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Radweg an der Mosel

Reisebericht: Moselradweg Winzerhoftour

Velotour durch die steilsten Rebberge der Welt

Auf der Suche nach dem besten Riesling entlang der Mosel

Eigentlich wollten ich und meine Brüder nur eine Weinreise in die Moselregion machen. Aus dieser Ursprungsidee haben wir dann entschieden, die Reise mit dem Velo zu unternehmen und was wäre da besser gewesen als die Winzerhoftour an der Mosel. Da wir eine weinbegeisterte Familie sind, haben wir natürlich einige Weindegustationen während der Tour eingeplant und schon vorausgebucht. Zusammen mit unseren Partnern haben wir uns auf die Suche nach dem besten Riesling gemacht– und konnten dabei so einiges dazulernen.
Aber auch die Natur, die steilen Rebberge und die Freundlichkeit der Einheimischen haben uns fasziniert, und so lernten wir eine Region in Deutschland kennen, die uns nicht nur durch ihren Wein begeisterte.

Reisebericht: Moselradweg Winzerhoftour

5 Highlights der Reise:

  • Tag 1 Trier: einstige Hauptstadt des Weströmischen Reiches, UNESCO Welterbe-Monument Porta Nigra
  • Tag 2 Weingüter entlang der Mosel
  • Tag 3 Cochem: eindrückliche mittelalterliche Reichsburg
  • Tag 4 Burg Eltz «schönste Burg Europas»: spektakulär auf einem Felsen gelegene Höhenburg aus dem 12. Jahrhundert
  • Tag 5 Koblenz: charmante Altstadt, imposante Festung, Deutsches Eck
Gruppenbild bei einem Drink

Romaine mit ihrer Walliser Sippe mit (noch) vollen Gläser.

Moselradweg
Eurotrek Karte Velo Mosel-Radweg - Metz - Koblenz

Überblick Moselradweg

Grossteils verläuft der Moselradweg auf befestigten und asphaltierten Strassen und Radwegen. Dabei sind nur einige wenige kurze Passagen die etwas mehr Verkehr aufweisen.

Der Moselradweg ist durchgehend und ausgezeichnet beschildert. Eine insgesamt sehr einfache Radreise die auch ideal für Familien mit Kindern geeignet ist und keine entsprechende Kondition verlangt.

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April – Oktober (Hochsommer Juli / August kann es allerdings sehr heiss werden).

Einfache Tour, welche mit E-Bike oder normalem Tourenvelo gemacht werden kann. Meistens auf asphaltiertem Weg. Die Strecke ist grösstenteils flach und hat nur wenig Höhenmeter. Die Flussseite kann nach Belieben gewechselt werden. Der Moselradweg ist zudem sehr gut ausgeschildert.

Mosel-Wingertspoal (mit vielen Gewürzen marinierter und dann gegrillter Schweinenacken), Knödel, Schoales (Kartoffel-Fleisch-Auflauf), Flussfische wie Forelle, Zander und Hecht.

Moselradweg

Tag 1 | Anreise nach Trier / Metersdorf

Traumhaftes Hotel in den Weinbergen

Da Trier mit dem ÖV gut erreichbar ist (ca. 6.5 h von Zürich HB – 2 x Umsteigen), haben wir uns entschieden, mit dem Zug anzureisen. In Basel haben ich und mein Freund dann den Rest der Walliser-Sippe (minus meine Schwägerin, diese kam am Montag nach) getroffen und sind von dort zusammen nach Trier gefahren. Philip (mein Freund) hatte beschlossen, sein eigenes E-Bike mitzunehmen. Uns anderen war dies zu mühsam, darum haben wir die Velos gemietet.

Die Bahn hatte zum Glück keine Verspätung und so kamen wir pünktlich um 18:30 Uhr in Trier an. Da wir ohne Auto und Velos da waren, hatte ich im vornherein bei unserem Partner angefragt, ob wir einen Transfer nach Metersdorf haben dürften (nur auf Anfrage). Da sie Kapazität hatten und sowieso unsere Velos zum Hotel bringen mussten, konnten wir gegen etwas Trinkgeld mit dem Transfer mitfahren.

