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Panoramabrücke-Leissigen

Brückentouren für Brückentage

Manche spannen sich spektakulär über tiefe Schluchten, andere fügen sich harmonisch in die Landschaft ein. Wenn Sie Höhenangst haben, verlangen sie Ihnen alles ab, andere bieten eine willkommene Abkürzung.

Brücken gehören bei einer Velo- und Wanderreise einfach dazu und zählen zu den vielen kleinen Highlights, die unsere Reisen unvergesslich machen.

Vielleicht nützen Sie die Gelegenheit, um an den verlängerten Wochenenden im Mai im wahrsten Sinne des Wortes die Brücke zu machen. Wir stellen die passenden Reisen dazu vor. Viel Spass mit den schönsten Brücken der Schweiz.

Brückentouren für Brückentage
Eine imposante Hängebrücke hinter der Stadt und dem Kirchturm versteckt.

Holzbrücke Rapperswil

3000 Jahre alt sind die ältesten Überreste von Stegverbindungen zwischen Rapperswil und Hurden in den Sedimenten des Obersees. Allein aus vorchristlicher Zeit sind sechs verschiedene Verläufe dokumentiert. Im 9. Jahrhundert übernahmen Fähren die Verbindung, bis 1354 ein neuer Steg dem Verkehr übergeben wurde. Mit seiner Länge von 1425 Metern und der Breite von vier Metern war das Bauwerk zu seiner Zeit eine Sensation. Über die Jahrhunderte unterhalten und nach Zerstörungen wiederaufgebaut, läutete die Eröffnung des Seedammes 1878 das definitive Ende dieser Stegverbindung ein.

Züge und Autos in endloser Zahl brausen in heutigen Tagen über den Damm, doch die 2001 neu errichtete Holzbrücke strahlt Ruhe und Gemütlichkeit aus. Sie ist mir ihrer Länge von 841 Metern die längste der Schweiz. Der Duft der unbehandelten Eichenstämme vermischt sich mit frischer Seeluft und die Ausblicke auf die Glarner Alpen und das Schloss von Rapperswil lassen die Herzen der Spaziergänger höher schlagen.

Den Steg zwischen Hurden und Rapperswil entdecken Sie am besten, wenn Sie der Via Jacobi von Rorschach nach Einsiedeln folgen oder bei einer Veloreise auf der Herz- oder Seen-Route. Auch unsere Schoggi-Tour macht in der Rosenstadt Rapperswil am Zürichsee Halt. Das Velofahren ist auf dem Steg allerdings verboten und Sie müssen Ihr Fahrrad deshalb wohl oder übel schieben. Aber die schönere Alternative zum lärmenden Verkehr auf dem Damm ist der Steg allemal!

Holzbrücke in Rapperswil-Hurden. Via Jacobi. Wanderferien mit Eurotrek.

Panoramabrücken am Thunersee

Gleich drei Brücken werden bei der Wanderung rund um den Thunersee überquert. Die bekannteste ist die Panoramabrücke von Sigriswil, die mit stattlichen 340 Meter zu den längsten Fussgängerbrücken der Welt zählt. Auch wenn der Boden der Gummischlucht teils mehr als 180 Meter unter einem liegt, ist die Brücke stabil gebaut und bietet einem so die Möglichkeit den Blick in die Ferne schweifen zu lassen. Die Felspyramide des Niesen ragt auf der anderen Seeseite in die Höhe und in der Ferne strahlen die Gipfel von Mönch und Jungfrau schneeweiss am Horizont.

Harmonischer fügt sich die Hängebrücke von Leissigen in die Landschaft ein. Diese klassische Brücke ist nur wenig begangen und führt Sie auf der anderen Seeseite über den Spissibach.

Die interessanteste Brücke erwartet Sie am dritten Tag hoch über dem Beatenberg. Diese Panoramabrücke überquert den Sundbach und überwindet in einem weiten Bogen einen Höhenunterschied von etwa 15 Metern. Stufen auf einer Hängebrücke sieht man nun wirklich nicht alle Tage.

Die Panoramabrücken sind eines der vielen Highlights bei der Wanderung rund um den Thunersee. Neben diesen luftigen Höhenflügen erwarten Sie mit den St. Beatus Höhlen und dem Moor im Naturschutzgebiet Weissenau weitere spannende Sehenswürdigkeiten am Wegesrand. Die viertägige Wanderung rund um den Thunersee ist damit eine perfekte Wanderung für die Brückentage im Mai.

Eine moderne Hängebrücke die über den Wald führt.

Holzbrücke Wangen an der Aare

Die gedeckte Holzbrücke in Wangen an der Aare ist ein wahres Bijou. Dabei hat die alte Dame bereits einige Jährchen auf dem Buckel. Über 700 Jahre ist diese Brücke alt. Die ersten Dokumente, in denen sie erwähnt wird, stammen aus dem Jahr 1406.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Brücke immer wieder renoviert und kann auch heute noch – trotz ihres stolzen Alters – befahren werden. Restaurationen an der Brücke waren allerdings aufwendig und verlangten den Bewohnern von Wangen einiges ab. Es war schwer, passende Baumstämme zu finden.

Daher hat man dem wertvollen Baumaterial Sorge getragen: Einzelne Pfosten im Dach stammen nachweislich aus dem Jahr 1559. Viel Liebe zum Detail zeigt sich auch beim Dach der Brücke: Über 13'000 Schindeln wurden hier verbaut.

Die gedeckte Holzbrücke zählt neben dem Zytgloggenturm und dem Schloss zu den Höhepunkten des kleinen Städtlis Wangen an der Aare, welches Sie bei einer Fahrt entlang der Mittelland- oder der Aare-Route entdecken können.

Die Holzbrücke in Wangen führt über die Aare.

