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Panoramablick vom Stockhorn mit gestaffelten Bergketten, grünen Almwiesen, bewaldeten Hängen und einem kleinen Bergsee unter blauem Himmel.

Wanderferien: Drei Pärke Tour von Sara

Zwischen Wildnis, Alpenruhe und grossen Aussichten

Fünf Tage zu Fuss durch eindrückliche Naturpärke – vom ursprünglichen Simmental über die stillen Landschaften des Naturparks Gantrisch bis in die Freiburger Voralpen. Dabei wechseln sich aussichtsreiche Höhenwege, traditionelle Alpgebiete, dichte Wälder und charmante Bergdörfer beinahe nahtlos ab.

Besonders eindrücklich war für uns die Ruhe unterwegs. Oft begegneten wir stundenlang kaum jemandem und konnten die Landschaft ganz für uns allein geniessen. Genau diese Mischung aus Natur, Ursprünglichkeit und herzlicher Gastfreundschaft macht diese Route so besonders.

Highlights der Reise 

  • Wetterdrama am ersten Wandertag mit Wechsel von Sonne, Regen und Hagel im Minutentakt
  • Die spektakuläre Aussicht vom Stockhorn mit Sicht auf Eiger, Mönch und Jungfrau
  • Einsame Wanderwege durch mystische Moorlandschaften im Naturpark Gantrisch
  • Wellness und leckeres Essen in der Hostellerie am Schwarzsee
  • Alpine Wildnis ohne Massenandrang
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Die Tour eignet sich besonders von Juni bis September. Dann sind die meisten Alpen geöffnet und die Wege schneefrei. Wer Ruhe sucht, reist am besten unter der Woche. Wir waren oft stundenlang ganz allein unterwegs.

Die Wanderungen sind abwechslungsreich und teilweise durchaus fordernd. Der 1. Tag beinhaltet einen steilen Aufstieg und der 3. Tag einen steilen Abstieg. Hier ist eine gute Grundkondition und Trittsicherheit empfehlenswert. Die restlichen Tage sind gemütlicher und einzelne Strecken können auch mit dem Postauto oder dem Sessellift abgekürzt werden.

Unterwegs begegnet man immer wieder regionalen Spezialitäten aus dem Simmental und dem Freiburgerland: würziger Alpkäse, Rösti, Trockenfleisch und feine Meringues mit Doppelrahm. Nach langen Wandertagen schmeckt alles doppelt gut.

Tag 1: Zweisimmen - Grimmialp

Ein steiler Start

Bereits die Ankunft in Zweisimmen fühlte sich nach Ferien an. Der Bahnhof gehört für mich zu den hübschesten der Schweiz – holzverkleidet, voller Blumen und mit viel Berner Oberländer Charme. Das Gepäck war schnell abgegeben und kurz darauf ging es bereits steil bergauf Richtung Gubi.

Traditionelles Schweizer Fachwerkgebäude mit Bahnhof Zweisimmen und Uhrturm. Blaues Bahnhofsschild und Touristeninformation sichtbar.

Start am hübschen Bahnhof Zweisimmen

Das Wetter meinte es spannend mit uns: Innerhalb weniger Minuten wechselten sich Sonnenschein, Regen und sogar Hagel ab. So waren wir die ersten Stunden mehrheitlich damit beschäftigt, die Regenjacke an- und wieder auszuziehen.

Auch der steile Anstieg durch Wiesen und matschige Alpwege hatte es in sich. Doch die wechselnde Aussicht und die mystisch vorbeiziehenden Nebelschwaden liessen uns die Schweissperlen auf der Stirn vergessen.

Braune Ziege mit langen gebogenen Hörnern und Glocke auf grüner Almwiese bei Grimmialp, mit Berggipfeln und Tal im Hintergrund.

Nasse Ziege auf einer Alp

Nach rund drei Stunden erreichten wir die Alp beim Stierenberg – genau rechtzeitig für eine wohlverdiente Pause mit feinem «Cheesbrätel» von der Alp. Die Aussicht, die frische Bergluft und vor allem die Ruhe machten diesen Ort besonders.

Von der Alp Seeberg führte der Weg nochmals rund 2,5 Stunden weiter bis zur Grimmialp. Die letzten Kilometer zogen sich etwas, doch die dichte und farbige Fauna sowie die Abendstimmung im Tal entschädigte dafür umso mehr.

