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Radfahrer auf Holzsteg durch den Naturpark Ria Formosa mit Feuchtgebieten, Palmen und blauem Himmel mit weißen Wolken.

Veloferien: Algarve Sagres - Tavira von Nina

Von Europas Südwestspitze bis zur spanischen Grenze mit dem Velo

Es war unser erster Besuch in der Algarve und wir waren überrascht, wie abwechslungsreich diese Region ist. Von der kleinen Ortschaft Sagres, wo man am südwestlichsten Punkt Europas – dem Kap St. Vincent – startet, bis zur Grenzstadt Vila Real de Santo António an der spanisch-portugiesischen Grenze gibt es unglaublich viel zu entdecken.

Besonders begeistert hat uns der Naturpark Ria Formosa. Auf langen Holzstegen konnten wir fernab vom Verkehr die einzigartige Landschaft geniessen. Die Nähe zur Natur machte diese Etappen zu einem echten Highlight unserer Reise.

Highlights der Reise 

  • - Ponta da Piedade (in der Nähe von Lagos)
  • - Naturpark Ria Formosa
  • - Altstadt von Faro
  • - Jeden Tag Mittagessen mit Blick auf das Meer
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Frühling oder Herbst. Wir waren Ende Oktober und konnten noch einmal im Meer schwimmen. Im Sommer ist es heiss und die Hotelanlagen sind viel stärker ausgelastet.

Die Einstufung von Level 2 von 4 ist gut, da die Tagesetappen zwischen 40 und 60 km lang sind. Der erste Tag ist der herausforderndste. Nicht zu unterschätzen sind die Schotterpisten. Sie machen aus unserer Sicht etwa 40% der Strecke aus. Teilweise sind es doch ziemlich lange Schotterwege in eher schlechtem Zustand und hier kommt man nur langsam vorwärts, da man vorsichtig und konzentriert fahren muss.

Fisch, Fisch, Fisch. Man konnte jeden Tag frischen Fisch essen. Restaurants gab es genügend. Wir konnten uns gut unterwegs verpflegen und mussten keine Lunchpakete mitnehmen.

Teilweise gab es kleine Shops, in denen wir Wasser und Snacks einkauften, wo nur Bargeld akzeptiert wurde. Es hilft also, immer etwas Bargeld dabei zu haben.

Tag 1: Anreise nach Sagres

Wir sind mit EasyJet von Basel direkt nach Faro geflogen. Der Transfer von Faro nach Sagres hat reibungslos funktioniert und wir konnten entspannt in unser Abenteuer starten. Nach der Ankunft genossen wir einen Apero am Strand – der perfekte Auftakt mit Blick auf den Atlantik. Beim anschliessenden kurzen Begrüssungsgespräch erhielten wir unsere Velos. Wir hatten 2 E-Bikes, 1 Tourenvelo und 1 Gravelbike reserviert.

Vier Personen lächeln an der Küste in Sagres, Algarve. Hinter ihnen ist eine Küstenlandschaft mit Vegetation und Meer unter bewölktem Himmel.

Nina und ihre Familie in Sagres

Sagres selbst ist ein kleines Fischerdorf mit knapp 2’000 Einwohnern, charmant und authentisch. Kulinarisch kamen wir gleich auf unsere Kosten: Frischer Fisch und lokale Köstlichkeiten durften wir im Restaurant Carlos beim Abendessen geniessen. Das Restaurant wurde uns auch vom Hotel empfohlen. Zum Dessert hat uns der Kellner direkt Medronho aufgetischt, ein traditioneller Obstbrand aus den Früchten des Erdbeerbaums. Er ist typisch für die Algarve.

Holzpooldeck mit weißen Liegen und Strohdachschirmen im Hotel Memmo Baleeira in Sagres unter bewölktem Abendhimmel.

Pool im Hotel in Sagres

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Hotel Memmo Baleeira, sehr schönes 4* Hotel mit einem riesigen Frühstücksbuffet und modernen Zimmern.

Apero am Strand!

