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Wanderer mit Rucksack und Stöcken auf Alpenpfad mit verschneitem Meidhorn-Gipfel und Berghütte. Frost bedeckt das Gras entlang des Alpenpässewegs.

Wanderferien: Alpenpässe Weg Mattertal & Val d'Anniviers von Riana

Im Schnee unterwegs über die Walliser Alpenpässe

Die majestätischen Walliser Alpen mit ihren schneebedeckten Gipfeln und idyllischen Dörfern sind der perfekte Spielplatz für Wanderliebhaber und Naturfreunde. Auf dem Alpenpässe Weg Mattertal & Val d’Anniviers erlebten wir eine unvergessliche Reise, die uns über atemberaubende Pässe und durch eindrucksvolle Landschaften führte. Die anspruchsvollen Wanderungen forderten nicht nur unsere Ausdauer, sondern belohnten uns auch mit spektakulären Ausblicken. Auf über 2'300 Meter hoch im Hotel Weisshorn, umgeben von der unvergesslichen Schönheit der der verschneiten Berge, genossen wir nicht nur die Ruhe der Natur, sondern auch kulinarische Köstlichkeiten. In diesem Blog-Beitrag nehmen wir dich mit auf unsere abenteuerliche Tour über die Walliser Alpenpässe und teilen unsere schönsten Momente und wertvolle Tipps.

 

Wanderferien: Alpenpässe Weg Mattertal & Val d'Anniviers von Riana

Highlights der Reise 

  • Spektauläre und abwechslungsreiche Wanderwege
  • Typische Walliser Dörfer
  • Verschneite Berglandschaft
  • Hotel Weisshorn - übernachten auf 2'300 Meter über Meer
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Anfang Juli bis Mitte September

Schwer - Es ist Trittsicherheit erforderlich und es werden viele Höhenmeter bewältigt. Der höchste Pass liegt auf knapp 2'900 Meter über Meer. Deshalb darf man auch die Höhe nicht unterschätzen. Der Aufwand lohnt sich aber auf jeden Fall.

«Gâteau aux myrtilles» - eine Heidelbeertarte im Hôtel Weisshorn darf man sich nicht entgehen lassen

Tag 1: Anreise nach Grächen

In der Regel beginnt diese Tour bereits in Saas-Fee. Aufgrund eines Erdrutsches war Saas-Fee aber nur mit dem Helikopter erreichbar. Deshalb sind wir direkt nach Grächen, auf einer Sonnenterrasse des Mattertals, angereist.

So hatten wir dafür Zeit, das schöne Dorf und die umliegende Gegend zu erkunden. Die von der Sonne schwarzgebrannten Holzhäuser sind mit Blumen geschmückt und etwas oberhalb des Dorfes liegt ein See, der Z’Seew heisst. Gleich nebenan haben wir uns mit einer hausgemachten Cremeschnitte und einem Milkshake gestärkt, bevor wir am nächsten Tag die lange Wanderetappe von Grächen nach Gruben in Angriff nehmen werden.

Alpendorf Grächen an einem Berghang mit traditionellen Chalets, umgeben von bewaldeten Hängen und schneebedeckten Gipfeln unter blauem Himmel.

Blick auf das Walliser Dorf Grächen

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Hotel Eden – Doppelzimmer mit eigenem Bad

Tag 2: Grächen - Gruben

Die Etappe von Grächen nach Gruben beginnt gemütlich, da man zuerst das Postauto nach St. Niklaus und danach die Seilbahn nach Jungu nimmt. Dort starteten wir die Wanderung zuerst im Wald, bis wir bereits nach kurzer Zeit oberhalb der Baumgrenze waren. Kurz vor der Baumgrenze konnten wir sogar noch ein Murmeltier sehen, das sich viel Winterspeck angefressen hatte. Der Nebel war unser ständiger Begleiter, bis wir etwa auf 2'400 Meter über Meer endlich die Aussicht in die Walliser Berglandschaft geniessen konnten.

Steiniger Wanderweg am Alpenpässeweg mit grauen, moosbedeckten Felsen, umgeben von Berggipfeln und tiefliegendem Nebel.

Knapp oberhalb des Nebels

Der Weg führte uns über steinige Wege hoch zum Augstbordpass auf fast 2'900 Meter über Meer. Obwohl sich der Nebel weiter verzogen hatte, war es noch immer windig und kalt, weshalb wir nicht lange pausierten und direkt mit dem Abstieg begannen. Zackig wanderten wir mit atemberaubender Aussicht ins Turtmanntal nach Gruben, um uns mit einem Tee aufzuwärmen. Vor Ort buchten wir noch Halbpension dazu und genossen ein leckeres 4-Gänge-Menu mit Blick auf unsere morgige Etappe.

