Im Land der Leuchttürme und rosa Küsten
Im November in die Bretagne? Da regnet es doch nur und ist kalt. Das war zumindest mein erster Gedanke, als meine Schwester mit der Idee einer Wanderreise in der Nebensaison kam. Doch nach einigen Recherchen liess mich die Region nicht mehr los: die wilde, steinige Küste, die dramatischen Unterschiede zwischen Ebbe und Flut und die berühmte Rosa Granitküste hatten es mir angetan.
Und so machten wir uns auf den Weg. Eine Entscheidung, die wir keine Sekunde bereuten. Unsere Wanderungen führten uns über rosa Granitfelsen, durch stille Dörfer mit liebevoll erhaltenen Steinhäusern, vorbei an Leuchttürmen und immer entlang des Meeres, dessen Gesicht sich mit jeder Gezeitenbewegung veränderte. Die bis zu sechs Meter grossen Tidenunterschiede waren täglich ein Spektakel für sich.
Die Bretagne zeigte sich rau, farbenfroh, manchmal stürmisch und oft sonniger als gedacht. Die Reise empfiehlt sich für wetterfeste Meerliebhaber, die auf einer Wanderreise lieber Natur als Postkartenidylle suchen.