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Wanderin sitzt auf Steinmauer mit Blick auf terrassierte Rebberge im Douro-Tal. Hügel mit Weinreihen unter bewölktem Himmel.

Wanderferien: Duoro-Tal von Ines

Charmantes Douro-Tal – warten auf den Sprung in den Pool!

Mit viel Vorfreude reiste ich mit meinen Eltern, Tante und Onkel Ende Mai nach Portugal, genauer gesagt ins Douro-Tal nach Pinhão. Uns erwartete eine Genusswanderreise weit weg von Mainstream und Menschenmassen, auf der wir den Norden des Landes mit allen Sinnen geniessen konnten.

Blühende Obstbäume wie Kirsche, Aprikose, Pfirsich – diese Vielfallt an Früchten habe ich noch nie an einem Ort gesehen –, blühende Blumenpracht und herzliche einheimische Begegnungen begeisterten uns jeden Tag aufs Neue. Die Wanderung führt ausschliesslich durch Weinberge mit allen Generationen von Rebstöcken, von jungen bis zu uralten. Für Weinliebhaber ein Paradies, aber auch für Personen wie ich, die nicht viel mit Wein am Hut haben, eine sehr vielfältige und spannende Wanderreise.

Highlights der Reise 

  • Wanderungen durch wunderschöne Rebberge
  • Pool in jedem Hotel
  • Ruhe in der Natur Portugals
  • Authentische herzliche Begegnungen mit Einheimischen
Karte mit roter Wanderroute durch das Douro-Tal, die Alijó, Casal de Loivos, Pinhão, Provesende und Vilarinho de São Romão verbindet. Blaue Linie zeigt Douro.
Entschuldigung! Es konnten keine FAQ gefunden werden. Bitte versuche einen anderen Suchbegriff.

Die Tour ist von März bis Oktober buchbar. Da es im Sommer sehr heiss werden kann, empfehle ich die Wanderferien zwischen März und Juni oder im September/Oktober zu buchen.

Mittel - Die Wanderwege sind gut befestigt. Die Wanderungen sind bis zu 6 Stunden und für die Auf- und Abstiege reicht eine gute Grundkondition. 

Tag 1: Anreise nach Porto

Die lebendige, junge Stadt am Douro

Ausgerüstet mit unserem Wandergepäck und Kamera für die Videoproduktion ging es mit dem Flug von Zürich nach Porto. Kaum gelandet, holte uns der Taxifahrer ab, Transfer inkludiert im Preis, der uns direkt zum Neya Hotel fuhr. Glücklicherweise konnten wir schon im Hotel einchecken und gingen dann auch gleich los, um die Stadt zu erkunden.

Porto ist eine sehr lebendige, junge Stadt, mit einer lockereren Atmosphäre, was mir sehr gut gefiel. Dies kann aber auch an dem Festival liegen, welches gerade stattfand. Jedenfalls ein sehr gelungener Ferienstart und eine Stadt zum Erleben und Entdecken.

Panoramablick auf Portos historischen Hang mit Gebäuden mit Terrakottadächern entlang des Douro. Rechts ist ein Metallbrückenbogen sichtbar.

Blick auf Porto mit der Brücke Ponte Dom Luís I

Tag 2: Bahnfahrt nach Pinhão

In der ältesten Weinbauregion der Welt

Mit dem touristischen Erlebniszug fuhren wir am nächsten Tag in 2 Stunden durch die idyllische Landschaft am Fluss Douro von Porto nach Pinhão. Da ich meine Reise dieses Mal auch auf Video dokumentieren durfte, war ich sehr froh darüber, dass sich die Zugfenster öffnen liessen und ich so schon die ersten tollen Aufnahmen der Zugfahrt einfangen konnte. Es dauerte noch etwas, bis der Zug das schöne Douro-Tal erreichte.

Blick auf den Douro-Fluss, der sich durch grüne Hügel mit terrassierten Weinbergen schlängelt. Dichte Vegetation bedeckt die felsigen Flussufer.

Ausblick vom Zug auf der Fahrt ins Douro-Tal

Der Douro-Fluss entspringt in Spanien in der Provinz Soria und mündet bei Porto im Atlantischen Ozean. Er ist etwa 897 km lang und meist flankiert von terrassenförmig angelegten Weinbergen, die das Bergland bedecken. Dies ist das prägende Landschaftsbild dieser Wanderung in der Weinregion Alto Douro. Sie ist die älteste Weinbauregion der Welt und gehört somit auch zum UNESCO-Welterbe.