Wanderer mit Rucksack auf dem Alpenpässeweg im Wallis, unterwegs durch Berglandschaft mit vereinzelten Kiefern und schneebedeckten Gipfeln.

Abstieg nach Gruben

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Die Wanderzeit liegt bei etwa 5.5 Stunden. Zu Beginn kommt aber noch die Reisezeit mit dem Postauto von Grächen nach St. Niklaus und die Seilbahnfahrt von St. Niklaus nach Jungu hinzu.

Hotel Schwarzhorn - Doppelzimmer mit Dusche und WC auf der Etage

Die Fahrt in der kleinen Seilbahn von St. Niklaus über hohe Klippen nach Jungu war ein Highlight. Die Ausblicke ins Mattertal sind bereits dort spektakulär und werden auf der Wanderung sogar noch besser. Ein weiteres Highlight war der Augustbordpass, von dem man in beide Täler blicken kann.

Tag 3: Gruben - Hotel Weisshorn

Beim Frühstück sahen wir, dass es in der Nacht geschneit hatte. Somit packten wir uns dick ein und starteten unsere Wanderung mit Handschuhen und Mütze. Auch heute gab es am Morgen wieder etwas Nebel, der jedoch mit den ersten Sonnenstrahlen wieder verschwand. Die Wanderung startete mit einem Zick-zack-Weg durch den Wald. Nach 400 Höhenmetern kamen wir in Mittelstafel an und das eindrückliche, verschneite Meidhorn beeindruckte uns sehr. Eindrücklich ragt es hinter ein paar kleinen Häusern zum Himmel. Deshalb machten wir eine kurze Pause, um etwas Kleines zu essen, bevor es weiter über Steine und karge Wiesen mit Schnee zum Meidsee ging. Vom See waren es nur noch etwas mehr als 100 Höhenmeter zum Meidpass, dem höchsten Punkt unserer Etappe mit knapp 2'800 Meter über Meer.

Wanderin mit Rucksack am verschneiten Ufer des Bergsees Meidsee, vor schneebedeckten Gipfeln unter blauem Himmel.

Meidsee: Wandern durch den Schnee

Unsere Finger und Zehen wurden langsam kalt, weshalb wir nach einem Gipfelfoto direkt den Abstieg in Angriff nahmen. Bereits von weitem konnten wir unser heutiges Etappenziel, das Hotel Weisshorn, sehen, jedoch lag noch ein weiter Weg vor uns. Wir wanderten zuerst runter über Bäche, Steine und Wiesen, dann wieder hoch über den Planetenweg zum Hotel Weisshorn. Im Restaurant konnten wir uns mit der bekannten Heidelbeertarte, «Gâteau aux myrtilles», wieder stärken. Zum Abendessen gab es Raclette (immer donnerstags), das wir bei einem wunderschönen Sonnenuntergang im Restaurant genossen.

Alpiner Bergsee mit kleinen Inseln, umgeben von felsiger Graslandschaft. Schneebedeckte Berge und dramatische Wolken im Hintergrund.

Kurze Pause bei einem kleinen Bergsee

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Die Wanderung dauert ca. 4.5 Stunden.

Hôtel Weisshorn - Doppelzimmer mit Dusche und WC auf der Etage

Der Blick auf das Meidhorn und danach die Aussicht vom Meidpass sind einfach unglaublich. Bei uns hatte es frisch geschneit, was uns bereits im September in Winterstimmung brachte.

Spannend bei diesem Abschnitt ist, dass man mit dem Meidpass auch die Sprachgrenze im Wallis überquert. Während in Gruben vor allem noch Deutsch gesprochen wird, spricht man im Hôtel Weisshorn hauptsächlich Französisch.

Tag 4: Hotel Weisshorn - Ayer

Über die Nacht und auch am Morgen schneite es. Unsere letzte Etappe startete deshalb wieder mit Schnee. Zu Beginn wanderten wir vom Hotel Weisshorn der Krete entlang und genossen die Ausblicke ins Val d’Anniviers, sofern der Nebel sich zwischendurch etwas verzog. Es folgte ein stetig steiler Abstieg über 1'000 Höhenmeter nach Ayer. Zuerst führte er uns über verschneite und matschige Wiesen, später auf Waldwegen ohne Schnee nach Ayer. Normalerweise ginge es hier nun weiter nach Grimentz, da jedoch Unwetter den Wanderweg unbegehbar machten, reisten wir direkt von Ayer mit dem Postauto nach Sierre und nahmen dort unser Gepäck entgegen.

