Frau mit Hund wandert einen Hügel hinunter in den Berner Alpen, im Hintergrund ist ein Bergsee zu sehen.

Ines mit (vierbeinigen) Freunden in der Bilderbuch-Schweiz


Eine Woche mit perfektem Sommerwetter, mit wiederkehrenden Aussichten auf das Jungfraumassiv und Kuhweiden wie aus dem Schweizer Bilderbuch – was will man mehr. Eine unvergessliche Wanderreise, welche aber auch eine gute Grundkondition erfordert, um die täglichen Aufstiege wie den Rengglipass zu überwinden.

Wir drei Frauen und auch unsere vierbeinigen Freunde waren dabei, auf der bezaubernden Wanderreise von Spiez nach Rosenlaui. Bei den warmen Temperaturen waren unsere Hunde immer wieder froh über eine kühle Erfrischung in den zahlreichen Seen und Bächen, welche wir auf der Wanderreise antrafen.

 

Highlights der Tour: 

  • 1. August Weggen am imposanten Pochtenfall 
  • Ausblick auf Seen & Berge vom Renglipass 
  • Sicht auf das Jungfraumassiv 
  • Sonnenuntergang auf der Schynigen Platte 
Drei Hunde spazieren auf einem Bergpfad durch grüne Wiesen vor einer Felswand.

 

Die Via Berna ist eine Langstreckenroute über 300km durch den Kanton Bern von Bellelay bis zum Sustenpass. Das abwechslungsreiche Gebiet kann über 20 Etappen erkundet werden. Unvergessliche Panoramen, mystische Moorgebiete, wilde Täler und Schluchten und viele weitere Überraschungen können auf dem Weitwanderweg entdeckt werden. 
Die Via Berna - Berner Alpen Tour ist ein Teil der gesamten Via Berna Route.
Wanderin steht auf Bergweg und schaut zur grossen Scheidegg.

Spiez - Saxeten

Traumblick auf Thuner- und Brienzersee und die Berner Alpen
5 Hunde posieren liegend vor dem Pochtenfall in den Berner Alpen.
Posieren für Anfänger.
Drei 1. August Weggen liegen auf einem Holzgeländer vor dem Pochtenfall im Hintergrund.
1. Augustweggen am Pochtenfall.
Mehrere Hunde baden im kühlen Nass eines blauen Flussbettes. Der Fluss ist gesäumt von weissen Steinen.
Kurze Abkühlung gefällig?

 

Vom Bahnhof Spiez nahmen wir den Bus bis nach Aeschiried, oberhalb des glitzernden Thunersees und starteten unsere Wanderreise entlang der Suld. Es war der 1. August und auf dem ausgebauten Uferweg begegneten wir zahlreichen Familien, welche den warmen Sommertag in der Natur genossen.

Entlang des Flusses hat es sehr viele idyllische Grillplätze, um eine Pause einzulegen. Wir waren aber noch am Anfang unserer Etappe und machten daher beim imposanten Pochtenfall, welcher 81 Meter hoch ist, die erste kurze Pause. Passenderweise, hatten wir eine 1. August-Wegge dabei.

Ein Hund spaziert auf einer grünen Wiese in den Bergen, während man im Hintergrund den Brienzersee in klarem Blau sieht, der von Bergen umgeben ist.
Die Anstrengung ist gross, die Freude über die Aussicht grösser.

 

Weiter ging es dann nur noch bergauf und es erstaunte uns nicht, dass wir nun fast allein unterwegs waren. Nach dem ersten Aufstieg eröffnete sich vor uns eine Alp, umgeben von der schönen Berglandschaft. Ab hier ging es erst los mit dem «richtigen» Aufstieg zu dem Rengglipass. Ein langer, steiler Weg, der sich im Zickzack nach oben schraubte, mit eigebauten Stufen.

Immer wieder machten wir kurze Verschnaufpausen. Oben auf dem Renglipass begeisterte uns die schöne Aussicht: Vor uns das traumhafte Landschaftsbild mit dem türkisblauen Thuner- und Brienzersee und hinter uns die wilde Berglandschaft mit den Gipfeln der Berner Alpen – es schien mir wie zwei komplett verscheide Bildseiten.

Ein dünner Pfad führt über weite Wiesen entlang einer Bergkette.
Gerne tauschen wir den Asphalt gegen Feldwege ein.