Gruppenbild

Romaine mit ihrer Walliser Sippe.

Das Hotel Karlsmühle liegt wunderschön inmitten von Weinbergen und abseits von allem Trubel. Zudem befindet sich hier die älteste Mühle nördlich der Alpen. Als wir ankamen, bekamen wir unsere Unterlagen und der Fahrer zeigte uns auch gleich unsere Fahrräder.

Mein grosser Bruder und seine Frau hatten sich für ein normales Velo entschieden, der Rest nahmen alle ein E-Bike. Nach einer kurzen Einführung über die zur Tour bekamen wir noch einen Tisch draussen auf der wunderschönen, mit Bäumen gesäumten Gartenterrasse und liessen den Abend mit frischen einheimischen Speisen und natürlich einer guten Flasche Wein ausklingen.

Hotel Karlsmühle

Zum Hotel Karlsmühle gehört eine wunderschöne Gartenterrasse.

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Hotel Restaurant Karlsmühle: Sehr gutes Restaurant, idyllisch gelegen, sehr guter Wein und Essen.

Mosel

Tag 2 | Velotour Trier – Neumagen-Drohn

UNESCO Welterbe-Stadt und ältester Weinort Deutschlands

Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns auf den Weg zur ältesten Stadt Deutschlands: Trier. Das erste Highlight war die Porta Nigra, welche seit 1986 Teil des UNESCO-Welterbes ist. Das Tor ist ein im Jahr 170 n. Chr. errichtetes früheres römisches Stadttor und Wahrzeichen der Stadt Trier. Zudem ist es das besterhaltene römische Stadttor in Deutschland.

Weiter ging es mit dem Velo durch das herzige Städtchen. Da es Sonntagmorgen war, fühlte sich die Stadt wie leergefegt an und wir konnten uns in aller Ruhe alles anschauen. Der Trierer Dom war das nächste Highlight. Auch diese Kirche ist seit 1986 teil des UNESCO-Welterbes Römischer Baudenkmäler sowie ein geschütztes Kulturgut nach der Haager Konvention. Die älteste Bischofskirche Deutschlands ist 112.5 Meter lang und 41 Meter breit.

Altstadt Trier

In der ältesten Stadt Deutschlands gibt es viele antike Augenweiden.

Nach der lohnenden Besichtigung der Kirche und dem Rundgang durch den Klostergarten fuhren wir mit den Fahrrädern weiter, vorbei an den Kaiserthermen, Richtung Amphitheater. Um das Theater besichtigen zu können, mussten wir einen kleinen Eintritt bezahlen.

Viel sieht man zwar nicht mehr, aber man kann sich gut vorstellen, wie in der Römerzeit dieses Theater mit 20’000 Personen gefüllt war, die Gladiatoren gegeneinander kämpften und wilde Tiere vorgeführt wurden. Man kann durch die unterirdischen Gänge schlendern und sieht dort die Aufzüge, welche die Akteure zur Arena hochbrachten.

Kaiserthermen Trier

Die Kaiserthermen gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Nach dem ganzen Sightseeing starteten wir dann um ca. 10:30 Uhr mit unserer eigentlichen Mosel Velotour. In den Unterlagen ist die «offizielle» Radtour aufgezeichnet, aber theoretisch kann man immer wieder nach Lust und Laune (oder je nachdem, was man besichtigen möchte), die Flussseite wechseln. Auf beiden Seiten hat es Velowege, welche sehr gut ausgeschildert sind.

Vorbei an steilen Rebbergen, verschiedenen Brücken, niedlichen Cafés und Dörfern, Campingplätzen und Weinkellern genossen wir die Schönheit dieser für uns unbekannten Region. Obwohl es sehr heiss war (bis zu 28°), hatten wir dank dem Fahrtwind und der Bäume, welche die Velowege säumten, immer etwas Abkühlung. Einzig der kurze Teil durch die Industriezone vermochte nicht wirklich zu glänzen. Dieser war aber zum Glück nicht sehr lange.

Moselradweg

Der Moselradweg führt sehr idyllisch durch die Rebbergen.