Zwei lächelnde Frauen stoßen mit Weißwein an einem Tisch im Freien an. Schweizer Kantonsflaggen und Schweizer Kreuz-Wimpel schmücken den Hintergrund mit Brunnen.

Wohlverdienter Apéro im Ziel

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Je nach Tempo und Pausen rund 6 Stunden Wanderzeit.

Hotel Kurhaus Grimmialp. Seit 1899 haben hier illustre Gäste wie z.B. Albert Einstein ihre Trink- und Badekuren mit Mineralwasser aus der Alp Grimmi verbracht. In den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts übernahm eine Schwesternschaft das Haus und führte viele notwendige Sanierungen durch. Heute ist es ein Familienbetrieb und wird weiterhin christlich geführt.

Die vielfältige Landschaft, die ruhigen Alpwege, die Aussicht beim Stierenberg und die völlige Abgeschiedenheit unterwegs.

Tag 2: Grimmialp - Oey

Das Simmental wie im Bilderbuch

Am zweiten Tag kombinierten wir die Talwanderung mit der Tschuggen-Alpwanderung. Der Morgen begann gemütlich entlang des Bachs, immer wieder über kleine Holzbrücken und vorbei an liebevoll geschnitzten Figuren. Zahlreiche Grillstellen hätten zu einer Pause eingeladen, für uns war es dafür allerdings noch etwas zu früh.

Überdachte Holzbrücke über einen Bergbach bei Grimmialp, mit grünen Wiesen, Alphütten und felsigen Gipfeln im Hintergrund.

Holzbrücke über den Bergbach Fildrich

Nach rund 1.5h sind wir an der Talstation der Wiriehornbahnen angekommen. Hier haben wir uns kurz überlegt, mit dem Sessellift in die Höhe und einem Trottinett die Bergstrasse wieder hinunter ins Tal zu fahren. Wir entschieden uns jedoch schliesslich bergauf in Richtung Tschuggen zu wandern und die typischen Simmentaler Landschaften aus einer anderen Perspektive zu sehen.

Besonders schön war der Abschnitt durch Diemtigen mit seinen prachtvollen Bauernhäusern. Die grossen Holzhäuser mit ihren verzierten Fassaden wirken fast wie aus einer anderen Zeit und geben der Region ihren ganz eigenen Charakter.

Traditionelles Holzbauernhaus in Diemtigen mit verwitterten Fensterläden und bunten Geranien in Blumenkästen und Körben.

Wunderschön mit Blumen geschmückte Bauernhäuser

In Oey angekommen, fanden wir leicht zum Hotel Hirschen, ein familiär geführtes Hotel mit charmanten Zimmern. Wir blieben jedoch nicht lange, da das Restaurant geschlossen war und wir uns entschieden, einen Abstecher ins schöne Spiez zu machen. Die Fahrt mit der Bahn dauerte nur 16 Minuten.

Direkt am Thunersee gelegen, bietet Spiez eine wunderschöne Abendstimmung mit Blick aufs Wasser und die Berge. Gerade nach einem Wandertag ist das der perfekte Ort für einen Apéro am Seeufer.

Holzschild Spiez mit Seeblick, historischem Schloss mit Turm, Bergen und Thunersee. Text: 'Kraftort am Wasser'.

Ausblick auf das Schloss Spiez und den Thunersee

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Mit der zusätzlichen Tschuggen-Alpwanderung etwa 5 bis 6 Stunden.

Im Hotel Hirschen in Oey. Wir empfehlen jedoch die Übernachtung in Spiez am schönen Thunersee.

Die idyllischen Bachwege, traditionelle Simmentaler Bauernhäuser und ein erfrischendes Fussbad im wilden Fildrich-Bach am Ende der Tour.

Tag 3: Oey - Gurnigelpass

Atemberaubendes Panorama und neugierige Ziegen

Mit dem Zug ging es am Morgen nach Erlenbach im Simmental. Dort brachte uns die Seilbahn direkt hinauf aufs Stockhorn – eines der grossen Highlights der gesamten Reise.

Oben eröffnete sich ein Panorama, das man so schnell nicht vergisst: Tief unten glitzerte der Thunersee, während sich nicht weit entfernt die grossen Gipfel von Eiger, Mönch und Jungfrau zeigten. An klaren Tagen reicht die Sicht bis in den Schwarzwald.

