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Der zweitlängste Fluss Europas

Insgesamt 2’857 km legt die Donau vom Ursprung im Schwarzwald bis zur Mündung im Schwarzen Meer zurück. Auf ihrer langen Reise durchfliesst sie weite Ebenen wie das nördliche Alpenvorland, das Wiener Becken, die Pannonische Tiefebene, das Walachische Tiefland und das Donaudelta. Durch enge Täler wie die Durchbrüche bei Beuron und Weltenburg zwängt sie sich hindurch, durchfliesst die Hainburger Pforte und das Eiserne Tor.

Sie verbindet unterschiedlichste Naturräume und Kulturkreise, aber auch Städte wie Passau, Wien, Budapest und Belgrad. Wie aufregend, die vielfältigen Landschaften und Lebensräume an ihren Ufern, durch die schon die Römer, Nibelungen und viele historische Könige und Kaiser gereist sind, mit dem Velo oder mit dem Schiff zu erkunden.

Luftaufnahme des Donaudurchbruchs in Bayern mit steilen Kalksteinfelsen und Herbstwald. Der dunkle Fluss schlängelt sich durch bunte Hügel.

Donaudurchbruch in Bayern

Start der Donau-Reise

Wer zügig vorankommen will auf der langen Reise entlang der Donau, steigt aufs Velo. In Donauwörth, wo der historische Handelsweg zwischen Nürnberg und Augsburg die Donau kreuzt, ist sie schon 300 km alt. Ihr Ursprung liegt bei Donaueschingen im Schwarzwald. In Donauwörth erinnern prächtige Bürgerhäuser an die selbständige und wohlhabende Reichsstadt im Heiligen Römischen Reich.

Unzählige Städte mit Geschichte reihen sich auf dieser Reise aneinander wie Perlen auf einer Schnur. Eine der nächsten ist Ingolstadt mit seiner alten Festungsanlage und einem denkwürdigen Erlass aus dem Jahr 1516: Damals verkündete Herzog Wilhelm IV. das bayrische Reinheitsgebot für Bier. Seither darf bayerisches Bier nur Hopfen, Malz und Wasser enthalten – bis heute.

Steinbrücke mit Blumenkästen führt zu mittelalterlichem Rundturm und historischen Gebäuden in Donauwörth unter blauem Himmel mit weißen Wolken.

Die historische Altstadt in Donauwörth

Von den Auen zum Donaudurchbruch

Sie radeln durch die Donau-Auen zwischen Neuburg und Ingolstadt, oft im Schatten ausgedehnter Auen- und Eichenwälder. Meist verläuft Ihre Route auf dem offiziellen Donauradweg, der von Donaueschingen bis zum Schwarzen Meer führt und zum grossen Teil asphaltiert und flach ist. Umso aufregender, wenn die Donau Gebirgszüge durchfliesst, durch die sich die Kraft des Wassers in der Eiszeit geschaffen hat. So wie der Donaudurchbruch beim Kloster Weltenburg.

Später grüsst Regensburg bereits von Weitem mit den hoch aufragenden Zwillingstürmen des gotischen Doms. Ebenfalls aus dem Mittelalter stammt die schöne steinerne Bogenbrücke über der Donau. Auf 310 m Länge verteilen sich 16 Bögen, die sich bei Windstille anmutig im Wasser spiegeln. Die einst blühende Handelsmetropole war politisches Zentrum im Heiligen Römischen Reich und zählt heute zum UNESCO-Welterbe.

Touristenboot namens Weltenburg fährt durch den Donaudurchbruch bei Weltenburg zwischen dramatischen Kalksteinfelsen.

Schiff am Donaudurchbruch beim Kloster Weltenburg

Bayerns Donau-Schätze

Die Reise führt Sie durch den Ort Bogen am steilen Bogenberg. Hier wurde eine historische und kulturelle Rarität gefunden: die Statue der schwangeren Madonna aus dem Jahr 1004, auch Maria in der Hoffnung genannt. Auf dem Bodenberg steht die Kirche Mariä Himmelfahrt, Bayerns älteste Marien-Wallfahrtskirche.

Wenig später erreichen Sie Deggendorf, das Tor zum Bayrischen Wald. Die hübsche Altstadt ist von Gotik und Barock geprägt und lohnt einen Besuch. Von Niederalteich mit den ältesten Benediktinerklöstern Bayerns ist es nicht mehr weit zur Drei-Flüsse-Stadt Passau. Der Zusammenfluss der blauen Donau mit der schwarzen Ilz und dem grünen Inn ist ein faszinierendes Schauspiel. Da die Donau mehr Wasser führt und eine längere Strecke zurückgelegt hat als der Inn, trägt der Fluss im weiteren Verlauf ihren Namen.