Gegen 13:00 Uhr hatten wir langsam einen kleinen Hunger, als wir in Detzem das charmante Weingut Alten entdeckten. Hier erhielten wir noch einen schönen Schattenplatz auf der Gartenterrasse und bestellten auch gleich einen feinen Sekt mit einem Plättli mit einheimischen Produkten. Herrlich!

Gegen 15:00 Uhr kamen wir dann schon bei unserer nächsten Unterkunft an, dem Gästehaus Warsberger Weinhof in Neumagen-Drohn. Dieses Dorf ist bekannt als «ältester Weinort Deutschlands» und es lohnt sich, hier einen kleinen Stopp einzulegen (falls man hier nicht übernachtet). Hier assen und tranken wir dann etwas auf der Terrasse unserer Unterkunft. Die Velos konnten wir in die Velogarage abstellen und auch aufladen.

Weingut Alten

Feiner Sekt beim Weingut Alten. Zum Wohl.

Am Abend hatten wir eine Weindegustation inklusive. Die Degustation fand in einem alten Gewölbekeller statt. Leider stellt die Familie selbst keine Weine mehr her, weshalb wir verschiedene Weine von der Region zum Probieren erhielten. Die Degustation entsprach allerdings nicht so unseren Vorstellungen, da wir weder Spucknapf noch nähere Erklärungen zu den verschiedenen Weingütern erhalten hatten. Aber die Gastgeberin hatte auf jeden Fall einen sympathischen und lustigen Unterhaltungsfaktor und im Keller konnte man noch alte Weine (Jahrgang 1980 und jünger) bestaunen.

Zum Abendessen gingen wir zum Hotel Anker. Wir waren etwas spät dran (kurz vor 21:00 Uhr) und konnten noch knapp etwas bestellen. In der Regel macht die Küche in dieser Region am Abend um 20:30 Uhr zu. Zum Glück bekamen wir aber noch etwas und fielen am Abend glücklich ins Bett.

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Trier: älteste Stadt Deutschlands mit seinen römischen Bauten, UNESCO-Welterbe
Neumagen-Drohn: ältester Weinort Deutschlands.

Die heutige Etappe ist 43.5 km lang.

Ab und zu ein Gläschen Wein kombiniert mit einer wunderschönen Velotour entlang der Mosel. Auch Sie können diese Reise erleben. Wir freuen uns auf Ihre Buchung.
Brücke über Mosel

Tag 3 | Velotour Neumagen-Drohn – Burg

Besuch der Weinkellereien

Nun ändert sich mein Reiseblog wohl zu einem Weinblog, denn ab heute hatten wir Grosses vor. Schon im Voraus hatte ich verschiedene renommierte Weingüter angeschrieben, um unser Kommen anzumelden. Heute waren zwei Weingüter auf dem Programm plus noch die inkludierte Weindegustation bei der Unterkunft – kein einfaches Unterfangen, schliesslich mussten wir ja noch mit dem Fahrrad ans Ziel gelangen.

Wir hätten nie gedacht, dass es so viele Variationen vom Riesling geben kann: Qualitätswein, Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Trockenbeeren-Auslese und Eiswein – trocken, halbtrocken, lieblich, süss oder feinherb – wie soll man sich hier bloss entscheiden?

Mosel

Viele Brücken führen über die Mosel.

Unser erster Degustationsstopp war bei der Kellerei Dr. Loosen. Ein Stopp, den ich nur empfehlen kann. Hier lernten wir die Unterschiede der verschiedenen Kategorien sowie der Einfluss des Rotschiefer, Blauschiefer oder Grauschiefer auf den Wein kennen. (Eine ausführliche Erklärung würde den Rahmen dieses Reiseberichts sprengen.)

Nach ca. 15 verschiedenen degustierten Weinen (hauptsächlich Riesling) kauften wir ein paar Flaschen, verstauten sie in den Satteltaschen und machten uns auf den Weg zur nächsten Kellerei.

Loosen Weingut

Das Weingut Dr. Loosen in der Region Mittel-Mosel.

Vorbei an der Wehlener Sonnenuhr, welche die Steilhänge der Mosel ziert und eine der bekanntesten und steilsten Rieslinglagen der Welt benennt. Nach ca. 30 Minuten erreichten wir das Weingut Molitor.

