Veloreise im Norden Sardiniens

Destination Special: Sardinien

Nordsardinien mit seiner malerischen Bergwelt und der zauberhaften türkisblauen Küste, der weltberühmten Costa Smeralda, ist ein Touristenmagnet. Doch neben den viel besuchten Küstenstreifen und den pulsierenden Städten gibt es im Norden der italienischen Mittelmeerinsel auch einsame Gegenden, deren Unberührtheit den Eindruck verleiht, die Zeit sei stehen geblieben. Die Veloreise Sardinien Nordroute ist ein wunderbarer Mix aus beidem.

Entlang der Bilderbuchküste

Eine erste Velotour gilt dem Entdecken der Costa Smeralda. Stets das glitzernd smaragdgrüne Meer im Blick, geht es in den Ort Arzachena, wo sich die bekannte Nuraghen-Siedlung Malchittu mit den charakteristischen steinernen Rundhütten sowie einem kleinen Tempel aus dem 10. Jahrhundert vor Christus befinden. Nicht ganz so tief in die Vergangenheit führt der Besuch des Ortes San Pantaleo. Die kleinen Steinhäuser des malerischen Örtchens in den Hügeln gehen auf die Gallura-Hirten zurück und sind erstaunlich gut erhalten. Porto Cervo in der Baia Sardinia, der Millionärsort mit seinem Yachthafen und den luxuriösen Hotels, holt die Veloreisenden am Ende dieser Tagestour in eine mondänere Welt zurück.

Entlang der Bilderbuchküste führt eine nächste Veloetappe zur Stadt La Maddalena. Sie liegt auf der gleichnamigen Inselgruppe und ist flankiert von zauberhaften Buchten und Stränden. Zu einer Pause bei einem feinen Gelato in einem Strandcafé und bei einem Bad im einladenden Meer lässt man sich zu gerne verführen. Danach nimmt man die weit gespannte Brücke unter die Räder und «setzt» auf die Insel Caprera über, wo der italienische Volksbefreiungskämpfer Giuseppe Garibaldi seine letzten Lebensjahre verbrachte und sich heute das viel besuchte Garibaldi-Museum befindet.

Wild lebende Tiere und seltene Pflanzen

Sobald sich die Route von der Küste entfernt, wird es hügelig und bei Gallura sogar richtig felsig. Wilde Steinformationen verleihen der Gegend etwas Archaisches und erinnern bisweilen an von Künstlern gemeisselte Figuren. Besonders die Steinformationen des Mondtales auf dem Weg nach Aggius sind ein unvergesslicher Anblick. In dieser Gegend spenden Korkeichen an heissen Tagen wohltuenden Schatten. Gerne kehrt man zurück zur Küste, wo ein erfrischendes Lüftchen weht. Noch einmal heisst es dann aber der Küste den Rücken kehren, stetig bergauf treten, vorbei an den malerischen Orten Nulvi und Osilo und den Anglona-Hügeln bis nach Sassari. In dieser Einsamkeit begegnet man wild lebenden Tieren und entdeckt, wenn man das Auge dafür hat, seltene Pflanzen. Sassari, die zweitgrösste Stadt Sardiniens, ist umgeben von Olivenhainen, produziert ein hervorragendes Olivenöl und bezaubert mit seiner historischen Altstadt.

Auf abgeschiedenen Wegen führt die letzte Etappe der Velotour im Norden Sardiniens durch ein malerisches Hinterland zur Küste nach Alghero. Der Ort gilt als eine der schönsten Städte der Insel und ist auch als «Korallenstadt» bekannt. Beim Bummeln in der malerischen Altstadt, beim Stöbern in den Souvenirläden nach hübschem Korallenschmuck, beim Aperitif auf einer beschaulichen Piazza oder auch beim Sonnenbaden an einem der bekannten weissen Strände – Alghero bietet einen würdigen und unvergesslichen Abschluss dieser Velotour durch den gleichsam einsamen wie touristischen Norden Sardiniens.

Radfahrer auf Steilküste

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