 

 

Der Abstieg führte uns auf extra angefertigten Wanderwegen über Wiesen, um das asphaltierte Bergsträsschen zu vermeiden. Dies schätzen wir als Wanderer sehr, es machte so den Abstieg weiterhin spannend und abwechslungsreich.

Angekommen in Saxeten brachte uns das Postauto nach Wilderswil für die Übernachtung im Hotel Heimat, welches sich direkt vor der Bushaltestelle befindet.

Nach der Ankunft in Spiez dauert die Wanderung ca. 6.5h und hat 18 km. Auf der 1. letzten Etappe der Via Berna - Berner Alpen Tour legt man 1200 Höhenmeter berauf und 940 Höhenmeter bergab zurück.

Ein Doppelbett im Hotel Heimat in Wilderswil.

 

Heute geniessen wir eine Nacht mit Komfort und Gemütlichkeit im Hotel Heimat in Wilderswil in der Nähe von Saxeten. 

Saxeten - Isenfluh

Das Jungfrau-Massiv zum Greifen nah
Ein Foto von drei Frauen mit ihren Hunden vor einer schönen steinigen Berglandschaft.
Einmal lächeln bitte!

 

Zurück in Saxeten mit dem Postauto, ging es in einem dichten Waldstück den Berg hoch und dann über wunderschöne Alpwiesen mit vielen blühenden Sommerblumen. Erst mit dem Blick zurück wurde uns bewusst, wie schnell wir an Höhe gewonnen hatten.

Angekommen auf der schönen Alp Bällen, tranken wir ein kühles Shorley, bevor es das letzte Stück hinauf zur Kuppe zu bezwingen galt. Oben angekommen erst Mal ein Gruppenfoto mit uns und den Hunden und der wunderschönen steinigen Gebirgslandschaft.

Ein schmaler Pfad entlang eines Hangs auf dem ein Wanderer und seine Hunde spazieren.
Ein Schritt vor den anderen.

 

 

Ein Blick zurück hinunter zur Alp und weiter geht es mit einem schmalen Pfad – links abschüssig, aber dank der Breite des Wegs, gut machbar. Dies war eindeutig die Schlüsselstelle unserer ganzen Wanderreise.

Für mich ein sehr eindrücklicher und spannender Abschnitt, welcher uns zu einem unvergesslichen Bergpanorama führte: Es eröffnete uns eine grüne, saftige Wiese und direkt dahinter das komplette Jungfraumassiv – woow! Einfach nur schön.

4 Hunde toben sich auf einer Wiese vor dem Jungfrau Massiv aus.
Freudensprünge.

 

Die Hunde tobten sich auf der grossen Wiese aus, bevor es dann im Eiltempo zum Sulsseeli runter ging. Sie konnten es kaum erwarten, sich ausgiebig zu erfrischen. Uns war der Bergsee definitiv zu kalt. Von Sulwald aus gibt es die Möglichkeit mit der Seilbahn runter nach Isenfluh, was wir nicht machten, aber bei einem zweiten Mal definitiv machen würden.

Der steile Abstieg danach durch den Wald war nichts Spektakuläres. Die Bahn kann ohne schlechtes Gewissen genommen werden. Von Isenfluh ging es mit dem Postauto nach Lauterbrunnen in das Hotel Silberhorn für die Übernachtung.

Die heutige Wanderung dauert ca. 5.5h und hat 14 km. Auf der 2. Etappe der Via Berna - Berner Alpen Tour legt man 1100 Höhenmeter berauf und 1120 Höhenmeter bergab zurück.

Umgeben von der einmaligen Bergwelt des Berner Oberlands verbringen wir die heutige Nacht im Hotel Silberhorn abseits der Hauptstrasse von Lauterbrunnen. 

Isenfluh - Schynige Platte

Ein gemütlicher Tag auf der Schnynigen Platte
Eine Frau mit Hund wandert auf einem steilen Weg zur Schynigen Platte. Im Hintergrund der Brienzersee mit Bergpanorama.
Der Aussicht entgegen.
Ein Bergpanorama von der Schynigen Platte zeigt vereinzelte grüne Bäume auf saftigen Wiesen mit Bergen und blauem Himmel im Hintergrund.
Ein Panorama wie aus dem Bilderbuch.