Auch diese Kellerei ist eine der grössten und bekanntesten in der Mosel-Region und auch hier durften wieder die Variationen des Rieslings sowie einige andere Weinsorten degustieren. 60.5% aller Trauben an der Mosel sind Riesling. Der Rest verteilt sich auf Müller-Thurgau, Elbling, Kernen u.a.. Es werden nur ca. 9% Rotweine angebaut.

Molitor Weingut

Das eindrückliche Weingut Molitor an der Mosel.

Nach den zwei Weindegustationen mussten wir mal etwas essen gehen. Unterhalb der Weinkellerei befand sich das Weinbistro im Kloster Machern. Das Essen war nicht besonders herausragend, aber da wir wieder spät dran waren und über Mittag alles nur bis 13h30 geöffnet hat, waren wir froh, noch etwas zu Essen zu bekommen. Zudem hat das Restaurant einen sehr schönen Garten, wo man gut verweilen kann.

Weiter fuhren wir entlang der Mosel, vorbei an kleinen, einladenden Dörfern sowie bekannten Weinanbaugebieten wie dem «Erdener Treppchen» oder «Kröver Nacktarsch». Nach 90 Minuten erreichten wir auch schon unseren nächsten Übernachtungsort: Burg.

Im Kunsthotel zur Post wurden wir sehr herzlich von unserem Gastgeber empfangen und wir konnten wieder unsere Velos in einer Garage einschliessen und aufladen.

Kröver Nacktarsch

Weingut Kröver Nacktarsch an der Mosel.

Meine Schwägerin stiess an dem Abend dann auch noch zu uns - genau richtig für die Weindegustation. Heinz Flöter stellte uns seine Weine im Keller des Hotels vor, wo wir auch zahlreiche Kunstbilder bewundern konnten (deshalb heisst es auch Kunsthotel), welche seine Frau malt. Von den Weinen sowie der Freundlichkeit von unserem Gastgeber waren wir hellbegeistert, so dass wir natürlich auch hier ein paar Kisten Wein mitnehmen mussten. Zum Glück konnten wir den Wein mit dem Gepäcktransport bis nach Koblenz mittransportieren lassen.

Das Örtchen Burg ist sehr klein und wenig touristisch. Da wir sehr spät zu Mittag assen, nahmen wir noch etwas Kleines im Posthotel ein (Essensauswahl beschränkt). Ansonsten gibt es nur ein paar wenige Möglichkeiten, dort zu essen. Wenn man noch Radfahren möchte, kann man aber auch im grösseren (und touristischeren) Ort Reil essen gehen (ca. 8 Minuten mit dem Velo). Hier gibt es viele Möglichkeiten.

Selfie im Hotel Zur Post

Endlich vollzählig, ein Grund mehr gemeinsam anzustossen.

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Kunst Hotel Zur Post & Weindegustation

Die steilen Weingüter entlang der Mosel, Kunsthotel zur Post.

Heute sind wir 55.6 km geradelt.

Alte Kirche

Tag 4 | Burg - Treis-Karden

Durch die steilsten Rebberge der Welt

Mit neuer Energie und vollaufgeladenen Batterien ging es am nächsten Tag weiter Richtung Treis-Karden.

Auch heute staunten wir wieder über das grösste Steillagenweinbaugebiet der Welt. Mit über 5.414 ha hat die Moselregion die zweitgrösste Rieslingsanbaufläche weltweit. Die steile Lage der Weinberge wurde uns bei der Durchfahrt mit dem Velo erst so richtig bewusst.

Mit 65 Grad Hangneigung findet man hier einen der steilsten dieser Weinberge (Bremmer Calmont). Dieser und auch andere Weinhänge werden mithilfe von Monorackbahnen bewirtschaftet, welche man auch immer wieder in den Weinbergen sieht. Ohne diese Bahnen wäre die Arbeit in dieser Steillage sehr schwer zugänglich. Mit dem Velo bleibt man zum Glück in der Ebene.

Bremmer Calmont

Die Bremmer Calmont mit einer Hangneigung bis zu 65 Grad.

