sind sie da. Wer sich nur an die berühmten Plätze und Sehenswürdigkeiten hält, verpasst ziemlich sicher etwas. Abseits von überlaufenen Touristenorten lernt man einen fremden Ort wirklich kennen. Manchmal ist das aber leichter gesagt als getan.

Eine der prägendsten Reisen in meiner Kindheit war eine Norwegenreise mit dem Mietauto von Tromsø hinunter Richtung Süden. Für unsere Familie ganz untypisch: Wir haben nichts vorgebucht. Alles sollte sich dann auf der Reise ergeben. Wir wussten nicht, wie weit wir kommen würden, wir hatten rund 3 Wochen Zeit und haben uns treiben lassen. In Norwegen ist das eine recht dankbare Aufgabe, es ist dort nicht schwer, schöne Fleckchen zu finden.

Ich bin ehrlich, die Stimmung war trotzdem nicht immer ganz so entspannt, aber die Erlebnisse, die wir mitnehmen konnten, waren umso wertvoller.

Zwei Radfahrer mit Helmen und Tourenrädern mit Packtaschen pausieren auf einer Straße bei Södertälje. Bäume und blauer Himmel im Hintergrund.

Leandra auf Velotour in Norwegen.

Zum Beispiel werde ich die verhutzelte Glasbläserei, die mitten irgendwo im Nirgendwo ihre Glasware produziert, niemals vergessen. Oder den Moment, als wir mit dem Auto nicht mehr auf die ausgebuchte Fähre ins nächste Örtchen mit Übernachtungsmöglichkeiten kamen und uns schon überlegt haben, was wir wohl sagen sollen, wenn wir an fremden Türen klingeln und um ein Lager für die Nacht bitten. Die Lösung war schlussendlich: Mein Vater hat sich geopfert und ist für die Nacht im Auto geblieben, während der Rest als Fussgänger mit der Fähre in den nächsten Ort gefahren ist. Ein Hoch auf Papis :) zu viert in einem kleinen Pkw wäre es wohl recht ungemütlich geworden.

Morgens nicht zu wissen, was es heute zu erleben gibt, hat diese Reise zu etwas Unvergesslichem geformt. Es schweisst zusammen, kleine «Probleme» zu lösen und in den Tag zu leben, wie immer es einem gefällt. Wir haben aber auch alle gemerkt, es braucht ganz schön Mut zur Lücke. Und ein Urvertrauen, das alles schon irgendwie gut geht.

Zwei Frauen sitzen auf felsigem Ufer mit Blick auf einen See mit bewaldeten Inseln. Kiefern rahmen die Szene unter blauem Himmel mit weißen Wolken.

Ein erholsamer Moment am Wasser.

Felsige Küste auf den Lofoten mit großen Felsbrocken auf grünem Gras und Sandstrand. Dramatische Berge erheben sich aus dem Meer unter blauem Himmel.

Felsiger Strand auf den Lofoten, Norwegen.

Service & Komfort

Von Cindy Mayor

Für mich sind Aktivreisen die beste Art, den Kopf zu leeren. Den ganzen Tag in Bewegung zu sein, mit so wenig wie möglich im Kopf, tut Körper und Geist gut. Genau das schafft den Abstand zum Alltag!

Dazu gehört, dass ich leicht unterwegs bin. Meine Foto- und Videoausrüstung nehme ich immer mit, aber mehr will ich nicht tragen müssen. Mein Gepäck wartet im Hotel auf mich. An einem Regentag bin ich früher als sonst angekommen, und meine Sachen war trotzdem schon da. Ich konnte mich sofort umziehen und aufwärmen. Auch für mein Velo gab es immer einen sicheren Platz, um den ich mich nicht kümmern musste.

Genauso wichtig ist die Zeit. Für die Tagesetappe habe ich immer genug davon, egal ob beim Wandern, auf dem Velo oder bei einer anderen Aktivität. Ich bin in meinem eigenen Tempo unterwegs und kann jederzeit anhalten, um mit der Kamera Momente und Landschaften festzuhalten. So entdecke ich Orte auf eine andere Art mit offenen Augen.

Und am Abend wartet das Hotel mit allem, was nach einer Etappe guttut. Ich kann in der Sauna oder im Jacuzzi entspannen, gut essen und mir einfach etwas gönnen.