Tag 2: Sagres - Lagos

Unsere erste Veloetappe führte uns von Sagres nach Lagos – rund 53 Kilometer, die alles boten: spektakuläre Ausblicke, sportliche Herausforderungen und Mittagessen mit Meerblick.

Gleich zu Beginn radelten wir zum imposanten Leuchtturm am Cabo de Sao Vicente, dem südwestlichsten Punkt Europas. Danach ging es über einige Schotterstrassen weiter, bevor lange, gerade Abschnitte folgten. Die Strecke war abwechslungsreich und wir gewöhnten uns an unsere Velos.

Zwei Radfahrer mit Helmen und Sonnenbrillen am Leuchtturm Cabo de São Vicente in der Algarve. Leuchtturm mit roter Kuppel und Steinfestung.

Südwestlichster Punkt Europas: Cabo de Sao Vicente

In Salema legten wir eine wohlverdiente Mittagspause ein. Im Restaurant Atlântico haben wir Sandwiches bestellt und genossen den Blick auf das Meer. Danach wurde es sportlich: eine Steigung von 16 % verlangte uns einiges ab, doch die Abfahrt und deren Ausblick entschädigte für die Mühe.

Strandterrasse des Restaurant Atlantico in Salema mit schwarzen Tischen und Stühlen unter Strohschirmen mit Blick auf den Atlantik.

Mittagessen direkt am Meer

Ein besonderes Highlight war das charmante Dorf Luz mit seiner schönen Strandpromenade. Der perfekte Abschluss dieser ersten Etappe bietet die Ponte da Piedade. Dies ist eines der spektakulärsten Naturwunder der Algarve und liegt nur wenige Kilometer von Lagos entfernt. Die Küste ist hier geprägt von bizarren Felsformationen mit steilen Klippen und Grotten. Ein kurzer Spaziergang lohnt sich, die Aussicht ist einfach traumhaft.

Goldene Kalksteinklippen mit natürlichem Felsbogen bei Ponte da Piedade, Algarve. Türkisfarbenes Meer und blauer Himmel mit weißen Wolken.

Ponte da Piedade

Unser Hotel in Lagos, das Hotel Marina Rio, bot nicht nur eine sichere Garage für die Velos, sondern auch einen Pool im 4. Stock – den haben wir nach der Ankunft in vollen Zügen genossen. In Lagos erwartete uns eine lebendige Altstadt, wo wir den Abend bei einem leckeren Essen ausklingen liessen.

Dachpool im Hotel Marina Rio in Lagos mit zwei Schwimmern bei Sonnenuntergang. Dramatischer orange-blauer Himmel über der Stadtsilhouette.

Pool im Hotel Marina Rio in Lagos

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53 km mit dem Umweg zum Leuchtturm Cabo de Sao Vicente

Hotel Marina Rio

Ponte da Piedade und das Dorf Luz

Tag 3: Lagos - Portimão

Die heutige Strecke war etwas kürzer, aber keineswegs langweilig. Gleich ausserhalb von Lagos fuhren wir an Muschelfarmen vorbei. Ein Teil der Route führte uns entlang der EuroVelo 1, von der wir auch während den nächsten Tagen immer mal wieder die Beschilderung sehen werden.

 

Radfahrer auf orangefarbenem Schotterweg zwischen Lagos und Portimão entlang der Algarve-Küste mit Lagune, trockener Vegetation und blauem Himmel.

Veloweg entlang der Küste

Der Abschnitt zwischen Odiáxere und Alvor war eine unerwartete Herausforderung: die stark befahrene Hauptstrasse erforderte volle Konzentration.

In Alvor, einem charmanten Städtchen direkt am Meer, legten wir unsere Mittagspause ein. Bei leckerem Essen und später einem Kaffee liessen wir den Blick über den Atlantik schweifen – pure Entspannung.

Portugiesisches Azulejo-Fliesenbild mit Segelschiffen, flankiert von zwei großen grünen Keramikvasen auf verzierten Holzständern in Alvor.

