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Romantischer Sonnenuntergang zwischen Guggisberg und Lausanne. Alpenpanoramaweg. Wanderferien mit Eurotrek

Reisevorschläge für den Herbst

Goldene Blätter, Nebelmeer, Kürbissuppe. Zugegeben, es fällt uns nicht gerade leicht, diese Nomen zu schreiben. Doch früher oder später müssen wir dem Sommer «Adieu» und dem Herbst «Bonjour» sagen.

Aber Achtung: Es wäre vermessen, jetzt Trübsal zu blasen. Lieber stellen wir uns vor, wie wir durch die grünen Hügel Irlands wandern, den kühler gewordenen Städten Pisa und Lucca einen Besuch abstatten oder auf einer Wanderung im Lavaux die Weinreben in allen erdenklichen Farben bestaunen. Dazu geniessen wir in einem schmucken Restaurant im Jura eine frische Kürbissuppe oder schauen auf dem Monte Bre hinunter aufs Nebelmeer.  

Der Herbst hat so viel zu bieten. Und irgendwie ist er immer noch der Underdog unter den Jahreszeiten. Wir sollen das mit unseren Reisevorschlägen ändern.

Reisevorschläge für den Herbst

Wanderferien Dingle Way

mittel

Von Cindy Mayor 

Auf der Dingle-Halbinsel zeigt sich Irland von seiner rauen Seite kraftvoll und authentisch. Entlang des Dingle Way wandert man über lange Sandstrände, durch lebendige Dörfer und weite Schafweiden, in denen einen nur die Tiere stumm beobachten.

Der Weg beginnt sanft, folgt einem Kanal bis zur Windmühle von Blennerville, steigt allmählich an mit weitem Blick über die Tralee Bay und schlängelt sich später durch wilde Orchideen und klare Bäche. Jede Etappe offenbart ein neues Gesicht der Westküste: Dingle farbenfroh und voller Leben, Dunquin abgeschieden gegenüber den Blasket Islands, oder Brandon Pier ein kleiner Hafen am Fuss des Mount Brandon.

Der Pfad ist teils steinig, oft windig und erfordert eine gute Grundkondition, doch jede Anstrengung wird belohnt. Gälische Sprache, traditionelle Musik, blühende Hecken, salzige Gischt: Alles erzählt hier von einem anderen Irland. Eine aktive Reise für Wanderfans, die intensive Landschaften und immersive Erlebnisse suchen.

 

Dunquin Pier ist ein malerischer Ort auf der Dingle-Halbinsel im County Kerry, Irland.

Veloferien Pisa - Cinque Terre

mittelschwer

Von Werner Müller

Die Reise beginnt in Pisa. Hört man diesen Namen, hat man üblicherweise den Glockenturm des Doms auf dem «Campo dei Miracoli» vor Augen. Aber Pisa ist auch Universitätsstadt und damit eine junge Stadt: Fast die Hälfte seiner Bevölkerung besteht aus Studenten der Universität und der Elitehochschulen des italienischen Staates, der «Scuola Normale Superiore» und der «Scuola Superiore Sant’Anna».

Einige weitere Highlights dieser Reise:

- Viareggio: Einst mondäner Badeort, heute Ferienort für Tizio e Caio*, also für jedermann. Die Anfahrt durch den Naturpark Migliarino ist nicht sehr lang, sodass Ihnen noch genug Zeit für einen Sprung ins Meer bleiben dürfte.

- Lucca: Berühmt für seine Befestigungsanlagen rund um die Altstadt, die vollständig erhalten geblieben sind. Zu Beginn der Renaissance war Lucca eine der einflussreichsten Städte Europas und die architektonischen Zeugen dieser vergangenen Grösse bereichern auch heute noch das Stadtbild.

*Kurzform von «Tizio, Caio e Sempronio», das italienische Pendant zu «Hinz und Kunz»

Der feine, weisse Sand und die Wasserqualität von Viagerrio sind Teil der Tour.

Castelnuovo di Garfagnana: Das Städtchen wartet mit einer Festung aus dem 11. und Stadtmauern und -tore aus dem 13. Jahrhundert auf. Auf dem Weg dorthin können Sie die imposanten Steinbrüche von Carrara besuchen. Der Renaissancemaler, Bildhauer und Architekt Michelangelo (Michelangelo di Lodovico Buonarroti) hat den Marmor mit seinen Skulpturen berühmt gemacht.

- Cinque Terre: Über den Etappenort Forte dei Marmi und den Flecken Bocca di Magra als ersten Küstenort an der Ligurischen Küste erreichen Sie La Spezia, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum der gleichnamigen Region. Nach einem Abend des Schlenderns durch die Stadt fahren Sie tags darauf mit der Bahn nach Monterosso und krönen Ihre Reise mit einer Wanderung durch den bezaubernden Nationalpark Cinque Terre mit seinen entzückenden Dörfern.