Die Unterlagen sind klar und online jederzeit abrufbar. Das Team ist erreichbar, wenn ich Fragen habe oder einen Tipp brauche. Und wenn doch einmal etwas nicht klappt, finden wir gemeinsam eine Lösung, die passt.

So bleibt mir das Wichtigste: unterwegs sein, staunen und Bilder mit nach Hause nehmen, die mich noch lange begleiten.

Cindy Mayor kniet im Gras mit Kamera, trägt weißen Helm und Rucksack. Alpental mit Bergen und blauem Himmel im Hintergrund.

Cindy beim Fotografieren.

Luftaufnahme einer kurvenreichen Bergstraße mit Haarnadelkurven durch den Ofenpass, Graubünden. Dichter Wald und weiße Felsformationen säumen die Straße.

die Überquerung des Ofenpasses.

Begegnungen

Von Werner Müller

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen, heisst es. Und er lernt dabei Leute kennen. Beim Wandern oder Velofahren kommt man in den Cafés und Restaurants entlang der Route recht schnell miteinander ins Gespräch. Oft ergeben sich unterwegs auch Ad-hoc-Gemeinschaften, mit denen man dann ein Stück des Weges teilt. Einmal hat uns auf dem Ostsee-Radweg ein junger Mann angesprochen. Nachdem er sich ungefragt als Mitglied einer Freikirche geoutet, von uns aber keine entsprechende Rückmeldung erhalten hat, haben wir uns anregend über unsere Abenteuer mit der Deutschen Bahn ausgelassen.

Wir waren bei unserer Anreise nach Lübeck gerade von einer resoluten Zugbegleiterin aus einem praktisch leeren Erstklasswagen geworfen worden, weil wir unsere Fahrräder dabei hatten, die in diesen Fahrradtaschen gemäss deutschem Bahntransportgesetzt eigentlich als Gepäckstücke hätten gelten müssen. Die Dame der DB hat in den Dingern dann aber ein «Sicherheitsrisiko» erkannt und uns hochkant aus «ihrem» Zug geschmissen. Das war der topaktuelle Schwank, den wir zu dieser Unterhaltung beizutragen hatten.

Radfahrer Werner macht Selfie auf Waldstraße mit weißem Helm und Sonnenbrille. Asphaltstraße führt durch üppigen grünen Wald.

Selfie mit Werner im Schweizer Jura.

Auf meiner letzten Reise, diesen Sommer auf dem Inn-Radweg haben sich auch wieder zwei schöne Begegnungen ergeben. Am ersten Tag lernte ich im ruppigen Abschnitt zwischen S-chanf und Zernez eine reizende Dame aus Wien kennen, die mit ihrem Mann in der Nähe von Thusis ein B&B betreibt und die mit ihrem Bike ab und an etwas Freilauf braucht.

Und auf der zweiten Etappe habe ich den «Seppl» getroffen, einen Bewohner der Region unterhalb des Weisswurstäquators. In Martina am Zoll hat er mich nach dem Weg gefragt und in der Klausenschenke in Altfinstermünz in der Finstermünzschlucht haben wir dann etwas zusammen getrunken. Erst in Tösens vor dem Gasthof «Wilder Mann» haben sich unsere Wege dann wieder getrennt, da mein Bett und mein Gepäck im nächsten Dorf auf mich warteten.

Unterwegs zu sein ist an sich toll, aber nette Bekanntschaften sind ohne Zweifel das Sahnehäubchen obendrauf!

Werner Müller steht mit einem schwarzen Fahrrad vor einem Steingebäude mit roten Fensterläden, trägt Sonnenbrille, Kappe und lässige Radkleidung.

Auf dem Inn-Radweg in Scuol.

Panoramablick auf den Lac de Joux mit kleinen Booten an einem Holzsteg. Klares türkisfarbenes Wasser, Uferpromenade und bewaldete Berge.

Am Lac de Joux.

