Wandertour Via Claudia Augusta Südtirol

Reisebericht von Eva-Maria Heigerer

1. Tag: Anreise

Sonntagabend packten ich und mein Wanderkamerad unsere Wandersachen zusammen und fuhren bei herrlichem Wetter nach Südtirol. Nach ca. vier Stunden Autofahrt erreichten wir den auf 1500 Metern gelegenen Ort Reschen. Zuerst fuhren wir gleich weiter nach Graun um uns die meistfotografierte Sehenswürdigkeit des Vinschgaus, den Kirchturm von Alt-Graun, das einzige Objekt, das nach der Flutung des Dorfes Alt-Graun geblieben war, anzusehen.

Nach einigen Fotos fuhren wir zu unserem Starthotel zurück nach Reschen. Wir wurden schon erwartet und auch sehr herzlich empfangen. Die Chefin zeigte uns gleich den sicheren Parkplatz, auf welchem wir unser Auto über die Woche stehen lassen konnten. Danach brachten wir unsere Sachen in unser grosses, schönes Zimmer. Hungrig von der Autofahrt gingen wir Abendessen und als kleine Aufmerksamkeit des Hauses bekamen wir auch noch einen Birnenschnaps. Nach diesem hochprozentigen Schlaftrunk gingen wir zu Bett und freuten uns schon auf den ersten Wandertag: der Wetterbericht meldete schönstes Wanderwetter!

2. Tag: Reschen - Burgeis

Am nächsten Tag konnten wir lange schlafen, da unser Infogespräch erst auf halb 10 Uhr angesagt war. Nachdem wir unsere Wandermontur angezogen hatten und unseren Koffer wieder fertig gepackt hatten, stärkten wir uns beim Frühstück noch einmal richtig und als wir unsere Koffer zur Rezeption brachten, wartete Peter schon mit der ausführlichen Toureninformation mit zahlreichen Tipps zur Reise auf uns.

Mit vielen Insiderinfos im Gepäck und voller Motivation starteten wir den ersten Wandertag bei traumhaften Wetter von Reschen nach Burgeis. Diese erste Etappe führt von Reschen, am Reschensee entlang nach St. Valentin und ein Stück entlang des Haidersees weiter nach Burgeis.

Wir gingen auch auf einer Art Steg durch ein Biotop am Haidersee, als uns auf einmal zwei Kinder, die aus dem Schliff heraus hüpften erschraken. Fast wäre ich ins Wasser gefallen vor lauter Schreck, doch schnell hatte ich mich vom Schock erholt und wir gingen weiter. In Burgeis angekommen fanden wir unser Hotel ganz einfach.

Burgeis ist ein kleines Bergdorf, wo die Uhren noch anders schlagen und man sich fühlt, als wäre man in einer früheren Zeit.

3. Tag: Burgeis - Schluderns

Von Burgeis ging es am nächsten Tag weiter nach Schluderns. Wieder hatten wir sehr schönes Wetter. Wir wanderten entlang eines Themenweges am Berghang. Auf dem Weg sahen wir immer wieder sonderbare Skulpturen die aus Holz geschnitzt wurden. Tafeln erzählen Geschichten, Sagen und Wissenswertes von der Gegend. Als wir gerade ein Pause machten und etwas assen, überholte uns ein zweites Wanderpaar und wir mussten lachen, weil diese ja eigentlich einiges älter waren als wir und wir schon bei der Jause sassen.

Am Ende der Tour hatten wir sie aber wieder eingeholt und so waren wir als erstes in unserem superschönen Hotel in Schluderns angekommen. Wir waren relativ bald da, also beschlossen wir nach einer Dusche die berühmte Churburg, die besterhaltenste Burg Südtirols, zu besichtigen. Bei der Führung erfuhren wir viel über das Leben in der Ritterzeit und wer wollte konnte auch in eine echte Ritterrüstung schlüpfen und sich für einen Moment als Ritter fühlen.

4. & 5. Tag Schluderns - Schlanders - Naturns

Bei der Etappe von Schluderns nach Schlanders ging es diesmal viel durch den Wald, darüber waren wir sehr froh, denn die Temperatur lag bei über 30 Grad und die Bäume schützten uns vor der starken Sonne und der Hitze. Auf dem Weg nach Schlanders kommt man am Marmorort Laas vorbei. Hier wird der weisse Marmor, den man immer wieder in Kirchen und Burgen in ganz Südtirol zu sehen bekommt, abgebaut.

Ab dort waren wir von Apfelgärten umgeben, doch erst am nächsten Tag wandert man durch unzählige Apfelbäume hinauf und vom Berghang sieht es aus, als ob es hier gar nichts anders gibt: Apfelbäume soweit das Auge reicht. Gerne hätten wir mal einen probiert, doch die meisten waren noch viel zu klein, wir müssen im Herbst wieder kommen!

 

Natürlich mussten wir auch die typischen Vinschgauer Schlutzkrapfen probieren. Das sind so eine Art Tortellini mit Spinat- und Ricottafüllung. Die waren sehr, sehr lecker und werde ich bestimmt das nächste Mal wenn ich nach Südtirol komme, wieder essen! Der Weg führt weiter am Hang entlang mit wundeschönen Aussichten auf das Vinschgauer Tal.

Immer wieder sieht man von weiten schon viele Burgen und Schlösser und wir wunderten uns, dass es in jedem kleinen Dorf meistens nicht nur eine Kirche gab, sondern oft auch noch viele Kapellen. Es ging noch einmal hoch hinauf und man konnte viele Bergbauernhöfe sehen.

Die Hänge, Wiesen und auch Apfelbäume müssen immer bewässert werden, da es sehr trocken ist in Südtirol.Einmal haben wir auch eine Dusche abbekommen, denn unser Weg führte direkt durch einen Apfelgarten, in dem gerade die Bäume gegossen wurden. Aber es war eine willkommene Abkühlung bei dem warmen Wetter.

6. Tag: Naturns - Meran

Der letzte Tag führte uns die zweitgrösste Stadt Südtirols, nach Meran. Zahlreiche Geschäfte lockten viele Touristen in die Strassen. Vom Bahnhofsplatz bis in das Zentrum von Meran war ein grosser Markt mit allerhand verschiedenen Ständen aufgebaut. Es gab Obst und Gemüse, Schuhe und Bekleidung, Schmuck und vieles mehr. Auf der Strasse spielten einige Strassenmusikanten und umrahmten das geschäftige Treiben.

 

Fazit

Die Wandertour eignet sich sehr gut für jedermann/frau mit etwas Wandererfahrung. Die Etappen von bis zu ca. 23 Kilometern sind gemütlich zu erwandern und können jederzeit mit dem Zug verkürzt werden. Immer wieder kann man während der Tour in den Tourenorten einkehren und viele Burgen, Museen oder ähnliches besichtigen. Ich kann diese Tour wirklich weiterempfehlen. Die Südtiroler sind auf jeden Fall sehr um das Wohl ihrer Gäste bemüht!

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