Wanderin mit Rucksack und Wanderstöcken steht am felsigen Gipfel-Aussichtspunkt auf dem Stockhorn mit Blick auf Alpentäler und Bergketten.

Ausblick in die Berge vom Stockhorn

Nach dem aussichtsreichen Start folgte ein steiler Abstieg, bevor die Wanderung gemütlicher Richtung Leiterenpass weiterführte. Unterwegs passierten wir zahlreiche Alpen, allerdings ohne Einkehrmöglichkeiten. Genügend Wasser und Proviant sind deshalb wichtig. Dafür entschädigte die Aussicht fast durchgehend.

Kurz nach dem Leiterenpass wurden wir von einigen Ziegen begleitet, die offenbar Gefallen an unserer Gesellschaft gefunden hatten.

Wanderin mit Rucksack steht hinter einer beigen Ziege auf einem steinigen Weg am Gurnigelpass, mit Almwiesen und bewaldeten Hügeln.

Ziegen haben hier Vortritt

Am Abend erreichten wir die Gantrischhütte. Tagsüber herrschte dort reger Betrieb, denn der Pass ist beliebt bei Motorradfahrern. Doch sobald die Sonne unterging, kehrte Ruhe ein. Dann zeigte sich das echte Alpenleben: Kuhglocken, frische Bergluft und dank eindrücklicher Nachtdunkelheit ein Himmel voller Sterne.

Sonnenuntergang über bewaldeten Bergkämmen bei der Gantrischhütte. Orange und goldene Wolken erhellen den Himmel über dunklen Hügeln.

Sonnenuntergang von der Gantrischhütte

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Rund 5 Stunden Wanderzeit, je nach Pausen.

In der Gantrischhütte, direkt am Gurnigelpass.

Die 240°-Aussicht vom Stockhorn, die Alpenlandschaften unterwegs und der klare Sternenhimmel in der Nacht.

Tag 4: Gurnigelpass - Schwarzsee

Wo aus Sturm Lothar neues Leben entstand

Der vierte Tag war die längste, aber gleichzeitig auch die abwechslungsreichste Etappe der Reise. Da wir an einem Montag unterwegs waren, begegneten wir erneut keiner einzigen Menschenseele.

Besonders eindrücklich war der Abschnitt durch die Wälder des Naturparks Gantrisch. Sturm Lothar hatte hier 1999 grosse Schäden hinterlassen, doch anstatt das gesamte Totholz zu entfernen, durfte sich die Natur weitgehend selbst erneuern. Heute sieht man eindrücklich, wie vielfältig dieser Wald geworden ist: Kräuter, junge Sträucher, Vogelbeeren, Erlen und dichte Nadelwälder wechseln sich ständig ab.

Wanderin Sara mit Rucksack auf Bergweg bei Gurnigelpass, umgeben von herbstlich gefärbten Bäumen und Bergen im Hintergrund.

Wandern durch den Naturpark Gantrisch

Immer wieder öffnete sich der Blick Richtung Mittelland und weit bis nach Bern. Unterwegs passierten wir ausserdem den Waldwipfelpfad. Eine schöne Gelegenheit, die Landschaft einmal aus einer anderen Perspektive zu erleben.

Die letzten Kilometer führten dem Bach entlang bis nach Schwarzsee. Nach der langen Etappe freuten wir uns besonders auf die Hostellerie am Schwarzsee und wurden nicht enttäuscht. Grosszügige Zimmer, ausgezeichnetes Essen und eine wunderbare Wellnesslandschaft machten diesen Abend zum perfekten Abschluss eines intensiven Wandertages. Besonders die Sauna tat nach den vielen Kilometern unglaublich gut.

Hostellerie Schwarzsee, ein Holzhotel mit rotem Dach, neben einem See mit Schilf. Grüne Wiesen und bewaldete Hügel im Hintergrund.

Das Hotel ist idyllisch am Schwarzsee gelegen

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Je nach Tempo rund 6 Stunden. Wer etwas mehr Zeit am Schwarzsee verbringen möchte, kann ab Zollhaus aufs Postauto umsteigen, die letzten 6 km gehen gemütlich entlang des Sense-Baches, können aber auch gut ausgelassen werden. Stattdessen empfehle ich den 4 km langen Rundweg um den Schwarzsee.

