Mit Rad & Schiff in Norddalmatien

Reisebericht von Carmen Frömelt

1.Tag: Einschiffung – Willkommensgetränk – Trogir - Rogoznica 7-17 km

Einschiffung war von 11.00 Uhr bis 13.00 Uhr. Um das charmante Städtchen Trogir mit seinen romantischen und alten Gässchen zu entdecken, blieb bis ca. 13.20 Uhr genügend Zeit. Ein Spaziergang lohnt sich.

Um ca. 13.20 Uhr versammelten sich alle Teilnehmer auf dem Schiff und wurden herzlich von der Crew und der Reiseleitung mit Grappa und anderen Köstlichkeiten begrüsst. Danach konnten wir die Kabinen beziehen. Um ca. 14.00 Uhr gab es Mittagessen. Nach dem Essen hat unsere Reiseleiter die Streckenkarte verteilt und uns über die bevorstehende Fahrradtour informiert.

Abfahrt war um 15.30 Uhr nach Rogoznica, Dauer ca. 1 Stunde. Gleich nach Ankunft wurden für uns die Fahrräder bereitgestellt. Zuerst fuhren wir entlang der schönen Küste wo gleich ein kurzer, aber steiler Anstieg zu bewältigen war. Es war eine sehr schöne Fahrt, meist an der Küste auf einem flachen aber teils kiesigen Weg. Es folgte noch ein kurzer Anstieg zu einer Kirche, von der man eine sehr schöne Aussicht aufs Meer und Rogoznica hatte. Den ganzen Weg sind wir wieder zurück gefahren.

Wir konnten uns entscheiden, ob wir die längere Strecke (17 km) nach Jarebinjak machen wollten. Dieser Weg ging meistens bergauf. Zu Beginn ging es nur leicht aufwärts, dann folgte ein ca. 100-200 m steiler Weg. Weiter ging es meist auf flachen Wegen, aber kurz vor Jarebinjak gab es einen kurzen, steilen Anstieg. Landschaftlich war diese Etappe sehr schön und es gab eine wunderschöne Aussicht aufs Meer und Rogoznica. Danach ging es über Schotterwege und asphaltierte Strassen hinunter zum Hafen.

Bis zum Abendessen blieb noch genügend Zeit um das Städtchen zu erkunden. Um 19.30 Uhr folgte das Abendessen (4-Gänge) und die Besprechung der morgigen Tour.

2.Tag: Rogoznica – Primosten – Sibenik – Vodice – ca. 15 km

Frühstück um 8.00 Uhr. Beginn der Fahrradtour um 9.00 Uhr. Bereits in der Nacht hat starker Regen eingesetzt, der erst am Mittag aufhörte. Deshalb sind wir die Strecke von Rogoznica nach Primosten nicht gefahren, sondern gingen mit dem Schiff über Primosten nach Sibenik. Dort gab es einen kurzen Rundgang durch die Altstadt, zur Kathedrale und weiter zur Burg. Von dort hatte man eine wunderschöne Aussicht über die ganze Stadt Sibenik und auf die Krka, die ins Adriatische Meer mündet. Es gab eine kurze Pause und danach fuhren wir mit unserem Schiff, der „Romantica“, weiter nach Vodice.

An Bord wurde gegen 14.00 Uhr Mittag gegessen und um 15.00 Uhr kamen wir in Vodice an. Die nächste Fahrradtour begann um 15.30 Uhr, und führte uns ein kurzes, flaches Stück die Küste entlang. Danach hatten wir wieder Zeit zur freien Verfügung und entschieden uns mit den Fahrrädern nach Tribunji und auf einem asphaltierten Weg entlang der Küste  zu fahren. Auch ohne Altstadt hat Vodice auch sehr viel Charme, obwohl es zu dieser Jahreszeit noch etwas ausgestorben wirkte.
Um 19.30 Uhr folgten wieder ein 4-gängiges Abendessen und die Besprechung der morgigen Tour mit einem kurzen Kroatisch-Kurs. Danach konnte jeder tun und lassen was er wollte.

3.Tag: Vodice – Murter – Telascica – ca. 27 km

Frühstück um 8.00 Uhr und um 09.00 Uhr startete unsere Fahrradtour Richtung Tribunj. Diese schöne Etappe führte uns auf einer asphaltierten Strasse entlang der Küste, wobei ein kurzer Teil etwas schottrig war.

Tribunj ist ein charmantes kleines Fischerdorf, in dem wir uns Zeit für eine eine kurze Kaffeepause genommen haben. Weiter ging es durchs Städtchen und auf asphaltierten Strassen durchs Hinterland. Auf der Insel Murter ging es dann etwas bergauf und bergab bis wir im Städtchen Tisno eintrafen. Über eine Brücke gelangten wir wieder an die Küste und fuhren zu einem Campingplatz und einer sehr schönen Bucht. Von dort hatte man einen wunderschönen Blick auf die Hügel mit ihren Steinmauern.