 

Die beiden letzten Etappen hinterliessen bei uns und den Hunden Spuren und daher entschieden wir, die Bahn von Wilderswil hinauf zur Schynigen Platte zu nehmen. Die Schynige Platte-Bahn war komplett voll mit Wandernden und Tagestouristen. Vor Ort wurden aber alle bestens eingewiesen und so ging es mit zwei Bahnen los.

Ich war sehr gespannt, was uns erwarten würde, da ich immer nur gehört hatte, wie schön dies sei. Oben angekommen, konnte ich dem nicht widersprechen. Einfach wunderbar, die saftig grüne Bergflanke, mit Felswänden, Alpwiesen und vom Grat die Aussicht in das Tal auf den Brienzersee.

 

Wir verbrachten einen gemütlichen Tag auf der Schynigen Platte und legten auf der Rundtour immer wieder längere Pausen ein. Wir hatten genügend Zeit die schöne Umgebung zu fotografieren, bis wir dann zufrieden im charmanten Berghotel eincheckten konnten. Im Panoramarestaurant wurden wir beim Abendessen zusätzlich mit einem wunderbaren Bergpanorama und einem romantischen Sonnenuntergang belohnt.

Von der Schynigen Platte sieht man hinunter auf dem See. Die Sonne küsst den Horizont und der Himmel erstrahlt in orangen Farben.

Die heutige Wanderung dauert ca. 5h und hat 11 km. Auf der 3. Etappe der Via Berna - Berner Alpen Tour legt man 1350 Höhenmeter berauf und 470 Höhenmeter bergab zurück.

Direkt vom Fenster des Hotels Schynige Platte sieht man auf den See mit Bergpanorama.
Zwei holzige Einzelbetten vor einer Blumentapete im Berghotel Schynige Platte mit Aussicht auf den Brienzersee.

 

Den unvergesslichen Sonnenuntergang erleben wir direkt aus unserem Zimmer im Berghotel Schynige Platte. Die Aussicht aus dem traditionsreichen Hotel aus 1899 bleibt uns in Erinnerung. 

Schynige Platte - First

Anstrengende, aber traumhafte Königsetappe
Eine Frau spaziert auf einer Wiese dem tiefer gelegenen Sägistalsee entgegen.
Posieren hoch über dem Bachsee.

 

Für die Königsetappe hatten wir uns am Vortag etwas ausgeruht und konnten voller Energie eines der Highlights der Via Berna in Angriff nehmen. Wir starteten noch vor der ersten Bahn, damit wir vor dem grossen Ansturm losziehen konnten.

Es war von allen Etappen die meistbegangene Route, die Wanderer verteilten sich aber gut. Der stetige Anstieg am Anfang war sehr angenehm und wir hatten Glück, dass der Weg meist im Schatten der Bergflacke verlief. In der Tiefe begleitet uns der glitzernde Sägistalsee.

Vier Hunde posieren liegend vor Eiger, Mönch und Jungfrau auf einer Wiese.
Bellende Grüsse aus den Bergen.

 

Während dem Aufstieg machten wir im Berghaus Männdlenen die erste grosse Pause. Die Berglandschaft brachte uns immer wieder zum Staunen und dann auf der Höhe angekommen, ein wunderschönes, weites Plateau mit weidenden Kühen, in einer perfekten Kulisse mit Sicht auf das Faulhorn und die drei bekanntesten Berner Berge, Eiger, Mönch und Jungfrau, zum Greifen nah.

 

Bergab ging es dann zu dem bekannten Bachsee mit seinen vielen Tagesbesucher, die mit der Bahn von Grindelwald herauffahren. Wirklich eine Augenweide, dieser See, idyllisch in Alpwiesen gebettet, umgeben von hohen Gipfeln. Eine wunderbare Etappe, welche ich immer wieder machen würde. Die Übernachtung hatten wir im Berggasthaus First, bei der Bahnstation.

Die heutige Wanderung dauert ca. 6h und hat 17 km. Auf der 4. Etappe der Via Berna - Berner Alpen Tour legt man 1100 Höhenmeter berauf und 900 Höhenmeter bergab zurück.

 

Das Berggasthaus First in Grindelwald erwartet uns auf über 2200 Metern über Meer für die heutige Übernachtung. Es bietet ein Panoramablick auf die Schweizer Alpen und die Jungfrau-Region. 