Blaue Fliesenwandmalerei in Alvor

Danach ging es ruhig weiter in Richtung Portimão. Nach der Ankunft im Hotel brauchte es nur wenige Schritte und wir konnten eine Abkühlung im Meer geniessen. Ein herrlicher Abschluss unserer Etappe! Dies war die ideale Belohnung nach einem Tag im Sattel.

Sandstrand am Praia do Amado mit Fußspuren im Sand, anrollenden Wellen und dramatischen Felsformationen entlang der Algarve-Küste.

Abkühlung am schönen Strand Praia do Amado

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Ca. 35 km, eher kürzere Etappe

Turim Presidente Hotel, direkt am Strand «Praia do Amado» etwas ausserhalb vom Stadtzentrum

  • Städtchen Alvor
  • Strand direkt vor dem Hotel in Portimão
  • Genügend Zeit am Nachmittag, um im Meer zu baden

Tag 4: Portimão - Albufeira

Wir starteten den Tag mit der Überquerung der Brücke von Portimão nach Ferragudo, einem ehemaligen Fischerdorf, das seinen Charm behalten hat und neben seinem grossen Nachbar Portimão eher unbekannt geblieben ist. Danach führte die Route ins Hinterland und es folgte ein ungewöhnlicher Abschnitt durch eine längere Baustelle, bis uns bewusst wurde, dass hier ein Golfplatz erstellt wird.

Fußgängerbrücke mit blauem Geländer über den Arade-Fluss in Portimão, Algarve. Blick auf Uferpromenade mit Palmen und weißen Gebäuden.

Brücke zwischen Portimão und Ferragudo

In Lagoa hätten wir gerne die schöne Kirche als Highlight besucht, doch sie lag nicht direkt auf unserer Route und auch eine Bäckerei für die bekannten Florados de Lagoa, einem traditiellen Klostergebäck, fanden wir leider nicht. Dafür war Abenteuer angesagt: Heute war unser „Mountainbike-Tag“: Schotter- und Sandwege begleiteten uns ab Lagoa bis Armação de Pêra.

Unterwegs trafen wir auf eine Velofahrerin, die seit August von Deutschland aus unterwegs ist – beeindruckend! In Armação de Pêra legten wir eine kurze Mittagspause direkt am Meer ein. Die Wettervorhersagen für den Nachmittag hatten Regen angesagt und so wollten wir die weiteren Kilometer rasch hinter uns bringen.

Zwei Radfahrer auf einem Sandweg bei Lagoa, Algarve. Der Weg ist von Vegetation gesäumt unter bewölktem Himmel.

Dunkle Wolken kündigen Regen an

Vor dem Regen gab es aber noch einen kurzen Stop bei «Lagoa dos Salgados», einer wunderschönen Lagune an der Algarve, zwischen Armação de Pêra und Praia da Galé. Sie ist Teil eines geschützten Naturgebiets. Es gibt einen erhöhten Holzsteg, wo man zu Fuss oder mit dem Velo entlangfahren kann.

Holzsteg durch Sanddünen zur Lagoa dos Salgados Lagune mit grüner Vegetation und bewölktem Himmel in der Algarve.

Holzsteg an der Lagoa dos Salgados

Die letzten Kilometer führten uns nach Albufeira - bei strömendem Regen. Nass erreichten wir die Altstadt (Albufeira Velha) und mussten dann noch den letzten Hügel bewältigen, da das Hotel etwas ausserhalb lag. Die Stadt wollten wir am nächsten Tag besichtigen. Albufeira ist einer der bekanntesten Ferienorte in der Algarve und entsprechend reihten sich im Zentrum viele Hotels und Bars aneinander. Albufeira wird auch «Ballermann der Algarve» genannt.

Radfahrerin in roter Regenjacke und Helm auf E-Bike in nasser Kopfsteinpflasterstraße in Albufeira. Fußgänger mit Schirmen im Hintergrund.