PS: Ein lohnendes Objekt für eine Verlängerung des Aufenthaltes ist die Tageswanderung von Riomaggiore über Telegrafo und Campiglia nach Porto Venere. Auf dem Weg über die Steilklippen im letzten Drittel werden Sie das herrliche Küstenpanorama so schnell vergessen! Und bei klarem Wetter lassen Korsika und Elba in der Ferne grüssen.
Das Dorf Cinque Terre am Meer erstrahlt in seinen vielen Farben. Die Häuser sind sehr farbig.

Cinque Terre ist eine Küstenregion in Ligurien im Nordwesten Italiens.

Alpenpanoramaweg Genfersee

mittel

Von Cindy Mayor

Wer sich für eine Wanderung rund um den Genfersee entscheidet, entdeckt eine Region, die von Weinbergen, Wasser und kulturellem Erbe geprägt ist. Die Route verbindet Vevey mit Genf in mehreren gemütlichen Etappen durch Winzerdörfer, entlang ruhiger Ufer und durch lichte Wälder. Das Gepäck wird täglich transportiert. Es bleibt nur, zu wandern, zu schauen und innezuhalten.

Gestartet wird in Vevey, mitten im Lavaux. Bereits auf den ersten Kilometern durchquert man die weltberühmten Terrassen-Weinberge und Dörfer wie St-Saphorin, Rivaz oder Epesses. Der Blick öffnet sich auf die Savoyer Alpen, während der Weg sanft abfallend bis nach Lutry führt. In Lausanne trifft man auf das Seeufer. Von dort geht es flach weiter, vom Hafen in Ouchy bis ins geschichtsträchtige Morges mit seinem Schloss und dem ehemaligen Berner Kriegshafen.

Im Verlauf der Wanderung wechselt die Landschaft zwischen belebten Uferzonen, offenen Feldern und geschützten Waldgebieten. Man durchquert Aubonne mit seiner Altstadt, die befestigte Toblerone-Linie und die Weinregion La Côte. In Nyon erwartet einen das Schloss Prangins, bevor es in den letzten Etappen zwischen Versoix und Genf weitergeht. Dort weichen die Naturwege langsam der Stadt. Doch die Ruhe des Weges bleibt bis zur Ankunft am Quai du Mont-Blanc im Zentrum von Genf.

Die Route ist technisch einfach, erfordert aber Ausdauer. Man muss mehrere Stunden am Stück gehen können und Freude an langsamen Übergängen haben. Zwischen Natur und urbanem Raum. Zwischen Höhenzügen und Seeufern. Eine Reise für alle, die die Romandie zu Fuss entdecken wollen.

Herbststimmung über den Weinbergen von Lavaux, die zum UNESCO-Welterbe gehören.

Bikeferien Lugano Bike

mittelschwer

Von Romaine Bayard 

Diese mittelschwere Biketour bietet alles, was das Herz begehrt: eine atemberaubende Kulisse mit Blick auf die Tessiner-, Walliser- und italienischen Alpen, eine unvergessliche Aussicht auf den malerischen Luganersee sowie teilweise auch auf den Lago Maggiore. Besonders idyllisch ist die Durchquerung der üppig grünen Kastanien- und Birkenwäldern sowie die typischen Tessiner Dörfer mit ihren charmanten Steinhäusern. Die Ausblicke vom Monte Tamaro und Monte Lema aus sind ein absolutes Highlight. Und für alle architekturbegeisterte gibt es auf der Alpe Foppa die Möglichkeit, die berühmte zeitgenössische Kirche «Santa Maria degli Angeli» des weltbekannten Architekten Mario Botta zu bestaunen.

Es gibt nur wenige Touren, welche eine solche Kombination aus sportlicher Herausforderung und atemberaubender Natur widerspiegelt. Der hohe Anteil an Single Trails, kombiniert mit solch einer beeindruckenden landschaftlichen Vielfalt, ist ein Muss für alle Bike-Liebhaber. Und auch die Kulinarik kommt nicht zu kurz: Nach der anspruchsvollen Tour locken typische Tessiner Spezialitäten wie Polenta oder Risotto in den verschieden Grottos und Gasthäuser, welche für eine wohlverdiente Stärkung sorgen.

Ein Mountainbiker Pärli macht auf der Weide eine Pause und schaut sich Lugano und die Berge rundherum, aus der Ferne an.

Pause mit Ausblick zum Lago di Lugano.