Bahnsteig des Bahnhofs Pinhão mit Reisenden und traditionellen portugiesischen Azulejo-Fliesen mit Douro-Tal-Motiven an den Wänden.

Ankunft am Bahnhof von Pinhão

Tag 3: Pinhão – Vilarinho de São Romão

Traumblick nach steilem Aufstieg

Der erste Wandertag begann mit einem steilen Aufstieg, besser gesagt, die ganze erste Etappe ging nur bergauf. Dies, weil unser erstes Etappenziel ca. 690 m oberhalb von Pinhão lag. Der steile Einstieg in die Weinberge des Douro-Tals ist mit einer guten Grundkondition problemlos machbar. Es lohnt sich allemal, vor allem auch für die anschliessende Aussicht zurück auf Pinhão und den Douro-Fluss, welcher von hier oben sehr klein aussieht. Es wird einem bewusst, wie gross und verwinkelt die wunderbare Weinregion ist.

Luftaufnahme des Dorfes Pinhão mit roten Ziegeldächern am Douro, umgeben von terrassierten Weinbergen an Hängen unter blauem Himmel.

Ausblick auf Pinhão und den Fluss Douro

Nach den ersten Eindrücken der weitläufigen Gegend kamen wir in der Unterkunft Casa de Vilarinho de São Romão an und wurden herzlich begrüsst. Eine grosszügige Gartenanlage mit Pool umfasst das historische Gebäude, in dem wir nun 2 Nächte bleiben durften. Ein Ziel meiner Videoaufnahmen war, einen Sprung in den Pool zu filmen. Da jedoch eine Stunde nach unserer Ankunft der Regen kam, musste ich dies auf den nächsten Tag verschieben.

Zwei Wanderinnen mit Rucksäcken in Weinberg bei Vilarinho de São Romão. Grüne Reben, Hügel und weiße Gebäude unter blauem Himmel.

Die erste Etappe fast geschafft

Tag 4: Rundwanderung Fluss Pinhão

Inmitten der Blumenpracht der Qunita Manoella

Gut ausgerüstet mit einem leckeren Lunchpaket der Unterkunft, starteten wir in den zweiten Wandertag. Da die Landschaft sehr hügelig ist, führte uns der Weg zuerst durch die Weinberge hinunter bis zum Fluss Pinhão, welcher von Wald umgeben ist. Unten angekommen, ging es wieder hoch zurück zum Ausganspunkt.

Gruppe von Wanderern auf einem Feldweg durch terrassierte Rebberge im Douro-Tal unter blauem Himmel mit weißen Wolken.

Abstieg durch die Weinreben

Der Aufstieg sieht von weitem ziemlich steil aus, jedoch waren wir sehr erstaunt, wie schnell wir wieder an Höhe gewannen. Die Rundtour glänzte mit der von farbigen Blumen umgebenen Quinta Manoella, ein landwirtschaftliches Anwesen, inmitten der Weinbergen mit einer schönen Aussicht über die ganze Hügellandschaft, die unendlich wirkte. Zurück in der Unterkunft angekommen, musste ich den Sprung in den Pool leider wieder auslassen, da der Regen pünktlich nach unserer Wanderung eintraf.

Türkisfarbener Pool umgeben von grüner Wiese und Sonnenliegen, eingerahmt von Weinblättern. Terrassierte Weinberge an Hängen im Hintergrund.

Aussicht auf den Pool der Unterkunft

Tag 5: Vilarinho de São Romão – Alijó

Die Landschaft verändert sich

Nach dem reichhaltigen Frühstück verliessen wir die Unterkunft in Vilarinho de São Romão und zogen weiter bis nach Alijó. Der Weg führte uns quer durch die Weinberge hinunter bis zum Fluss und auf der anderen Seite wieder steil bergauf bis zur idyllischen Kleinstadt Sabrosa und weiter nach Favaios. In Favaios, fast am Ziel angekommen, machten wir eine längere Pause und besuchten das kleine Stadtmuseum, welches über die Weinproduktion vor Ort und die traditionelle Herstellung des Favaios Brots informiert.

Schwarze verzierte Metallbank auf Kopfsteinpflaster mit Blick auf grüne Weinberge und Dorf mit Kirchturm im Douro-Tal, Portugal.

