Veloreise von Krakau nach Warschau

Facettenreiche Aktivferien im Sommer

Die Veloreise Krakau - Warschau entlang der Weichsel ist etwas für Entdecker. Die Weichsel, mit 1047 km der längste Fluss Polens, fliesst in grossen Abschnitten ungeregelt durch eine unberührte, vom Tourismus kaum berührte Landschaft. Hier gibt es neben vielen Säugetieren einen grossen Reichtum an Vogelarten. Ab und zu wieder trifft man auf historische Orte wie das mittelalterliche Sandomierz und das Renaissanceschloss von Baranow.

Den Auftakt der Reise macht die Königsstadt Krakau. Ein Bummel durch die historische Stadt mit ihren Patrizierhäusern, den Tuchhallen, der gotischen Marienkirche und dem riesigen Marktplatz stimmt auf die polnische Kultur ein, bevor die Veloreise entlang der Weichsel in Nowe Brzesko startet.

Entlang der Weichsel ins Dorf der bunt bemalten Häuser

Auf dem Velo geht’s ost- und schliesslich nordwärts, immer der Weichsel entlang. Die Weichsel, früher auch Weixel oder Wissel, bildete zwischen Krakau und der Mündung des San bis 1916 über 100 Jahre lang die Grenze zwischen dem österreichischen Galizien und dem Russischen Reich. Die erste Tagestour führt durch hübsche kleine Dörfer bis Zalipie, einem wahren Kleinod.

Jedes der mit Blumen und Blumensträussen bemalten weissen Holzhäuser ist ein kleines Kunstwerk. Die Malereien sollten einst die von Russ geschwärzten weissen Wände fröhlicher und bunter machen. Ein Besuch des Renaissanceschlosses Baranow rundet die Tour ab.

Die unterirdischen Gänge von Sandomierz, der Stadt auf den 7 Hügeln

Auf schmalen Strässchen entlang der Weichsel durchstreift man einsame Landstriche, in denen der Fluss noch genau so verläuft, wie er sich selbst seinen Weg suchte. Neben der Natur mit ihrem grossen Vogelreichtum bezaubern immer wieder historische Orte und Sehenswürdigkeiten die Veloreisenden. Sandomierz etwa ist eine der ältesten Städte Polens. Sie liegt an der Mündung des San in die Weichsel und wurde wie Rom auf sieben Hügeln erbaut.

Sehenswert sind u.a. das gotische Einfahrtstor aus dem 14. Jahrhundert, das zu einer gotischen Stadtmauer gehörte, das rechteckige, rote gotische Rathaus mit dem weissen Turm und die unterirdischen Gänge und Räume. Sie liegen 112m unter dem Stadtmarkt und sind ca. 100m lang. Um die Kellergewölbe, die einst gewerbezwecken dienten, ranken sich auch diverse Legenden.

Vogelschutzgebiete und einstige Getreidespeicher

Nach der Mündung des San in die Weichsel erreicht sie das polnische Tiefland. Hier gibt es viele Natur- und Vogelschutzgebiete, die einen Besuch lohnen. Bald ist Kazimierz Dolny an der Weichsel erreicht. Der Ort war im 17. und 18. Jahrhundert ein wichtiger Hafen für die Ausfuhr von Getreide. Noch heute werden die Speicher genutzt – allerdings nicht mehr zum Lagern von Getreide sondern als hübsche Pensionen und Hotels.

Nach einem letzten Abschnitt entlang der Weichsel erreichen die Veloreisenden nach insgesamt 250 Radkilometern Warschau, wo sie die Reise mit einem ausgiebigen gemütlichen Stadtbummel beschliessen können.