Um 11:00 Uhr hatten wir unseren nächsten Degustationstermin. Heute besuchten wir die Weinkellerei von Clemens Busch. Auch hier wurden wir wieder sehr nett empfangen und durften erneut viele Variationen des Rieslings degustieren. Besonders gefallen hatte uns das Fachwerkhaus der Kellerei.

Allgemein befinden sich in den engen Gassen von Plünderich mehrere solche Bauten, welche aus dem 16. bis Ende 18. Jahrhundert stammen und es lohnt sich, auch unabhängig eines Kellerbesuches, hier Halt zu machen.

Clemensbusch

Die Weinkellerei von Clemens Busch ist eine Augenweide.

Die Mitarbeiterin der Kellerei hatte uns für das Mittagessen das Restaurant Reiler Hof in Reil empfohlen. Dies hiess für uns zwar einen Umweg von ca. 10 Minuten pro Strecke zu fahren (wir mussten wieder zurück Richtung Burg), aber das Restaurant war top und ist sehr zu empfehlen (höhere Preisklasse): moseltypische und saisonale Gerichte, dazu eine umfangreiche Weinkarte. Zudem bekamen wir einen Tisch auf der schönen Terrasse und konnten das Mittagessen mit Ausblick auf die Mosel geniessen.

Nachdem wir unsere Bäuche mit den Leckerbissen aus der Region gefüllt hatten, einer feinen Cremesuppe von Pfifferlingen und als Hauptgang einen Seeteufel an einem Safran-Muschelsud, fuhren wir auf der etwas hügeligeren Etappe wieder zurück Richtung Treis-Karden

Reilerhof

Im Reiler Hof gibt es köstliches Essen.

Die Route führte uns weiterhin entlang der Mosel, vorbei an Kirchen, Campingplätzen und natürlich Weinbergen.

Wir wollten schon während der ganzen Reise unbedingt noch in die Mosel baden gehen. In der Nähe von Ediger haben wir dann bei einem Campingplatz einen Badeort gefunden und den Sprung in die Mosel gewagt. Allgemein ist es erlaubt, in der Mosel zu schwimmen, allerdings muss man Acht geben, da einige Kursschiffe hier durchfahren und es auch unsichtbare Strudel und Strömungen gibt.

Ein Bad als Abkühlung

Erfrischendes Bad in der Mosel.

Nach dieser kleinen Erfrischung führten wir unseren Weg fort. Auf einmal erblickten wir in der Ferne das Wahrzeichen von Cochem: die Reichsburg. Die majestätische Burg thront hoch über der Stadt auf einem mächtigen Felsen.

Da wir unsere Prioritäten aufs Degustieren, Essen und Baden gesetzt hatten, konnten wir die Burg leider nicht mehr besuchen. Wer aber Zeit hat und sich für das Mittelalter und die ritterliche Zeit interessiert, sollte hier unbedingt einen Stopp einlegen. Für uns war bereits der Anblick der Burg ein Highlight, und so führten wir nach dem Sattsehen aus der Ferne unseren Weg weiter.

Burg Cochem

Die Burg von Cochem ragt majestätisch über dem Dorf.

Etwas spät, knapp dem Regen entkommen, kamen wir bei unserer Unterkunft Am Stiftstor an. Wir mussten uns etwas beeilen, da wir um 19:00 Uhr noch unsere letzte inkludierte Weindegustation hatten. Vom Hotel zum Weingut Gilles konnten wir mit dem Velo fahren (ca. 10 Minuten). Hier wurden wir sehr nett empfangen. Leider hatten wir vorher noch nichts gegessen und die Degustation war für unseren Zeitplan etwas zu spät angesetzt, weshalb wir leider nur wenige Weine degustieren konnten und somit etwas früher die Kellerei verlassen mussten.

Trotzdem waren wir mit 20:45 Uhr schon wieder spät dran und es war schwierig, noch etwas fürs Abendessen zu finden. Am Ende fanden wir eine Bar, welche uns noch ein paar Flammkuchen machten und danach fuhren wir zurück zum Hotel.

Stiftstor

Die Unterkunft Stiftstor in Treis-Karden.

