Bergwandern: Graubünden Hüttentrekking

Kulturelle Besonderheiten

Graubünden mit seinen markanten Alpengipfeln und den idyllischen Bergtälern ist ein Wanderparadies. Unzählige Hütten bieten hier Wanderern Unterkunft. In einigen der Schönsten machen die Gäste der Aktivtour Graubünden Hüttentrekking Halt, die von Davos, der höchstgelegenen Stadt Europas, über den Albulapass ins mondäne St. Moritz im Engadin führt.

Kirchnermuseum und Thomas Manns Zauberberg

Davos ist nicht nur ein Mekka für Sportlerinnen und Sportler und Austragungsort des WEF, es bietet auch sehr viel Kultur. Im Kirchner Museum werden Werke des expressionistischen Künstlers Ernst Ludwig Kirchner am Ort der Entstehung gezeigt. Mit dem Museum haben die Zürcher Architekten Annette Gigon und Mike Guyer einen beachtenswerten Bau geschaffen. Und über allem thront das Jugendstil-Hotel Schatzalp, wo Thomas Manns faszinierender Wälzer und Bestseller «Der Zauberberg» spielt.

Beeindruckende Wanderung in der Schweizer Bergwelt

Schaukäserei, moderne Kesch-Hütte und Krokodil-Lokomotive

So ein Käse! Und dies wortwörtlich: In Davos darf man in einer Schaukäserei dabei zusehen, wie Käse entsteht. Dann aber geht es mit dem Wandern los: mit einem nahrhaften Aufstieg hinauf aufs Jakobshorn, den Davoser Hausberg. Der Blick auf die umliegenden Dreitausender ist imposant. Über die Tällifurgga geht’s ins Sertigtal, ein stilles Seitental bei Davos und eines der schönsten Bergtäler Graubündens. Gemütlich geht’s dem Bach entlang, bis im Talkesser Sertig-Dörfli erreicht ist.

Dann gibt es kein Pardon: Auf schmalen Pfaden führt die Strecke bergauf zum Sertigpass in eine abgelegene hochalpine Landschaft mit Enzianen, Alpenrosen und den malerischen kleinen Ravais-ch Seen. Übernachtet wird auf der Kesch- Hütte am Piz Kesch, mit 3418m der höchste Berg der Albula-Alpen. Die SAC Hütte liegt auf über 2600 m und gehört zu den modernsten Hütten der Schweizer Alpen. Der Bündner Architekt Toni Spirig erstellte im Jahr 2000 den Neubau mit der Holzfassade und dem Blechdach, der über die Landesgrenzen hinaus für Beachtung sorgt. Für die Energieversorgung der Hütte wird die Sonne so ausgeklügelt genutzt, weshalb die Kesch-Hütte mit dem Schweizer Solarpreis für besonders umweltfreundliches Bauen ausgezeichnet wurde. Der Innenraum ist modern und doch gemütlich, so dass Übernachten doppelt Freude macht.

Durch das Val Tuors geht es am nächsten Tag Richtung Bergün hinunter. Ein schmuckes Bergdorf mit intaktem Ortskern und Häusern mit Scraffito-Dekorationen und einem grossen, Blumen geschmückten Dorfbrunnen. Hier trifft man auf die Rhätische Bahn, diesen roten Zug, der sich auf dem Weg zum Engadin durch viele Tunnels den Albulapass hinauf windet. A propos Zug: Beim Bahnhof Bergün gibt es ein Exemplar der Kult-Lokomotive Krokodil von innen und aussen zu bestaunen.

Steinböcke im Gebirge und Sauna auf der Jenatsch-Hütte

Dank einem Transfer auf den Albulapass wird den Wanderern der Anstieg erspart. Nun geht es aus der kargen Bergwelt ins bergblumenreiche Val Bever zur Jenatsch-Hütte. Dabei erspäht man viele Murmeltiere und mit etwas Glück Steinböcke, manchmal ein ganzes Rudel.  Die Hütte ist nach Jürg Jenatsch benannt, der im Dreissigjährigen Krieg für die Befreiung Graubündens zum Held wurde. Die Jenatsch-Hütte ist die höchstgelegene SAC-Hütte im Kanton Graubünden und nützt ebenfalls die Sonne zur Energiegewinnung. Wer möchte, kann sogar die Sauna einheizen lassen.

 

Schiefer Turm von St. Moritz und Natureis-Bobrun

Nun gilt es noch die Fuorcla Suvretta zu überwinden, Piz Julier und Piz Albana grüssen aus nächster Nähe. Der Blick beim Abstieg zum Nobelkurort St. Moritz ist überwältigend: Das Panorama reicht über die Seenlandschaft des Oberengadins zu Muottas Muragl, Piz Languard und zur Berninagruppe mit dem weltberühmten Biancograt. Beim Abstieg kann man sich bereits überlegen, welche kulturellen Highlights man besuchen möchte: Das Segantini-Museum, den alten Turm der St. Mauritius-Kirche im Dorf, der sich mit 5,5% Neigung stärker neigt als der Schiefe Turm von Pisa, oder den Olympia-Bobrun. Dieser 1612 m lange Eiskanal von St. Moritz nach Celerina ist die einzige Natureis-Bobbahn der Welt; zu besichtigen auch im Sommer – natürlich ohne Eis.

Farbenprächtige Wiesen

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