Luftaufnahme des Passauer Drei-Flüsse-Ecks, wo Donau, Inn und Ilz zusammenfließen, mit der historischen Altstadt und bunten Gebäuden.

Drei-Flüsse-Eck in Passau

Zwischen Orgelklang und Donauschlinge

Auf dem Donau-Radweg radeln Sie weiter entlang jahrtausendealter Heereswege und Handelsstrecken. Regionen wie das Machland und die Wachau werden Sie verzaubern, während herzhafte und süsse Köstlichkeiten der österreichischen Küche Sie immer aufs Neue verführen. Bevor Sie unterwegs dem Rauschen der Donau lauschen, hören Sie sich im weltbekannten Passauer Dom ein Konzert auf der grössten Kirchenorgel der Welt an. Und während die wundervollen Orgelklänge Sie in der Erinnerung begleiten, erreichen Sie bald das Naturschutzgebiet Donauleiten mit der Schlögener Schlinge.

Der granitene Fels stellt sich hier der Donau als unüberwindbares Hindernis in den Weg und zwingt sie zu einem Richtungswechsel von 180 Grad. Wie fantastisch, diese still dahinziehende Flussschlinge, die sich über den Richtungswechsel in keiner Weise beklagt, sondern im Gegenteil ein äusserst zauberhaftes Bild abgibt. Dieses Naturschauspiel von der Fähre aus zu betrachten, ist etwas ganz Besonderes.

Eine Radfahrerin genießt den Blick auf die Schlögener Schlinge

Radfahrerin blickt auf die Schlögener Schlinge

Stadt der Türmchen

Topfeben präsentiert sich das Eferdinger Becken. Diese fruchtbare Ebene an der oberösterreichischen Donau zählt zu den bedeutendsten Gemüseanbauregionen des Landes. Leichten Tritts radelt es sich in die Landeshauptstadt Linz. Der historische Kern von Europas Kulturhauptstadt 2009 begeistert mit seinen wunderschönen Fassaden in einer sehenswerten Altstadt. Der Ort war zur Zeit der Römer wichtig für die Sicherung des Donauübergangs. Heute lässt sich hier das blaue Band des breiten Flusses bestaunen.

Nehmen Sie danach für kurze Zeit Abschied vom Fluss, dessen stille Gesellschaft Ihnen so vertraut geworden ist. Die Route führt nach Enns, der ältesten Stadt Österreichs. Enns wird auch liebevoll Stadt der Türmchen genannt. Einer von ihnen ist der 60 m hohe Stadtturm, der gleichsam als Wahrzeichen verehrt wird. Bereits im Jahr 1212 erhielt Enns das Stadtrecht. Im Stadtarchiv wird die 800 Jahre alte Urkunde wie einen Schatz gehütet.

Linzer Hauptplatz mit bunten Blumenbeeten im Vordergrund, gelben historischen Gebäuden und Kirche mit zwei Türmen unter blauem Himmel.

Hauptplatz in der wunderschönen Altstadt von Linz

Strudel im Wasser oder auf dem Teller?

Auch andere Orte werben mit dem Prädikat «älteste». Dafür radeln Sie zurück an die Donau zur Barockstadt Grein mit der Greinburg und dem ältesten noch bespielten Stadttheater Österreichs. Grein ist ein zentraler Punkt der Kaiser‑Route der Europastrasse Historische Theater. Das Zeug für ein bühnenreifes Drama hätten bestimmt die Geschichten, die sich auf dem gefürchteten Donauabschnitt Strudengau abspielten. Der Strudengau forderte wegen starker Strömungen viele Opfer. Mit dem Bau des Kraftwerks 1957 war schliesslich Schluss mit den Strudeln. Vielleicht haben die alten Seeleute in der nahen Wallfahrtskirche Maria Taferl um ruhige Wasser gebetet? Apropos Strudel: Apfel- und Topfenstrudel sollten Sie auf Ihrer Reise entlang der Donau auf keinen Fall verpassen!

Apfelstrudel mit Vanilleeis

Apfelstrudel ist ein Must jeder Donau-Reise

Unterwegs zwischen Stiftsmauern und Weinterrassen

Wo gerade von sakralen Bauten die Rede ist: Bald nachdem sich am Tor zur Wachau das Tal weitet, kommt das weltbekannte Stift Melk in Sicht. Leuchtend gelb liegt das erhabene Gebäude weitherum sichtbar an der Donau. Das Wahrzeichen der Wachau in Niederösterreich gilt als eines der grössten und einheitlichsten Barockbauten Europas und gehört zum UNESCO-Welterbe. Das Herz der Abtei ist seine beinahe tausendjährige Stiftsbibliothek. Sie umfasst rund 100'000 Bände, darunter wertvolle mittelalterliche Handschriften.