Wanderferien Wunderwelt Azoren

leicht

Von Werner Müller

Rund 20'000 Kilometer ist der mittelatlantische Rücken lang. Die Spitzen dieses submarinen Gebirges im Atlantischen Ozean bilden unter anderem die Inselgruppe der Azoren. Der Archipel liegt nahe der Schnittstelle dreier Kontinentalplatten und vulkanische Aktivitäten gehören in dieser Region deshalb zum Alltag. Als schönen Nebeneffekt können die Bewohner der Stadt Furnas auf der Hauptinsel São Miguel ihr Nationalgericht, das «Cozido das Furnas», in grossen Töpfen in Erdlöchern versenken und es dort stundenlang im Wasserdampf schmoren lassen. Das Cozido ist ein Eintopf aus verschiedenen Fleisch- und Gemüsesorten und der schwefelige Dampf verleiht ihm bei der Garung eine besondere Note.

Ihr mildes und ausgeglichenes Klima verdankt São Miguel dem Golfstrom. Die Vegetation ist üppig und die Landschaft manchmal auch atemberaubend. Ein spektakuläres Beispiel ist der Aussichtspunkt «Miradouro da Boca do Inferno» im Seengebiet «Sete Cidades» im Westen der Insel. Schon der Gratweg, der dort hinaufführt, ist extrem fotogen.

Aussichtspunkt Miradouro da Boca do Inferno

Subtropische Umgebung vom Aussichtspunkt Miradouro da Boca do Inferno.

Von den weiteren Sehenswürdigkeiten dieser Reise sei hier nur noch der Naturpark «Ribeira dos Caldeirões» erwähnt, ein botanischer Garten mit teilweise urwaldähnlichem Charakter. Seine Wasserfälle, die steinernen Mühlen aus dem 16. Jh. und die geballte, für Makaronesien typische Flora werden Ihnen gefallen!

Übrigens sind die Azoren auch ein Eldorado für Ornithologen und Walbeobachter. Einige Vogelarten (Azorengimpel) oder Unterarten sind nur hier zu finden und das nährstoffreiche Meerwasser zieht viele Meerestiere an, was Walen und Delfinen reichlich Futter verspricht. Dass gleichzeitig an den Rändern der Inseln das Wasser schnell sehr tief wird, macht die Verhältnisse für Wal- und Delfinbeobachtungen ideal.

PS: Sagt Ihnen der Name Yves Decoster etwas? Vermutlich nicht. Aber nach einem Aufenthalt in São Miguel werden Sie ihn kennen. Oder zumindest seine Werke, die er überall auf der Insel auf Wänden, Garagentoren und ähnlichen Flächen hinterlässt. Das Motto des gebürtigen Belgiers: «Die Liebe zu den Menschen bringen!» Stilisierte Herzen sind daher stets zentraler Bestandteil seiner äusserst fantasievollen Graffitis.

Gratweg zum Miradouro da boca do inferno

Grat entlang der Route beim Miradouro da Boca do Inferno.

Planwagen Jura

mittel

Von Sarah Marthaler

Wer Pferde liebt und das Abenteuer sucht, findet mit der Planwagentour eine einzigartige Reiseform. Über mehrere Tage hinweg erkunden Sie den Jura aus einer ganz neuen Perspektive: Im Schritttempo werden Sie durch Wälder, Weiden und idyllische Dörfer gezogen und übernachten am Ende jedes Tages auf charmanten Bauernhöfen. Im Herbst leuchten die Farben besonders intensiv, und auch die Temperaturen sind angenehm. Einem Picknick in der Sonne steht also nichts im Weg.

Zu Beginn der Tour erhalten Sie und Ihre Reisebegleitung eine Einführung in den Umgang mit Pferd und Wagen. Anschliessend sind Sie während der gesamten Tour für Ihren vierbeinigen Gefährten verantwortlich. Grundkenntnisse im Umgang mit Pferden werden vorausgesetzt, doch Sie werden merken, dass Sie schon bald ein eingespieltes Team sind.

Unsere Planwagentouren werden besonders von Familien geschätzt. Die Kinder dürfen mit anpacken, das Pferd striegeln und füttern. Auf den Bauernhöfen erwarten Sie zudem spannende Aktivitäten zum Beispiel ein Besuch im Dinosaurierpark und in den Grotten von Réclère, Ponyreiten bei Familie Noirjean in Lugnez oder der Bau eines Insektenhotels auf der Ferme du Bonheur in Porrentruy, bei dem auch die Erwachsenen mithelfen können. Tierfreunde werden diese besondere Reise lieben.

Ein blauer Planwagen fährt durch die Wiese.

Planwagentour im Jura, ideal für einen Familienausflug.

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