Wanderferien Alpe-Adria-Trail

Einmal quer durch Slowenien

Im Herzen Mitteleuropas, zwischen Alpen und Mittelmeer, liegt Slowenien. Ein kleines, grünes, berg- und wasserreiches Land, das wie gemacht ist für Outdoorerlebnisse. Quer durch Slowenien führt der Alpe-Adria-Trail, ein 750 km langer Fernwanderweg, der Kärnten in Südösterreich mit Friaul-Julisch Venetien im Nordosten Italiens verbindet. Bei den Wanderferien Alpe-Adria-Trail werden die fünf wunderschönen slowenischen Etappen erkundet.

Dabei lernen die Wanderer den Triglav-Nationalpark genau so kennen wir das wunderschöne Tal der Soča. Die Wanderungen verlaufen auf gut ausgebauten Wanderwegen und dauern zwischen 4 bis 7 Stunden. Eine gute Grundkondition ist Voraussetzung.

Wanderrast am Fluss Soca
Wanderrouten am Fluss Soča

Die Wanderreise beginnt in Kranjska Gora, dem weltbekannten Skigebiet im Herzen der Julischen Alpen. Die Route führt gleich schon zu Anfang durch den Triglav-Nationalpark, den einzigen Nationalpark des naturbewussten kleinen Landes. Benannt ist er nach dem höchsten Berg im Park, dem Triglav (2864m), für die Slowenen eine Art heiliger Berg.

Ausgangspunkt der ersten Wanderung ist der Vrisic-Pass, der hinunter ins Tal der Soča zu ihrem Quellgebiet führt. Das smaragdgrüne Gewässer in den hohen Bergen, von denen man bis zum Meer sieht, gilt als einer der schönsten Flüsse Europas. Die Soča gibt sich mal sanft, mal wild, mal fliesst sie ruhig und idyllisch zwischen Bäumen, mal sprudelt sie schäumend durch Felsentore und tiefe Schluchten. Sie ist bei Wassersportlern sehr beliebt, und auch Landratten haben ihren Spass, vom Soča-Trail aus den Wasseraktivitäten aus beizuwohnen.

Beeindruckende Landschaft in Slowenien

Doch auch die Wanderer dürfen sich auf einen Schuss Abenteuer freuen. Lange lässt er nicht auf sich warten. Die Soča-Schlucht bietet nämlich die spektakulärsten Abschnitte der Tour. Abwechselnd führt der Pfad vom Flussniveau hoch hinauf, meist belohnt ein Blick aufs Wasser. Mehrmals wird auf gut eingerichteten Hängebrücken das Ufer gewechselt, unter den Planken in der Tiefe der gurgelnde Fluss.

Auch die folgende Etappe steht ganz im Zeichen des Wassers: tosende Wasserfälle wie der Virje- und der Boka-Fall, Sloweniens grösster Wasserfall, bieten unvergessliche Naturschauspiele und sorgen für angenehme Frische. Magisch ist danach die Wanderung durch eine Auenlandschaft ins Bergdorf Magozd und weiter zum Wallfahrtsort Dreznica. Ganz in der Nähe lohnt der Besuch der Kirche St. Just aus dem 13. Jahrhundert mit ihren wunderschönen alten Fresken.

Und damit nicht genug. Auf dem «Weg des Friedens» wandert man nun zur weiss getünchten italienischen Kapelle Bes na Planici, die zum Gedenken an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten erstellt wurde. Damals befand sich auf der Planica nahe der Frontlinie ein Versorgungslager der italienischen Armee. Speziell ist die Eingangsfassade der Kapelle, die mit stilisierten Granaten und Gewehren aufwartet.

Hier, am Eingang zum Nationalpark, bieten sich immer wieder traumhafte Ausblicke ins Tal zur Soča und auf den Bergkamm des Kolovrat. Er scheint zum Greifen nah, doch um ihn zu erreichen, muss man den Kamnica-Graben queren und hinauf zum Hlevnik wandern. Von dort aus erreicht man nach einem weiteren Anstieg den Kamm, auf dem die Grenze zu Italien verläuft. Auf der Kolovrat-Hochebene, unterwegs zum Monte Klabuk, passiert die Route ehemalige Vereidigungsstellungen. Der Monte Klabuk war eine Schlüsselstelle der italienischen Front, man findet dort noch immer bauliche Überreste.

Auf dem Monte Klabuk werden die Wanderer mit einem herrlichen Panoramablick auf die umliegenden Gipfel für die Mühen des Aufstiegs belohnt. Ein krönender Abschluss dieser faszinierenden Fernwanderung. Der Abstieg zum Refugio Solarie, dem einstigen Grenzübergang zu Italien, ist nicht mehr der Rede wert. Per Transfer geht es zurück nach Kranjska Gora.

Hängebrücke über den Fluss Soca