Bezaubernd ist auch das Umland, die Wachau mit ihren typischen Obstgärten und Weinbergen. Weindegustationen lassen sich unterwegs spontan buchen oder im Voraus reservieren. An der Strecke laden viele nette Weinstädtchen, gemütliche Heurigen und Buschenschanklokale zur Einkehr ein. Stärken Sie sich mit einer Brettljause, saurer Wurst, Speck, Käse, vegetarischen Schmankerln und geniessen Sie dazu ein Gläschen Wachauer Wein. Die Wachau eignet sich übrigens speziell gut auch für Wanderferien.

Hausfassade mit Wein und Blumen

Hausfassade mit Wein in Wachau

Luftaufnahme von Kloster Weltenburg auf einer Halbinsel, umgeben von der Donau. Dichte Wälder und grüne Felder erstrecken sich über die Landschaft.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Alle Aktivreisen an der Donau

Ankunft in Österreichs Hauptstadt

Nun ist es nicht mehr weit bis Wien. Verpassen Sie aber nicht einen Abstecher nach Krems, der ältesten Stadt Niederösterreichs. Entspannt radeln Sie nun der Donaumetropole Wien entgegen.

Oder gönnen Sie sich für den letzten Abschnitt eine Schifffahrt, damit Sie genügend Energie haben, die Stadt mit ihren weltbekannten Sehenswürdigkeiten in vollen Zügen zu geniessen: ihre Museen, den Stephansdom, Schloss Schönbrunn, die Pestsäule und all die gemütlichen Gassen und netten Kaffeehäuser. Ein Verlängerter – ein leichter Kaffee ohne Milch – und ein Stück Sachertorte gehören selbstverständlich dazu. Mit einem Besuch der Donauinsel, einem beliebten Naherholungsgebiet der Wiener, und der Alte Donau, einem Altarm der Donau, runden Sie diese Veloreise entlang der schönen blauen Donau perfekt ab.

Wiens moderne Skyline mit beleuchteten Wolkenkratzern spiegelt sich in der ruhigen Donau während der Dämmerung, Schilf im Vordergrund.

Spiegelung von Wien in der Donau bei Sonnenuntergang

Geheimtipp Rad & Schiff

Für viele folgt nun der etwas weniger bekannte Teil der immer breiter werdenden Donau: der Abschnitt zwischen Wien und Budapest. Mit einer Rad & Schiffreise können Sie ihn auch auf gemütliche Weise kennenlernen, das schwimmende Hotel ist stets mit dabei. Ein weiterer kultureller Höhepunkt nach der Weltstadt Wien ist Bratislava, zu Deutsch Pressburg. Die quirlige kleine Hauptstadt der Slowakei liegt im Dreiländereck mit Österreich und Ungarn.

Steigen Sie auf den Burgberg zur Pressburg hinauf, dem Wahrzeichen Bratislavas. Der Blick auf die Altstadt, die Donau und die Kleinen Karpaten ist umwerfend. Letztere sind ein bewaldeter Gebirgszug. Sie liegen am Angang des Karpatenbogens, der sich nach Westen ausdehnt. Auf dem Burghügel fanden sich Spuren von keltischen, germanischen und römischen Siedlern sowie von Slawen und Magyaren. Einst hatten ungarische Könige ihren Sitz auf der Burg. Neben der sorgfältig restaurierten Burg ist auch der wunderschöne Barockgarten ein wahres Kleinod und lohnt einen Besuch.

Die Burg Bratislava thront auf einem Hügel über der Donau mit einem Kreuzfahrtschiff am Ufer. Weiße Wolken füllen den blauen Himmel über der Festung.

Burg Bratislava über der Donau

Ungarns Barockstädte

Das Donauknie ist ein Flussknie und bezeichnet die Region um Visegrad und Vác unweit von Budapest. Damit haben Sie die Slowakei bereits verlassen und befinden sich in Ungarn. In der Form eines rechtwinkligen Knicks fliesst die Donau durch das bewaldete Visegrader Gebirge. Die Region hatte immer schon eine strategische Bedeutung. Diverse Städte an den Ufern der Donau sind römischen Ursprungs. Im Mittelalter waren sie im Besitz ungarischer Königsfamilien, wovon etliche Burgruinen zeugen. Die Stadt Visegrad an der Donau war ein solcher Königssitz.