Verschneiter Bergweg an steilem Hang mit Felsgipfeln und vereinzelten Bäumen. Bewölkter Himmel mit Nebel im Tal auf dem Alpenpässeweg.

Alpenpässeweg beim Abstieg nach Ayer

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Ayer erreicht man in etwa 2.5 Stunden. Bei uns hat es durch den Schnee und Matsch etwas länger gedauert, da es sehr rutschig war.

Falls man bis nach Grimentz wandert, kommen nochmals etwa 1.5 Stunden Wanderzeit dazu.

Das Dorf Ayer mit seinen typischen Holzhäusern ist uns auf jeden Fall positiv in Erinnerung geblieben. Zudem konnten wir im Wald mehrere Gämsen sehen, was ebenfalls ein Highlight auf dieser Etappe war.

Fazit

Trotz des herausfordernden Wetters und der durch Unwetter verursachten Einschränkungen haben wir unsere Wanderreise auf dem Alpenpässe Weg im Wallis in vollen Zügen genossen. Immer wieder lockerten sich die Nebelschwaden und eröffneten uns atemberaubende Ausblicke auf die verschneiten Walliser Berge und die tiefen Täler. Diese faszinierenden Panoramen haben unser Wandererlebnis zu etwas ganz Besonderem gemacht. Zudem waren wir auf den Wanderwegen weitgehend allein, was es uns ermöglichte, die friedliche Stille der Natur in vollen Zügen zu geniessen – ein wahrer Genuss für jeden Naturliebhaber.

Traditionelle Holzchalets mit Metalldächern in einem Walliser Bergdorf, mit schneebedeckten Alpengipfeln und Nebel im Tal.

Bergdorf auf dem Alpenpässeweg

Die Unterkünfte waren einfach, aber charmant, und das Personal stets freundlich und hilfsbereit. Besonders hervorzuheben ist die kulinarische Vielfalt, die uns in jedem Hotel begegnete – von regionalen Spezialitäten bis hin zu köstlichen Desserts, die den Tag perfekt abrundeten.

Insgesamt können wir den Alpenpässe Weg Mattertal & Val d’Anniviers jedem empfehlen, der spektakuläre Ausblicke, herausfordernde Wanderungen und eine tiefe Verbindung zur Natur sucht. Diese Reise bietet die Möglichkeit, die Schönheit der Walliser Alpen hautnah zu erleben und die Ruhe der Berge zu geniessen. Bereit für ein Abenteuer? Dieser Weg wird Sie begeistern!

Felsiges Bergtal mit verstreuten Steinen, das zu entfernten schneebedeckten Alpengipfeln unter bewölktem Himmel beim Aufstieg zum Augustbordpass führt.

Blick beim Aufstieg zum Augstbordpass

Tipps

Die Etappen sind auf jeden Fall anspruchsvoll und es braucht Trittsicherheit. Es gibt zwischendurch steile Abhänge und man ist fast immer auf über 1'800 Meter über Meer unterwegs, was zusätzliche Anstrengung kostet. In diesen Höhenlagen gibt es keine Einkehrmöglichkeiten. In Gruben und im Hotel Weisshorn gibt es auch keine Einkaufsmöglichkeiten, weshalb man sich bereits in Grächen mit Snacks für unterwegs eindecken sollte. Zudem darf man das Wetter nicht unterschätzen. Bei schlechtem Wetter kann es in höherer Lage sehr kalt sein, bei schönem Wetter ist die Sonneneinstrahlung sehr stark. Man ist fast nie im Schatten, sondern immer der Sonne ausgesetzt. Wie sagt man so schön: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Kleidung. Dieses Sprichwort passt auf jeden Fall zu dieser Tour.

Wanderin mit Rucksack auf steinigem Weg am Alpenpässeweg. Schneebedeckte Berggipfel und grüne Alpenvegetation im Hintergrund sichtbar.

Riana im Aufstieg zum Hotel Weisshorn

Professionelles Portrait von Rafael Kälin mit Brille und dunklem Shirt, der warm in die Kamera lächelt vor grauem Hintergrund.

Möchten Sie diese Reise buchen? Wir sind gerne für Sie da.

Rafael Kälin

Eurotrek AG
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Drei Wanderer gehen entlang eines schmalen Felsgrats am Stanserhorn mit dramatischen Kalksteinfelsen und Schweizer Alpengipfeln im Hintergrund.
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