Langsam unterwegs sein

Von Reto Zingg

Reisen macht mir schon mein ganzes Leben lang grosse Freude. Seien es die Kindheitserinnerungen in Italien am Strand oder der Besuch der Iguazú Wasserfälle in Brasilien als Teenager. Die ersten eigenen Erfahrungen in der grossen weiten Welt als junger Erwachsener auf den endlosen Strassen der USA oder die kulturellen Besonderheiten Südostasiens die ich mit meiner Freundin in Vietnam entdeckte.

All diese Reisen hinterliessen Spuren und Erinnerungen. Sie bereichern das Leben.

Keine Reise aber hat mich bisher mehr geprägt als meine Mehrtagestour durch die Schweizer Alpen. Ich kann nicht einmal genau sagen, woran das liegt. Sind es die Glücksmomente, wenn man nach einem strengen Anstieg auf dem Pass in die andere Talseite sieht? Oder ist es die wohlverdienten deftigen Abendessen, die unvergesslich bleiben («man kann es sich ja gönnen»)? Es ist auf jeden Fall bezeichnend, wie detailliert ich mich an diese Reise auf der Via Alpina erinnern kann.

Reto sitzt auf einem Felsen neben einem gelben Campingzelt in einer Waldumgebung mit Kiefern, Wasserbehältern und Campingausrüstung.

Reto ist irgendwo in Schweden auf einer Kanutour.

Nach meinem Start bei Eurotrek habe ich jedes Jahr Aktivreisen unternommen. Ob auf dem Kanu in der schwedischen Wildnis, zu Fuss in der Türkei oder auf dem Velo durch das Emmental. Ich kam langsam zum Schluss, dass es an der Langsamkeit liegt, mit der man unterwegs ist und seine Umgebung erlebt. Man hat Zeit zu reflektieren und sich Dinge anzusehen. 

Erlebnisse bleiben so besser in Erinnerung und lösen eine Art Drang aus, gleiches wieder zu erleben. Auch wenn es manchmal hart ist. Auch wenn man manchmal völlig durchnässt im Hotel ankommt. In der Rückschau sind es sogar genau diese Momente, welche die positiven Erinnerungen noch verstärken und länger im Gedächtnis bleiben. Geht es Ihnen auch so?

Reto mit Rucksack und Wanderstöcken steht auf Holzbrücke über felsigen Bach im Alpental mit grüner Vegetation und Bergen.

Reto auf einer Wanderung nach Arolla.

Luftaufnahme der Staumauer Grande-Dixence in einem Tal, umgeben von schneebedeckten Alpengipfeln und grünen Berghängen.

Staumauer Grande-Dixence in den Schweizer Alpen.

Gesundheit & Fitness

Von Werner Müller

Sich jeden Tag eine halbe Stunde zu bewegen ist das absolute Minimum, um langfristig gesund zu bleiben. Zwar prallen in wenigen Bereichen Wissenschaft und Werbung, Mythos und Ideologie so stark aufeinander wie beim Thema Gesundheit und viele diesbezügliche «Erkenntnisse» sind renditegetriebenes Marketinggedöns. Aber mit 30 Minuten körperlicher Aktivität macht man mit Sicherheit nichts falsch. Schliesslich ist der Mensch ein Bewegungstier - konstruiert, um zu Fuss durch Savannen und Wälder zu streifen und sich dort sein Essen zu suchen und zu erjagen. Daran haben auch die paar Tausend Jährchen Sesshaftigkeit nichts geändert.

Die Konsequenz daraus: Aktivferien sind im Grunde etwas vom Besten, das man sich gönnen kann. Man ist mit absoluter Garantie länger als das geforderte Minimum unterwegs und da für viele Zeitgenossen der Urlaub sowieso die schönste Zeit des Jahres ist, verbindet man damit perfekt das Nützliche mit dem Angenehmen.
 
PS: Wir haben weit über 600 Aktivreisen im Angebot. Fast ein Ding der Unmöglichkeit also, dass für Sie nichts Passendes dabei sein sollte.
Werner fährt mit einem grünen Mountainbike auf einem Erdweg durch Herbstlandschaft mit goldenen Lärchen und trockenem Gras unter blauem Himmel.

Werner im Wallis oberhalb Leukerbad

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Drei Wanderer gehen entlang eines schmalen Felsgrats am Stanserhorn mit dramatischen Kalksteinfelsen und Schweizer Alpengipfeln im Hintergrund.
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