Hier radeln Sie durch die malerische, wellige Hügellandschaft zur Barockstadt Vác. Der barocke Hauptplatz ist eine wahre Augenweide und die Uferpromenade an der Donau lädt zum Verweilen ein. Eine Besonderheit ist der Triumphbogen, der einzige Ungarns. Er stammt ebenfalls aus der Barockzeit und wurde zu Ehren der Kaiserin Maria Theresia gebaut. Zu erwähnen ist schliesslich auch die charmante Stadt Szentendre mit ihrem mediterranen Flair. Ruhe tanken in der Kleinstadt, bevor es in die Weltstadt Budapest geht.

Luftaufnahme der Donau, die eine Hufeisenbiegung um einen bewaldeten Hügel bildet, mit grünen Tälern und fernen Bergen unter blauem Himmel.

Das Donauknie in Ungarn

Budapest: Stadt der Bäder

Die Donau teilt die Hauptstadt Ungarns in zwei Bereiche. Das hügelige Buda ist mit dem flachen Pest über neun Brücken verbunden. Die älteste ist eine eindrückliche Kettenbrücke aus dem 19. Jahrhundert. Eine nostalgische Standseilbahn bringt Sie von der Kettenbrücke auf den Burghügel, wo Sie im historischen Kern von Budas Altstadt flanieren können. Bekannt sind auch die Budapester Thermalbäder und Badehäuser, in deren einzigartigen Atmosphäre Sie herrlich entspannen können. Bei vielen handelt es sich um historische Bäderbauten mit einer faszinierenden Architektur.

Das ungarische Parlamentsgebäude in Budapest von der anderen Seite der Donau aus gesehen, mit neugotischer Architektur und zentraler Kuppel.

Beeindruckendes Parlamentsgebäude in Budapest

Weiter bis zum Donaudelta

Nach 2’857 km erreicht die Donau im rumänisch-ukrainischen Grenzgebiet das Schwarze Meer. Ihr riesiges Mündungsdelta ist nach dem Wolgadelta das zweitgrösste Europas. Es ist bekannt für seine Schilfrohrgebiete, seine Auenwälder und seinen Vogelreichtum. Pelikane und Kormorane sind hier heimisch. Der Stör war einst so zahlreich, dass Kaviar (Störeier) als gängiges Nahrungsmittel auf der Speisekarte stand.

Riesige Seerosenfelder erfreuen das Auge. Grosse Teile des Donaudeltas zählen zum UNESCO-Weltnaturerbe und zum Biosphärenreservat. Eine Radtour durch dieses Naturparadies mit seinem Irrgarten aus Kanälen, seinen Seen, Mooren, Urwäldern und schwimmenden Inseln ist eine Reise durch eine unbekannte, traumhaft schöne Wildnis. Ein komfortables Hotelboot ist Ihr schwimmendes Hotel, von dem aus Sie unterschiedliche Gegenden mit dem Velo erkunden.

Zwei Flosshotel sind auf der Donau. Eines davon ist ein Flosshotel.

Schwimmendes Hotel im Donaudelta

Das Ende der Donau-Reise

So radeln Sie etwa entlang dem südlichsten Donauarm durch das Naturschutzgebiet der Bestepe-Hügel. Die kleinen Anstiege lohnen sich für das traumhafte Panorama über dieses wasserreiche Naturparadies. Wie schnell hat man hier den Eindruck, die Zeit sei stehengeblieben.

Im malerischen Dorf Letea sind die Häuser aus Lehm und Schilf gebaut. Das Dorf liegt auf einer Sandbank, Lianen und Schlingpflanzen erinnern an einen Urwald. Die römischen Ruinen von Argamum und die mittelalterliche Festung von Enisala, die hoch über der Donau thront und über die Razime Lagune blickt, bilden einen eindrücklichen Abschluss dieser Reise entlang der Donau, 2’857 km von der Quelle im Schwarzwald entfernt.  

Lila Distelblüten im Vordergrund mit Blick auf die weiten Donaudelta-Feuchtgebiete mit Wasserkanälen, grüner Vegetation und bewölktem Himmel.

Traumhafter Blick über das Donaudelta bei Sonnenuntergang

Porträt von Anja Kostidis mit langen dunklen Haaren, Brille und weißem Oberteil vor grauem Hintergrund.

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Anja Kostidis

Eurotrek AG

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Drei Wanderer gehen entlang eines schmalen Felsgrats am Stanserhorn mit dramatischen Kalksteinfelsen und Schweizer Alpengipfeln im Hintergrund.
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