Verregnet durch die Altstadt von Albufeira

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44 km von Hotel zu Hotel (beide Hotels liegen etwas ausserhalb des Zentrums)

Hotel Vila Galé Cerro Alagoa, grosses 4* Hotel mit ohne viel Charme, ist eher ein Gruppenhotel

  • Ferragudo
  • Lagoa dos Salgados (eine Salzlagune)

Tag 5: Albufeira - Faro

Der Tag begann mit Regen, aber es sollte besser werden. Um 10.30 Uhr hatte der Regen aufgehört und wir starteten unsere Tour. Schon bald wurde klar: Albufeira ist riesig, die Hotelanlagen ziehen sich bis nach Quarteira, wo uns eine schöne Promenade erwartete – perfekt für eine kurze Pause.

Vom starken Regen hatte es noch immer grosse Pfützen auf den Strassen. Anfangs haben wir versucht auszuweichen, doch irgendwann sind wir einfach direkt hindurchgefahren – die Velos müssen sicherlich gut gewaschen werden nach der Tour.

Küstenansicht von Albufeira mit weißen Häusern am Hang, Sandstrand und Atlantik unter blauem Himmel mit Wolken.

Strandblick etwas oberhalb von Albufeira

In den Reiseunterlagen hiess es, dass wir heute teilweise Sandabschnitte haben – WAS? Wie geht das mit dem Velo? Den ersten Strandabschnitt haben wir noch umfahren, aber beim zweiten Abschnitt haben wir uns getraut und sind auf Sand gefahren, doch teilweise mussten wir die Velos dann doch stossen.

Danach ging es weiter Richtung Natur: Der Naturpark Ria Formosa mit der Ecovia do Litoral war ein echtes Highlight. Der lange Holzsteg, der auch als Veloweg genutzt werden kann, führt durch eine traumhafte Landschaft voller Vogelstimmen und Dünen.

Holzsteg mit Geländer durch die Feuchtgebiete des Naturparks Ria Formosa unter blauem Himmel. Zwei Radfahrerschatten auf dem Weg.

Sandige Velowege im Naturpark Ria Formosa

Später umfuhren wir den Flughafen Faro. Die letzten fünf Kilometer waren anstrengend: enge Wege, vom Unwetter am Morgen noch sehr nass und nicht besonders schön. Interessant war immerhin, dass man Flugzeuge aus nächster Nähe beobachten konnte. Ein spannender Kontrast zur Ruhe der Natur im Ria Formosa.

Flugzeug steigt über dem Flughafen Faro auf, mit grünem Sicherheitszaun entlang eines Feldwegs unter bewölktem Himmel in der Algarve.

Flugzeug startet vom Flughafen Faro

Zum Abschluss erwartete uns Faro mit einer sehr schönen Altstadt – enge Gassen, historische Plätze und ein Hauch von Geschichte. Unser Hotel hatte eine super Lage, ideal um den Tag entspannt ausklingen zu lassen.

Luftaufnahme des Faro-Hafens voller Boote bei Sonnenuntergang. Historische Stadtgebäude und Uferpromenade unter pastellfarbenem Himmel.

Ausblick auf den Hafen vom Hotelzimmer

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Ca. 50 km, schönste Etappe der gesamten Tour (bis auf den Schluss, mit der Strecke um den Flughafen)

AP Eva Senses, super Standort, direkt vor der Altstadt von Faro an der Marine mit Blick auf den Hafen. Schöne Sonnenuntergänge kann man in der Rooftop Bar mit einem Drink geniessen. Bei uns war die Bar im Umbau, daher gab es den Sonnenuntergang ohne Drink.

Naturpark Ria Formosa

Tag 6: Faro - Tavira

Wir verliessen Faro entlang der Eisenbahnstrecke und tauchten ein in eine ländliche Landschaft. Links und rechts begleiteten uns Gemüsefelder und Gewächshäuser, dazwischen immer mal wieder Orangenbäume. Ein Teil der Strecke führte wieder in den Naturpark Ria Formosa und dort entdeckten wir Flamingos, die im Wasser nach Nahrung suchten – ein faszinierender Anblick. Die Ruhe, die Weite und die Vielfalt der Tierwelt machten diesen Abschnitt auch wieder sehr abwechslungsreich.