In der komfortablen Hostellerie am Schwarzsee. Es verfügt über ein Schwimmbad und eine hübsche Wellnessoase – genau das richtige nach 4 Wandertagen.

Die stillen Wälder im Naturpark Gantrisch, der Waldwipfelpfad und die Erholung am Schwarzsee.

Tag 5: Schwarzsee - Jaun

Der letzte Wandertag zeigte sich leider von seiner regnerischen Seite. Deshalb entschieden wir uns für eine kleine Abkürzung mit dem Sessellift von Schwarzsee auf die Riggisalp auf 1400 m.ü.M. Von hier erreicht man die Urlandschaft Brecca mit seinen imposanten Kalkfelswänden. Wer bei schönem Wetter noch etwas Abenteuer erleben möchte, kann sich hier auch eine rasante Fahrt mit der Rodelbahn gönnen.

Frau in roter Jacke im Sessellift zur Riggisalp, mit dem Schwarzsee und grünen Almwiesen im Hintergrund.

Sara nahm die Abkürzung auf die Riggisalp

Nun sind wir im dritten und letzten Naturpark dieser Reise angekommen; dem Gruyère Pays-d’Enhaut. Dank der gewählten Abkürzung mit dem Sessellift und einem kurzen Abstecher in Richtung Brecca Schlund sind wir bereits vor dem Mittag am Euschelpass. Bei schönem Wetter öffnet sich hier die Aussicht auf die imposanten Bergspitzen der Gastlosenkette. Wir hatten jedoch lediglich Augen für die besonders hübsche Bergbeiz hier oben und eine wärmende Tasse Kaffee und Meringues mit Doppelrahm.

Zum Schluss folgt der gut einstündige Abstieg nach Jaun, einziges deutschsprachiges Dorf des Bezirks Gruyère. Vorbei an der schönen Kirche aus dem 19. Jahrhundert erreichten wir bereits das Ziel dieser eher kurzen Etappe. Mit dem Postauto fuhren wir nach Broc Village und von dort weiter mit dem Zug nach Fribourg.

Alpendorf Jaun mit weißer Kirche und rotem Turm in grüner Wiese. Bewaldete Berge mit tiefen Wolken im Hintergrund unter bewölktem Himmel.

Blick auf Jaun

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Mit Sessellift-Abkürzung und kurzem Abstecher zum Brecca Schlund rund 2.5 Stunden.

Für uns in Jaun im Freiburgerland. Wer die Wanderung noch um einen Tag verlängert, erreicht schliesslich Gruyères – eines der bekanntesten mittelalterlichen Städtchen der Schweiz. Dort warten das berühmte Schloss, die autofreien Gassen, der weltbekannte Greyerzer Käse und natürlich die typischen Freiburger Spezialitäten.

Der idyllische Schwarzsee, der mystische Euschelpass, die gemütlichen Bergbeizen und die Aussicht ins Freiburgerland.

Fazit

Die Drei Pärke Tour überrascht vor allem durch ihre Vielfalt. Innerhalb weniger Tage wechseln sich wilde Berglandschaften, stille Wälder, traditionelle Dörfer und aussichtsreiche Höhenwege ab.

Auf jeder Etappe haben wir eine neue Geschichte zum Leben auf der Alp, den uralten Traditionen oder dem imposanten Wandel der Natur erlebt. Gleichzeitig erlebt man immer wieder diese besondere Ruhe, die viele Wanderungen in der Schweiz so einzigartig macht.

Zwei lächelnde Frauen mit Sonnenbrillen sitzen an einem Tisch im Freien mit Weißweingläsern in Oey, Schweiz.

Zwei Freundinnen auf der Drei Pärke Tour

Professionelles Portrait von Andrea Dinkel, einer lächelnden Frau mit Brille, braunen geflochtenen Haaren und beigem Hemd vor grauem Hintergrund.

Möchten Sie diese Reise buchen? Wir sind gerne für Sie da.

Andrea Dinkel

Eurotrek AG
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Drei Wanderer gehen entlang eines schmalen Felsgrats am Stanserhorn mit dramatischen Kalksteinfelsen und Schweizer Alpengipfeln im Hintergrund.
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