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Hotel - Weinhaus "Am Stiftstor"
Weindegustation: Weingut Gilles (10 Velominuten vom Hotel entfernt)

  • Plünderich
  • Cochem: Die Reichsburg
  • Weingut Clement Busch

Die heutige Etappe hatte genau 60 km.

Weinberge

Tag 5 | Treis-Karden – Koblenz

Auf der Suche nach der schönsten Burg Europas

Die letzte Etappe war die kürzeste, aber auch die am wenigsten attraktive, was den Veloweg betrifft, denn von Treis-Karden bis ca. Kattenes fährt man hauptsächlich an der Hauptstrasse entlang.

Trotzdem hatten wir eines der schönsten Highlights der ganzen Reise heute auf dem Programm: Die Burg Eltz! Mit dem Velo fuhren wir ca. 30 Minuten von Treis-Karden nach Hatzenport. Dort liessen wir beim Busbahnhof unsere Fahrräder stehen und nahmen den Bus (Linie 365) hoch zur Burg.

Diese Anreise hatte uns der Rezeptionist vom Hotel am Stiftstor empfohlen. Beim Parkplatz angekommen, mussten wir noch ca. 15 Minuten (1.3 Kilometer) durch den Waldweg zur Burg gehen. Die kurze Wanderung lohnt sich, da der Weg leicht ist und sich unterwegs ein schönes Panorama bietet. Als Alternative kann auch der Pendelbus genommen werden.

Hohe Weinberge

Abschnitt mit Hauptstrasse neben Veloweg.

Als wir so durch den Wald wanderten, konnten wir uns gar nicht vorstellen, dass hier irgendwo eine Burg gebaut wurde, aber siehe da, nach der letzten Kurve erstrahlte sie vor unseren Augen.

Diese Burg aus dem 12. Jahrhundert ist besonders, da Sie nie zerstört wurde und sich bis heute im Originalzustand befindet. Zudem gilt sie als «schönste Burg Europas» - und das zurecht. Die Burg hat etwas Magisches an sich und man fühlt sich sofort ins Mittelalter zurückversetzt, sobald man auf der Eingangsbrücke steht.

Der Eintritt für die Burg kostet EUR 14.00 (für Erwachsene) inkl. einer Burgführung, dem Besuch des Innenhofs und der Schatzkammer. Die Führung wurde von einem Studenten gemacht und es war ein perfekter Mix zwischen Geschichte, Fakten und etwas Witz. Unsere Führung war auf Deutsch, aber es wurden auch englischsprachige Führungen angeboten.

Spaziergang durch Wälder

Wanderweg hoch hinauf zur Burg Eltz.

Nach der Besichtigung der Burg ging es wieder zu Fuss und mit Bus zurück nach Hazelport zu unseren Velos. Von dort fuhren wir bis nach Alken und fanden mit dem Landhaus Zimmermann den perfekten Stopp für unser Mittagessen. Mit einem kühlen Cocktail und guter einheimische Kost wie Käsespätzle oder einem Rahmschnitzel liessen wir es uns im Biergarten des Restaurants gutgehen.

Nach der Pause fuhren wir unsere letzten knapp 30 Kilometer zum Ziel dieser Reise: Koblenz. Hier änderte sich bereits die Landschaft und es wurde etwas weiter und städtischer, je näher wir an die Studentenstadt kamen.

Burg Eltz

Die wunderschöne mittelalterliche Burg Eltz gehört zu den besterhaltenen Anlagen Deutschlands.

In Koblenz angekommen, konnten wir im Hinterhof des Hotels Hohenstaufen gleich unsere Fahrräder stehen lassen und die Schlüssel an die Reception abgeben. Das Hotel ist super gelegen und nur zwei Minuten vom Bahnhof entfernt. Das Gepäck und unsere gekauften Kisten Wein waren während der ganzen Tour immer vor uns beim Hotel eingetroffen, ausser heute. Aber um 17:30 Uhr kamen dann auch unsere Sachen und wir konnten uns für unser Abendessen zurecht machen.

