Wandertour entlang der Via Francigena

Historische und kulturelle Route

Wandern in wunderschönen Landschaften ist an und für sich schon eine tolle Sache. Doch wenn die Route auch noch eine historische und kulturelle Bedeutung hat, ist das eine zusätzliche Dimension. So etwa bei der Via Francigena, einem grossen Kulturweg, der von Canterbury über Frankreich und die Schweiz nach Rom führt; über die Alpen natürlich – konkret: über den Grossen St. Bernhard, der das Wallis mit dem italienischen Aosta-Tal verbindet.

Der Grosse St. Bernhard: Verbindungsweg, Handelsachse und Pilgerroute

Während die Via Francigena zu Römerzeiten die wichtigste Verbindung zwischen Rom und dem Norden Europas war, wurde sie im Mittelalter zu einer wichtigen Handelsachse, Napoleon zog ums Jahr 1800 mit 40'000 Mann und Geschützen über den Pass. Ausserdem galt der Grosse St. Bernhard ab 1300 als eine der wichtigsten Pilgerrouten Europas. Sigerich, der Erzbischof von Canterbury, legte die Strecke ums Jahr 900 als Pilger zurück. Die Via Francigena ist ein ganz besonderer Wanderweg: Seit 2000 Jahren von ganz Europa genutzt, wird er heute von Wanderfans als eine der schönsten Wanderrouten in den Alpen entdeckt.

Am Genfersee entlang Richtung Wallis

Die 6-tägige Wandertour Via Francigena Süd führt vom Genfersee zum Grossen St. Bernhard. Gemütlich verläuft die Strecke Anfangs am Ufer des Genfersees, vorbei an Schloss Tour-de Peilz und Schloss Chillon Richtung Weinbaugebiet Chablais. In der Region um Aigle geht es durch die sonnigen Weinberge zur Rhone und weiter nach Massongex, der ehemaligen Hauptstadt des keltischen Wallis.

 

Vorbei am brausenden Wasserfall La Pissevache

Jetzt muss eines jeden Pilger oder Pilgerfans Herz höher schlagen: Bei St. Maurice ist Streckenhälfte auf dem Pilgerweg von Canterbury nach Rom. Streckenhälfte auf der Wandertour Via Francigena Süd ist hier allerdings noch nicht erreicht, doch die Szenerie zeigt sich eindrücklich: Unterwegs trifft man den 116 m hohen Wasserfall von Salanfe mit dem sinnigen Namen La Pissevache. Vache bedeutet Kuh, Pisse muss nicht extra übersetzt werden, zumal das Geräusch des niederbrausenden Wassers den Namen plausibel erklärt.

Bergauf, bergauf, bergauf – bis zur Passhöhe auf 2469 m ü. M.

Bisher war alleine Grundkondition gefragt, aber das wird sich bald ändern: Ab Martigny sind auch Wanderfähigkeiten und Trittsicherheit gefordert. Hier beginnt der Aufstieg zum Grossen St. Bernhard. Auf steilem Pfad geht es aufwärts über den Engpass Les Trappistes bis zum mittelalterlichen Dorf Sembrancher und weiter auf dem Napoleon-Weg dem Pass entgegen. Sehenswert an der Route sind auch die archäologischen Stätten in l’Hospitalet und am Barasson-Pass. Nach sechs Etappen ist schliesslich auf 2469 m ü. M. der Grosse St. Bernhard-Pass erreicht.

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