Weiße Watvögel in flachen Wasserkanälen des Naturparks Ria Formosa bei Faro, mit goldenem Marschland, fernen Hügeln und bewölktem Himmel.

Flamingos im Naturpark Ria Formosa

Mittags erreichten wir Fuseta. Im Restaurant Borda d’Água konnten wir frische Spezialitäten direkt am Meer geniessen. Der Ort selbst widerspiegelt den Charme der Algarve und ist auch der Hauptschauplatz der deutschen Krimireihe "Lost in Fuseta", ein Tipp für alle, die noch etwas mehr in die Umgebung eintauchen möchten.

Sandwich mit Chips und Poke Bowl mit Lachs auf Holztisch. Strand mit blau gestreiften Liegen und Strohdächern im Hintergrund.

Frisches Mittagessen im Strandrestaurant

Danach radelten wir weiter bis Tavira, eine der charmantesten Städte an der Ostalgarve. Tavira gilt als authentisches Portugal, fernab vom Massentourismus und wird auch als «Venedig der Algarve» bezeichnet. Die Altstadt ist ein Labyrinth aus kopfsteingepflasterten Gassen, weissen Häusern und kleinen Plätzen. Hier findet man traditionelle Architektur und die berühmten Azulejos (portugiesische Kacheln).

Meine Eltern haben vor dem Abendessen noch ein traditionelles Fado-Konzert in der Igreja da Misericórdia besucht. Dort wird fast täglich ein Konzert von ca. 45 Minuten veranstaltet - sehr zu empfehlen.

Weiße Ponte Romana Brücke mit mehreren Bögen über ruhigem Fluss in Tavira, Algarve. Historische Gebäude und Palmen säumen das Ufer unter blauem Himmel.

Ponte Romana Brücke in Tavira

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ca. 44 km bis zum Hotel

Pousada Convento Tavira (Ein Charme Hotel, das wir uns für den Abschluss gewünscht haben). Das Hotel hat eine einzigartige Geschichte als ehemaliges Kloster aus dem 16. Jahrhundert und verbindet historische Architektur mit modernem Komfort. Es bietet eine ruhige Oase, Innenhof, Swimmingpool und archäologische Funde aus der maurischen Periode, die während Umbauarbeiten des Hotels freigelegt wurden.

  • Flamingos im Ria Formosa
  • Fuseta
  • Pousada Convento Tavira

Tag 7: Tavira – Vila Real de Santo Antonio

Unser letzter Tag auf dem Velo startete mit einer Schotterstrasse, die uns aus Tavira hinausführte. Schon bald erreichten wir Cabanas de Tavira, ein charmantes Küstendorf. Von hier kann man mit dem Boot-Taxi auf die Insel übersetzen. Die vorgelagerte Ilha de Tavira ist ein Naturparadies mit kilometerlangen Sandstränden. Sie ist per Boot von Tavira oder Cabanas aus erreichbar. Wer also keine Lust mehr auf Velofahren hat, kann sich dort entspannen. Wir wollten aber bis zur spanischen Grenze radeln.

Person am Wasserrand in Cabanas de Tavira mit fliegenden Möwen, verankerten Booten im ruhigen Wasser und dramatischem Wolkenhimmel.

Cabanas de Tavira

Also ging es weiter nach Cacela Velha, einem kleinen, malerischen Dorf mit weissen Häusern und Blick auf die Lagune. Danach folgte ein Abschnitt entlang der Hauptstrasse bei Altura, bevor wir in Monte Gordo ankamen. Hier machte Velofahren wieder Spass: eine schöne Strecke durch den Park und auf einem gut ausgebauten Veloweg, umgeben von Pinien und Dünen.

Küstenlandschaft bei Cacela Velha mit Wattflächen, Sandbänken und ruhigem Wasser unter blauem Himmel mit weißen Wolken.