Neben der Begeisterung für Wein ist das Essen für uns auch immer sehr wichtig. Aus diesem Grund haben wir in Koblenz das Restaurant Verbene bereits im Voraus gebucht. Es ist ein Gourmetrestaurant und WOW war das gut. Preis-Leistung war fantastisch, der Service war sehr aufmerksam und das Essen ein Traum. Das Restaurant befindet sich in einem Innenhof und wir bekamen draussen auf dem Platz einen Tisch – das Ambiente war einfach einzigartig und es war der perfekte Abschluss unserer gemeinsamen Reise.

Abendessen in Koblenz

Feines Mittagessen im Landhaus Zimmermann.

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Hotel Hohenstaufen

Burg Eltz – die «schönste Burg Europas»

Die heutige Etappe war mit 43.5 km wieder etwas kürzer.

Alte Bauten

Tag 6 | Zusatznacht Koblenz

Eine Stadt reich an historischen Sehenswürdigkeiten

Wir haben nach der Reise noch eine Zusatznacht in Koblenz angehängt. Die Stadt hat einiges zu bieten wie z.B. das Deutsche Eck, wo der Rhein und die Mosel aufeinandertreffen, oder die Fahrt mit der Seilbahn hoch zur Festung Ehrenbreitstein.

Die Festung befindet sich auf 118 Meter und von der Plattform aus hat man den besten Ausblick auf die Stadt. Sie gehört auch zum UNESCO-Welterbe und ist die zweitgrösste erhaltene Festung Europas. Hier konnten wir einiges an Geschichte lernen und interessante Baukunst entdecken.

Festung auf einem Hügel

Blick von unten zur Festung Ehrenbreitstein.

Im Zentrum der Stadt besuchten wir noch den Jesuitenplatz und die Historiensäule auf dem Josef-Görres-Platz. Die Säule war der Stadt 1992 vom Bundesland Rheinland-Pfalz zur 2000-Jahr-Feier geschenkt worden. Auf der ca. 10 Meter hohen Säule wird die Geschichte der Stadt Koblenz in zehn übereinander gereihten, dreidimensional dargestellten Szenen erzählt.

Nach einem geschichtsträchtigen Tag gingen wir glücklich, aber müde zurück ins Hotel und assen dort im Restaurant zu Abend, bevor wir ins Bett gingen.

Koblenz

Koblenz ist nicht ohne Grund Endziel des Moselradwegs.

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Hotel Hohenstaufen

Koblenz: Festung Ehrenbreitstein, Deutsches Eck

Tag 7 | Abreise

Am nächsten Morgen nahmen wir es eher gemütlich und assen ein ausgiebiges Frühstück, bevor wir um 12:00 unsere Rückreise mit dem Zug in Angriff nahmen.
Eigentlich hatten wir einen Direktzug von Koblenz nach Zürich, aber leider war die DB verspätet und fuhr schlussendlich nur bis Basel. Hier mussten wir dann den Zug wechseln und waren dann gegen 17:00 Uhr, glücklich über unsere schöne Velotour an der Mosel, wieder zu Hause.

Frühstück im Hotel

Noch ein letzter Besuch am Frühstücksbuffet.

Fazit

Faszinierende Reise für Weinliebhaber – und alle anderen

Wo befand sich denn nun der beste Riesling der Mosel? Diese Frage konnten wir leider nicht beantworten, da es so viele Variationen dieses Weines gibt und jede Kellerei Ihre Eigenheiten hat. Uns haben sicher die eher trockenen Weine gefallen, aber auch die süssen Rieslinge hatten sehr viel Charakter. Am besten machen Sie sich selbst auf den Weg, um Ihren Lieblingswein zu finden und wer weiss? Vielleicht finden Sie hier Ihren Favoriten.

Aber auch für Nicht-Weinliebhaber hat die Mosel sehr viel zu bieten: Neben der Geschichte und den imposanten Burgen kann man auch einfach durch die charmanten Dörfer schlendern und es sich gut gehen lassen. Den Blick immer auf die Mosel und die Rebberge gerichtet, kann man die Seele so richtig schön baumeln lassen.
Der Moselradweg ist eine leichte Tour, die sich für jedermann eignet. Dank der flachen Routenführung ist die Strecke mit E-Bike oder Tourenvelo ohne Problem zu bewältigen.

Selfie mit Blick auf die Mosel

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