Kapellbrücke Luzern

Wer kennt sie nicht, das Wahrzeichen von Luzern: die Kapellbrücke mit ihrem Wasserturm. Sobald man sich Richtung Altstadt begibt und sich der Reuss nähert, kann man sie nicht mehr übersehen. Diese Brücke ist ein «Must see» und eines der beliebtesten Fotomotive dieser Stadt. Sei es am Morgen, Abends, bei Schnee oder Sonnenschein, die Kapellbrücke zeigt sich immer von ihrer schönsten Seite, mit einer unglaublichen Berg- und Seekulisse im Hintergrund.

Vor allem der Bilderzyklus, welcher auf der Brücke gezeigt wird, ist sehenswert. Szenen der Schweizer- und der Stadtgeschichte hier dargestellt und geben der Brücke die nötige Tiefe. Leider wurden die meisten Originale wie auch der grösst Teil der Holzbrücke beim Brand von 1993 zerstört. Einzig die Brückenköpfe und der Wasserturm blieben damals verschont. Innert acht Monaten wurde die älteste überdachte Holzbrücke Europas (14. Jahrhundert) danach wieder aufgebaut und dient seither wieder alljährlich tausenden von Touristen und Einheimischen als beliebte Verbindung zwischen den Ufern der Reuss.

Die Kapellbrücke können Sie bei einer Wanderung oder Velotour durch die Zentralschweiz besuchen. Die Nord-Südroute und Seen-Route machen in Luzern ebenso Halt wie der Tell-Trail oder der Alpenpanoramaweg.

Luzern im Sonnenlicht. Aktivferien mit Eurotrek.

Poyabrücke Fribourg

Die Studentenstadt Fribourg sticht gleich durch mehrere Brücken hervor. Die Poyabrücke verleiht dieser historischen Stadt einen Hauch von Moderne. Die imposante Brücke, erbaut 2014, kann gut mit dem Velo oder auch zu Fuss überquert werden und manch einem wird schon etwas schwindlig, wenn man unten in der Schlucht die Saane vorbeifliessen sieht und diesen herrlichen Weitblick über die mittelalterliche Stadt schweifen lässt.

Die längste Schrägseilbrücke der Schweiz (196 m Spannweite) wurde konzipiert, um die Altstadt zu entlasten, aber auch um die deutsch- und französischsprachigen Gebiete zu vereinen. Die Poyabrücke ist ein Bauwerk, welche Kulturen verbindet und zwei Teile einer Stadt vereint!

Fribourg ist Ausgangspunkt und Etappenort vieler Velo- und Wanderreisen. Besuchen Sie die lebendige Stadt mit den schönen Brücken bei einer Fahrt entlang der Alpenpanorama-Route oder bei einer Wanderung entlang der Via Jacobi.

La Poya Brücke in Fribourg

Ponte dei Salti - Römerbrücke

Brücken gibt es viele, aber nur wenige fügen sich so harmonisch in die Landschaft ein wie die Römerbrücke im Verzascatal. Zwei elegante Bögen spannen sich über den smaragdgrünen Fluss. An ruhigen Tagen ein herrliches Umfeld für einen Sprung ins kühle Nass, doch nach Regenfällen verwandelt sich der ruhige Fluss von einem Moment zum anderen in einen reissenden Strom. Beim Flussbaden im Tessin ist Vorsicht angebracht. 

Übersetzt lautet der korrekte deutsche Name «Brücke der Sprünge». Warum sie Römerbrücke genannt wird, ist nicht ganz eindeutig. Fakt ist, dass die Brücke im 17. Jahrhundert ohne römische Hilfe erbaut wurde und Wind und Wetter über hundert Jahre Stand hielt, bis sie 1868 teilweise einstürzte. Glücklicherweise wurde die Brücke immer wieder aufgebaut und im Jahr 1960 mit einer Steinkonstruktion wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt.

Ein Gang über die Brücke ist spannender als er von unten aussieht. Die Brücke ist relativ schmal und da früher Lastenesel mit Packtaschen über die Brücke getrieben wurden, ist die Brüstung nur etwa kniehoch.

Besuchen können Sie die Ponte die Salti bei einer Wanderung am Sentiero Verzasca. Dieser wird mit einem Abstecher zum Centovalli ergänzt.

Ponte dei Salti im Kanton Tessin. Aktivferien mit Eurotrek.

Doubs Brücke in St-Ursanne

Wenige Bilder charakterisieren den Kanton Jura so gut wie die Brücke, die sich stur dem Doubs entgegenstellt. Vor vielen hundert Jahren führte ein wackeliger Holzsteg über den grünen Fluss, bis dieser in einem enorm kalten Winter von den Eismassen zermalmt wurde. Etwas widerstandsfähigeres musste her, um der harschen jurassischen Witterung zu trotzen.

Daraufhin wurde eine vierbögige Steinbrücke errichtet, die das kleine Dorf St-Ursanne künftig mit der Aussenwelt verbinden sollte. Ganz trauten die Bewohner des Dorfes den Baukünsten allerdings nicht, weshalb sie eine Statue des Heiligen Johannes von Nepomuk auf die Brücke stellten, der künftig über den Übergang wachen sollte.

Der himmlische Segen machte sich bezahlt. Erst im Jahr 1994 musste die Brücke restauriert werden und führt seitdem wie vor Wanderer und Velofahrer sicher über den Fluss nach St. Ursanne.

Die Brücke können Sie bei Veloreisen entlang der Jura-Route oder der Route Verte, bei Biketouren oder bei einer Wanderung am Doubs entdecken. Nehmen Sie sich Zeit, um ein Foto zu schiessen. Sie nehmen das perfekte Bild vom Jura mit nach Hause.

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