Küstenblick bei Cacela Velha

In Vila Real de Santo Antonio teilten wir uns auf. Meine Mutter und mein Bruder wollten die Rückfahrt mit dem Zug machen. Die Velos kann man ohne Probleme in den Regionalzug nehmen und im Zug dann das Ticket lösen. Da die Velos schwer sind, hilft das Bahnpersonal auch beim Einladen.

Zu zweit gab es dann noch ein kleines Mittagessen und anschliessend folgte die Rückfahrt mit dem Velo. Diese hatte es in sich: hügelig und mit kräftigem Gegenwind. Doch sie führte durch ein wunderschönes Hinterland, was den Tag perfekt abrundete und einen schönen Abschluss der Veloreise darstellte.

Radfahrer mit blauer Weste und Helm steht mit Tourenrad am Fluss Gilão in Tavira. Historische Gebäude sind über das Wasser sichtbar.

Wieder zurück am Fluss Gilão in Tavira

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Ca. 64 km (gesamte Tour, bis Vila Real de Santo Antonio sind es knapp 30 km)

Pousada Convento Tavira

  • Sicht auf die Ilha de Tavira
  • Spanische Grenze in Vila Real de Santo Antonio
  • Stolz die Tour gemeistert zu haben

Die Mitnahme von Velos ist möglich, aber ein paar Punkte sollte man beachten: Fahrplan prüfen, da nicht alle Züge Velos transportieren. Beim Einsteigen auf das Velozeichen am Zug achten. Das Ticket direkt bar im Zug bezahlen, denn online können Tickets mit Velo nicht gelöst werden. Der Einstieg in den Zug hat einen grossen Absatz, daher ist etwas Kraft oder die Mithilfe des Bahnpersonals nötig – besonders bei E-Bikes, die doch ziemlich schwer sind. Regionalzüge Algarve: https://www.cp.pt/pt

Tag 8: Tavira Abreise

Heute ging es mit dem Uber von Tavira nach Faro. Wir hatten geplant, vor dem Rückflug noch ein wenig zu shoppen. Doch wir hatten nicht bedacht, dass heute Allerheiligen ist – viele Läden waren geschlossen. Trotzdem haben wir die Zeit genutzt, um durch die Strassen zu schlendern und die Atmosphäre zu geniessen. Faro hat auch ohne Shopping seinen Charme, und so verabschiedeten wir uns von der Algarve mit vielen schönen Erinnerungen.

Für die Rückreise flogen wir mit Edelweiss direkt von Faro nach Zürich.

Weiße Fliesenbank mit blauem Azulejo-Panel und goldenem Rahmen im Hafen von Faro. Marina mit Segelbooten und bewölktem Himmel im Hintergrund.

Schöne Bank im Hafen von Faro

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  • Gemütliches Frühstück im Hotel in Tavira
  • Faro Altstadt

 

Fazit

Unsere Veloreise entlang der Algarve war abwechslungsreich und voller Highlights – von den spektakulären Klippen bei Sagres bis zur ruhigen Schönheit des Naturparks Ria Formosa. Die Mischung aus Küstenwegen, Schotterpisten und charmanten Orten wie Sagres, Faro und Tavira machte jede Etappe einzigartig.

Kulinarisch verwöhnten uns frischer Fisch und Meerblick fast täglich. Die Einbahnzeichen sowie auch das allgemeine Fahrverbot gelten für Motorfahrzeuge und müssen mit dem Velo nicht allzu streng befolgt werden - das haben wir vor allem in Albufeira gelernt. Trotz einigen Herausforderungen wie Regen, Schotter und engen Wegen bleibt die Erinnerung an diese Tour unvergesslich – eine perfekte Kombination aus Natur, Kultur und Genuss.

Holzaussichtsplattform mit Geländer mit Blick auf den Atlantik bei Sagres, Algarve. Blauer Himmel mit weißen Wolken über der Küste.

Atemberaubender Blick über die Küste der Algarve

Porträt von Anja Kostidis mit langen dunklen Haaren, Brille und weißem Oberteil vor grauem Hintergrund.

Interessieren Sie sich für diese Reise? Wir sind gerne für Sie da.

Anja Kostidis

Eurotrek AG
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