Velotour vom Reschensee zum Gardasee

Kurioses

Eigentlich ist die Velotour Reschensee – Gardasee nur eine Reise von See zu See. Doch wie sehr verändert sich die Landschaft während der Tagesetappen, und wie unterschiedlich muten die Gewässer an! Von alpinem Gelände geht es vorbei an unzähligen Apfelplantagen und weiter zu einer fast mediterran anmutenden Landschaft, wo sogar Palmen gedeihen.

Aus dem See ragt ein Kirchturm

Welch ein eigenartiges Bild: Mitten im idyllischen Tal liegt der Reschensee, in der Ferne weisse Schneegipfel, und aus dem See, unweit des Ufers, ragt ein Kirchturm. Vor über 60 Jahren wurden die Bewohner des Dorfes Graun umgesiedelt, ihre Häuser gesprengt und das Dorf geflutet. Dorf und Naturseen machten einem Stausee Platz. Nur der Kirchturm wurde stehen gelassen, und so ragt er als Wahrzeichen und beliebter Touristenmagnet aus dem glitzernden See; den einstigen Graunern bereitet sein Anblick jedoch noch immer gemischte Gefühle.

Ein Besuch beim Mann aus dem Eis

Eine lange Abfahrt später erreicht man Glurns, das historische Städtchen mit der intakten mittelalterlichen Stadtmauer. Durch Obstplantagen mit Äpfeln und Aprikosen führt der Radweg, an den Bergflanken thronen stolze Schlösser und Burgen wie Schloss Juval des Bergsteigers Reinhold Messner. Und hin und wieder wird der Blick auf die weisse Kuppe des Ortlers frei, der alle umstehenden Bergspitzen überragt. Während in den Höhen der ewige Schnee zu sehen ist, wird die unmittelbare Umgebung zusehends mediterraner. Meran mit seiner hübschen Altstadt und den Zypressenreihen hat ein eindeutig südliches Flair. Unterwegs nach Bozen lohnt das Messner Mountain Museum in der restaurierten Ruine Sigmundskron einen Besuch. Und in Bozen, im Südtiroler Archäologiemuseum, ist der weltbekannte Ötzi, der Mann aus dem Eis und die wohl weltbekannteste Mumie, zu bestaunen.

Der Kalterer See liegt wie gemalt in der grünen Landschaft

Dann legt sich den Veloreisenden, die bisher vor allem bergab rollen durften, ein Anstieg vor die Pneus. Aber die Mühe lohnt sich: Oben angekommen, liegt in einer zauberhaft grünen Landschaft der Kalterer See. Fast glaubt man, einen Gemälde eines alten Meisters vor sich zu haben, so unwirklich wirkt die Szenerie mit den bewaldeten Hängen und Wiesen in unzähligen Grüntönen und manchmal einem feinen Dunstschleier über dem See. Unterwegs kann man in einer der gemütlichen Schenken einkehren und weltbekannten Kalterer Wein verkosten, bevor es weiter durch die Obstgärten bis Salurn geht, wo das deutschsprachige Südtirol endet.

Café und Gelati am Gardasee

Die Tour führt auf Dammwegen der Etsch entlang nach Trient und weiter durch die alte Tiroler Grenzstadt Rovereto bis Mori. Noch immer befindet man sich in einem von Bergen flankierten Tal. Doch die Landschaft hat ihr alpines Gepräge verloren. Ein letzter Anstieg auf den Passo S. Giovanni, dann ist er endlich zu sehen: der Gardasee. Dunkelblau liegt er zwischen bewaldeten Steilhängen unter südlicher Sonne. Nach einer rasanten letzten Abfahrt kommt man definitiv im Süden an: Gemütliche Cafés an der Palmen bestückten Uferpromenade in Torbole, Riva oder Arco laden zum Aperitiv oder einem typisch italienischen Gelato mit Blick aufs glitzernde Wasser. Ein Turm ragt hier keiner aus dem See.

Weinberge

Unsere Veloreise vom Reschensee zum Gardasee

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Veloferien Reschensee - Gardasee

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