Blick auf das Dorf Favaios

Anschliessend wanderten wir weiter nach Alijó und sahen in der Ferne, wie sich die Landschaft im Hintergrund veränderte. Die Berge waren nicht mehr bedeckt mit Weinreben, sondern erschienen felsiger. Plötzlich zeigte sich uns eine komplett andere Landschaft als die drei Tage davor inmitten der Weinregion. Alijó ist eine grössere Ortschaft und wir übernachteten im Herrenhaus Pousada mit herrlichem Pool.

Ich schaffte es heute zumindest schon mal bis zum Liegestuhl, ruhte mich etwas aus, da kamen auch schon wieder die ersten Regenwolken – und so war es mit dem Sprung in den Pool wieder nichts. Wir haben dafür den Tag in der Hotellobby mit einem Glas Wein ausklingen lassen.

Orangefarbener Wegweiser nach Alijó auf der Wanderroute PR14, an einem Pfahl neben einem Kopfsteinpflasterweg mit Bäumen und grünen Büschen.

Fast geschafft - Wegweiser nach Alijó

Tag 6: Rundwanderung São Mamede da Ribatua

Im Dorf der Schwalben

Heute stand die zweite Rundwanderung auf dem Programm. Sie führte bis zum altertümlichen Dorf São Mamede da Ribatua. An diesem Tag waren die Regenwolken schon am Vormittag sehr präsent. Trotzdem zogen wir frohen Mutes los und kamen trocken in São Mamede da Ribatua an. Wir setzten uns erstmal auf eine Mauer und genossen unser Lunchpaket.

Terrassierte Weinberge bei São Mamede im Douro-Tal mit grünen Rebenreihen, einem weißen Haus auf einem Hügel und bewaldeten Hängen unter blauem Himmel.

Die Sonne zeigte sich heute nur kurz

Zwischenzeitlich begann es etwas zu nieseln und erste Gewitterwolken zogen auf. Wir entschieden uns, die zweite Hälfte der Rundwanderung mit dem Taxi zurückzulegen. Während wir auf das Taxi warteten, beobachteten wir die zahlreichen Rauchschwalben, die ihre Eier ausbrüteten und ab und zu zum Futter holen ausflogen. Dieser Anblick bezauberte uns. Die Einheimischen freuen sich auch, wenn im Frühjahr die Schwalben kommen, mitten im Dorf ihre Nester beziehen und in gewisser Weise mit ihnen zusammenleben. So wurde uns bewusst, wie die Einheimischen hier noch sehr mit der Natur verbunden sind.

Steinbrücke über Bach in São Mamede mit Wanderern. Terrassierte Weinberge bedecken Hänge, Feldwege schlängeln sich durchs Tal.

Douro-Idylle pur

Tag 7: Alijó – Casal de Loivos

Der lang erwartete Sprung in den Pool

Auf der letzten längeren Etappe gab es weniger Anstiege. Es ging wieder zurück in Richtung Pinhão. Wir wanderten vorbei an Obstbäumen, durch bunte Blumenwiesen und üppige Weinreben, die uns in all ihren Variationen begleiteten. Da wir bei dieser Etappe auf der anderen Talseite zurückwanderten, genossen wir den Blick auf die gegenüberliegenden Terrassenhänge und die bereits durchwanderten Dörfer. Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, wieder etwas Orientierung in der verwinkelten Weinregion zu haben.

Wanderer mit Rucksack und Hund auf Feldweg durch Wildblumenwiese mit gelben und violetten Blüten im Douro-Tal unter bewölktem Himmel.

Blumenwiesen entlang des Wanderweges

Der Schluss des Tages war ein absolutes Highlight. Die Unterkunft Casal de Loivos, direkt oberhalb von Pinhão, ist ein wunderschönes Herrenhaus und beeindruckt durch eine atemberaubende Aussicht auf den Douro-Fluss, eingebettet in der bezaubernden Weinregion. Der Anblick ist kaum zu beschreiben. Dies muss man gesehen und erlebt haben. Da ich auch am Vortag nicht den Mut hatte, in den Pool zu springen, war dies heute die letzte Möglichkeit. In dieser atemberaubenden Umgebung konnte ich natürlich nicht Nein sagen. Ich nahm Anlauf, sprang ins kühle Wasser und konnte so den ersten Pooltauchgang in diesem Sommer auf Video festhalten. Ziel und Auftrag für mein Video erfüllt!