First - Rosenlaui

Ein gemütlicher Abschluss
Die grosse Scheidegg ist als Bergwand hinter grünen Wiesenflächen zu sehen.
So nah und doch so fern.
Eine hügelige Wiesenlandschaft in saftigem grün mit Wanderpfaden im Vordergrund mit einer felsigen Bergkulisse im Hintergrund.
Auf der Etappe Richtung Grosser Scheidegg.
Zwei Hunde befinden sich auf einem Kiesweg vor einer Felswand, die zu einem Gletscher, der grossen Scheidegg gehört.
Steile Felswand beim Wetterhorn.

 

In Richtung Rosenlaui führte uns der Weg heute mal nur bergab. Umgeben vom Kreis der Gipfel wanderten wir zur Grossen Scheidegg, mit einer beindruckenden Bergwand direkt vor der Nase, das Wetterhorn. Von hier aus geht es entweder rechts Richtung Grindelwald oder mit der Via Berna Links runter nach Rosenlaui.

Ein Weg entlang eines Flusses führt vorbei an der Felswand des Gletschers der grossen Scheidegg.
Dem Rychenbach entlang ins Rosenlauital.

 

 

Der Weg runter führte uns durch den Chalberboden und rechts hoch über uns die Gletscher. Wir wandertet entlang des Rychenbachs durch den Wald ins Rosenlauital. Dies war die kürzeste Etappe der 5-tägigen Wanderreise. Man hätte noch genügend Zeit, um zu Fuss nach Meiringen zu gelangen. Wir nahmen aber das Postauto und kamen wieder einmal in den Genuss des Postauto-«Horns», des anheimelnden «TatüTado», was nicht mehr alltäglich ist.

Die heutige Wanderung dauert ca. 3.5h und hat 13 km. Auf der 5. Etappe der Via Berna - Berner AlpenTour legt man 160 Höhenmeter berauf und 1000 Höhenmeter bergab zurück.

 

Fazit

5 Hunde posieren auf einer Wiese mit einem wunderschönen Bergpanorama im Hintergrund.
Die 5 Highlights der Tour.

 

 

Einfach nur traumhaft. Immer wieder hielten wir inne, um die schöne Landschaft der Berner Alpen zu geniessen. Eiger, Mönch und Jungfrau waren das Highlight und ein gutes Fotosujet im Hintergrund.

Direkt vom Fenster des Hotels Schynige Platte sieht man auf den See mit Bergpanorama.
Traumhafte Aussicht verlockt zum bleiben.
Aus dem Fenster des Schynigen Platte Hotel scheint der Sonnenuntergang über dem See in orange und rot.
Auch bei Dämmerung unvergesslich.

 

Ebenfalls in guter Erinnerung bleibt die Übernachtung auf der Schynigen Platte. Sehr stilvoll eingerichtete Zimmer, im dunkel zum Einschlafen leuchtete ein Sternenhimmel an der Decke.

Die sympathische Unterkunft war bestens organisiert sehr freundlich und die Aussicht aus dem Zimmer konnte besser nicht sein. Die Zimmer im Berghotel Schynige Platte und im Berggasthaus First sind mit WC/Dusche auf der Etage. Dies war aber kein Problem für uns, da beide Unterkünfte sehr sauber und gepflegt sind.

Von der Schynigen Platte sieht man nach dem Sonneuntergang auf die Abenddämmerung über dem Brienzersee.
Natur pur.

 

 

Sobald die Tagestouristen die letzte Bahn genommen hatten, teilten wir die mystische Berglandschaft nur noch mit wenigen andern Gäste und konnten somit die wunderbare Abendstimmung unsere Wanderreise ausklingen lassen. Eine Reise, welche noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Via Berna - Berner Alpen

Mittelschwer
Schweiz

Wanderferien Via Berna, Berner Alpen

9 Tage | Individuelle Einzeltour
(1)
Ein Hund grinst frech in die Kamera vor einer grünen Wiese und einem Bergpanorama.

Über die Autorin

Eurotrek AG
Ines Spreeuwers
0041 44 316 10 08
Eurotrek AG

Sprachen: Deutsch, Englisch, Italienisch, Rätoromanisch, Niederländisch


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