Veloferien im Baltikum

Estland, Lettland & Litauen hautnah erleben

Die baltischen Schwesterstaaten Estland, Lettland und Litauen sind beliebte Reiseziele. Mit der Ostseeküste, einer abwechslungsreichen Natur, mehreren Nationalparks und Hauptstädten, die zum UNESCO-Welterbe gehören, haben sie landschaftlich und kulturell eine Menge zu bieten. Idealerweise besucht man sie gleich alle drei, am besten mit dem Velo. Auf der 11-tägigen Radreise im Baltikum erlebt man die drei baltischen Länder hautnah. Insgesamt sind 370 Radkilometer zu bewältigen, die Route verläuft vorwiegend auf verkehrsarmen Nebenstrassen und ist abgesehen vom hügeligen Guaja-Flusstal und dem Höhenzug Otepää weitgehend flach. Transferstrecken werden mit dem Bus und auch mal per Schiff zurückgelegt.

Durch den Lahemaa Nationalpark und die estnische Schweiz

Die Veloreise beginnt in Estlands Hauptstatt Tallinn. Nach einer Entdeckungstour in der pulsierenden modernen Stadt tauchen die Gäste schon bald in die Stille der Natur ein. Der Lahemaa Nationalpark mit seinen ausgedehnten Wäldern und Feuchtgebieten begeistert mit seiner vielfältigen Fauna und Flora. Schon bald dürften sich die Reisenden fast ein wenig heimisch fühlen: Die hügelige Landschaft des Otepää-Höhenzugs erinnert mit ihren vielen Seen an die Schweiz. Kein Wunder, wird die Region auch estnische Schweiz genannt. Für die Mühen der Anstiege belohnt ein erfrischendes Bad im einen oder anderen See.

Ein prächtiges Flusstal, Höhlen und heilendes Quellwasser

Auch nachdem der Transferbus die Gäste nach Lettland gebracht hat, geht es hügelig weiter. Die Radtour durch den Gauja-Nationalpark bietet sagenhafte Ausblicke auf das Gauja-Flusstal. Die Gauja schlängelt sich durch dichte Waldgebiete und ist vielerorts von roten Felsklippen gesäumt, wo sich auch die bekannte Gutmannshöhle befindet. Laut einer Sage soll dort einst ein Mann kranke Menschen mit dem Quellwasser der Höhle geheilt haben. Noch heute verströmt der Anblick der grossen Höhle im roten Fels einen Hauch von Abenteuer. Die Höhle kann man besuchen, das Quellwasser trinken. In Riga, der mittelalterlichen Hansestadt an der Rigaer Bucht, tauchen die Veloreisenden wieder ein ins Jetzt und Heute und erkunden auf einer Führung die Altstadt mit ihren berühmten Jugendstilbauten.

Tote Dünen und vom Sand begrabene Dörfer auf der Kurischen Nehrung

Ein weiterer Transfer bringt die Gäste über die Grenze zur litauischen Küste, wo eine erste Velotour entlang der Ostseeküste nach Klaipeda und weiter ins bekannte Ostseebad Palanga führt. Mit der Fähre geht’s über das Kurische Haff auf die weltbekannte Kurische Nehrung, eine 98 km lange, sichelförmige Halbinsel. Der Veloweg verläuft direkt am Meer. Um die Fischer im Kurischen Haff vor dem wilden Meer zu schützen, soll einst eine Riesin Sand ins Meer geschüttet und damit die Kurische Nehrung geschaffen haben. Bekannt ist die Kurische Nehrung für ihre Sanddünen. Der Dünen wegen wird sie auch litauische Sahara genannt. Ein Zwischenhalt an den Toten Dünen mit ihren abenteuerlichen Gruben und Höhlungen lohnt sich. Die Düne, die sich mit bis zu einem Meter pro Jahr fortbewegt haben soll, begrub im Mittelalter ganze vier Dörfer unter sich, die sich heute noch dort befinden.

Ein Bustransfer bringt die Radreisenden ins litauische Seenland, wo eine letzte Velotour auf dem Programm steht. Sie führt durch die hügelige Landschaft nach Trakai mit seiner spätmittelalterlichen Wasserburg. Die Inselburg im Galve See dient heute als Museum, in dem die Geschichte der Burg gezeigt wird. Ein Besuch der altehrwürdigen Gemäuer, die bestimmt viel zu erzählen hätten, lässt nochmals so etwas wie Abenteuerstimmung aufkommen. Den Abschluss der Veloreise macht Litauens Hauptstadt Vilnius.

Unsere Veloreisen im Baltikum