Swimmingpool mit Blick auf terrassierte Weinberge und den gewundenen Douro-Fluss in Casal de Loivos. Grüne Hügel und Berge unter bewölktem Himmel.

Ausblick auf Pool und Weinberge vom Casal de Loivos

Tag 8: Casal de Loivos – Porto

Zum Schluss nur noch bergab

Wir mussten etwas schmunzeln, als wir den letzten Tag in Angriff nahmen, denn es ging nur bergab. Die letzte Wanderung hinunter nach Pinhão war ein Ausklingen der wunderschönen Tage, die wir inmitten der Weinregion des Douro-Tals verbringen durften. Unten angekommen, wurden wir von einem Einheimischen angesprochen und informiert, dass die Koffer bereits angekommen seien. So haben wir sie auch gleich abgeholt. Bis und mit dem letzten Tag hatte alles wunderbar funktioniert. Nun warteten wir noch am Bahnhof, bis der Zug kam und uns wieder zurück nach Porto brachte.

Drei Wanderer auf einem Feldweg durch terrassierte Weinberge im Douro-Tal. Hügelige Landschaft mit Weinreihen erstreckt sich unter blauem Himmel.

Abstieg nach Pinhão

Fazit

Unsere Vorfreude wurde mehr als erfüllt. Wir haben die ausgezeichnet organisierte Wanderreise in vollen Zügen genossen. Das Highlight war, dass bei jeder Unterkunft ein Pool zur Verfügung stand, den man benutzen konnten. Da die kleinen Übernachtungsorte keine Einkaufsmöglichkeiten hatten, bekamen wir von den Unterkünften täglich eine ausreichende Wanderjause mit auf den Weg. Zusätzliches Wasser ist bei der Wanderreise auch sehr wichtig. Einige Snacks können auch gut von zuhause mitgenommen werden.

Wir waren froh um die GPS-App und die Unterlagen mit der guten Beschreibung, da die Wanderwege nicht ausgeschildert sind. Dies macht aber den Charme der Wanderreise auch aus, da wir ausser den Einheimischen keine andere Menschen getroffen haben. Für Personen, welche nicht gerne mit dem grossen Touristenstrom mitlaufen und die Ruhe in einer idyllischen Landschaft geniessen, ist diese Wanderreise perfekt.

Terrassierte Weinberge im Douro-Tal bei Pinhão mit weißem Weingut im Tal, umgeben von grünen Rebreihen und Hügeln.

Die Weinberge des ruhigen Douro-Tals bleiben in guter Erinnerung

Die Auf- und Abstiege in den Weinbergen bieten meist keinen Schatten. Daher rate ich davon ab, die Wanderreise für die Sommermonate zu buchen, es wäre dann viel zu heiss. Ende Mai waren die Temperaturen perfekt, da die abendlichen Regenfälle für Abkühlung sorgten. Ich genoss vor allem die Ruhe, im Einklang mit der Natur zu sein und das Summen der Insekten.

In den Dörfern selbst haben wir nicht viele Menschen getroffen, da die Einwohner wahrscheinlich gerade Siesta hielten. Die Hunde haben uns dafür tatkräftig begrüsst. Meist sind sie an der Leine oder im Zaun. Daher war es kein Problem, an ihnen vorbeizugehen. Auch wenn die Landschaft überwiegend von Weinreben geprägt ist, fand ich sie auf keinen Fall langweilig, ganz im Gegenteil. Ich genoss die Ruhe in der Natur sehr und empfand die Region als sehr spannend. Sie ist definitiv eine Reise wert.

Frau mit blonden Haaren sitzt auf einer Mauer mit Blick auf den Douro, der sich durch terrassierte Weinberge im Tal bei Casal de Loivos schlängelt.

Ines blickt hinunter auf den Fluss Douro

Professionelles Porträt von Luvi Bonilla, einer jungen Frau mit schulterlangen braunen welligen Haaren in einem gelben Pullover, lächelnd.

Möchten Sie diese Reise buchen? Wir sind gerne für Sie da.

Luvi Bonilla

Eurotrek AG

Erfahren Sie mehr über das Douro-Tal

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Drei Wanderer gehen entlang eines schmalen Felsgrats am Stanserhorn mit dramatischen Kalksteinfelsen und Schweizer Alpengipfeln im Hintergrund.
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