Nach einer kurzen Badepause fuhren wir mit dem Schiff weiter durch die fantastische Inselgruppe Kornaten. Lassen Sie sich von dieser Landschaft inspirieren. Mittagessen um 12.30 Uhr. Die Fahrt bis zur Insel Dugi Otok dauerte 3 Stunden. Ankunft um ca. 17.00 Uhr in Telascica. Am Hafen hat es ein paar wenige Häuser. Danach haben wir uns auf den Weg zur Klippe gemacht. Nach einem kurzen von ca. 140 m offenbarte sich uns eine atemberaubende Aussicht auf die steilen Klippen und Riffe.

Die Wanderung ging weiter zum Silbersee, einem grossen, sehr salzigen See, der vielen aus den Winnetou-Filmen ein Begriff sein wird. Wen der steinige Weg nicht abschreckt, kann einen Spaziergang um den See machen. Es war etwas unbequem zu laufen, hat sich aber gelohnt. Um 19:00 Uhr gab es Abendessen und eine Besprechung der kommenden Fahrradtour.

4.Tag: Insel Dugi Otok – Radstrecke ca. 30 km oder alternativ 65 km

Die Fahrradtour begann wieder um 9.00 Uhr. Es ging wieder der Küste entlang auf einer asphaltierter Strasse, der ein kurzer Anstieg auf einem kiesigen Weg folgte. Weiter ging es auf der Hauptstrasse, die uns meist flach durch das hügelige Hinterland führte. Während der Fahrt boten sich uns atemberaubende Ausblicke auf die Nachbarinseln. Eine landschaftlich sehr eindrückliche und ursprüngliche Etappe.
Auf der Tour gab es die Möglichkeit einen Abstecher nach Sali zu machen.

Diesen kann man nur empfehlen. Es ist ein schönes Hafenstädtchen und bezaubert mit seinem Charme. Für die einen war hier Schluss, man konnte sich aber auch dazu entscheiden die Alternativtour bis nach Savar zu absolvieren. Nach einer kurzen Pause ging es weiter die Küste entlang, wo es eine sehr schöne Aussicht aufs Meer und die Inseln gab. Der Weg war sehr kiesig und schmal.

Ein sehr steiler Anstieg erwartete uns auf der anderen Seite. Danach kurze flache Strecke und wieder längerer Anstieg. Die Radstrecke führte uns auf der asphaltieren Hauptstrasse durch hügeliges Gelände mit Sicht auf die schöne Landschaft, die Inseln und die einsamen Berg- oder Hafendörfer. Zum Abschluss gab es noch einen kurzen Abstieg nach Luka (Hafen), ein idyllisch gelegenes kroatisches Dorf, wo auch schon das Schiff auf uns wartete. Wir assen gegen 13:00 Uhr zu Mittag und gingen weiter nach Zadar, einer Stadt, die über jahrhunderte hinweg ein politisches sowie kulturelles Zentrum von Dalmatien war.

Während der Fahrt machten wir kurz Stopp in einer Badebucht und legten Matratzen auf das oberste Deck.
Nach ca. 2 Stunden Fahrt bis Zadar genossen wir die herrliche Aussicht auf die dalmatische Inselwelt. Ankunft ca. 16.30 Uhr und um 17.00 Uhr holte uns die Stadtführerin Angela ab. Danach hatten wir ca. 2 Stunden eine Stadtführung durchs Forum von Zadar sowie am Hafen entlang. Dort gibt es eine Unterwasserorgel. Nach der Führung konnte jeder selbst noch durch die schönen Gässchen von Zadar laufen. Abendessen um ca. 19.00 Uhr. Nach der Besprechung der morgigen Tour sind wir entlang der Küste gelaufen und gingen nochmals durchs Städtchen.

5.Tag: Zadar – Insel Pasman und Ugljan – Skradin – ca. 35 km

Nach dem Frühstück ging es mit dem Schiff auf die gegenüberliegende Insel Pasman. Die Fahrt dauerte ca. 20-30 Minuten. Nachdem wir im Hafenstädtchen Preko angelegt hatten, begann die heutige Radtour, mal wieder schön die Küste entlang. Der Weg war meist asphaltiert aber teils auch kiesig. Zu Beginn gab es einen kurzen Anstieg, danach ging es weiter auf der meist flachen Hauptstrasse. Wir überwanden zwei steile, ca. 50-100 m lange Anstiege (Steigung 12 %) und dann ging es wieder bergab bis zur Brücke.
Wieder hatten wir eine fantastische Aussicht auf die Insel Pasman sowie auf die Dörfchen. Die Strecke nach der Brücke ist meistens flach und alles geradeaus auf der Hauptstrasse.

Die nächste Pause haben wir in Dobropoljana gemacht. Danach fuhren wir wieder zurück zur Hauptstrasse und alles geradeaus weiter an der Küste. Hier gab es wieder herrliche Aussicht aber leider auch starken Gegenwind. Der Weg an der Küste war meist sehr holprig (Kies- und Schotterwege). Ein kurzer Abschnitt führte sogar durch ein Feld.

Danach ging es wieder weiter auf asphaltierten Strassen durch kleine Dörfchen. Immer wieder kam uns der feine Duft der Zitronenbäume, Felder und der blühenden Blumen entgegen. Von Dobropoljana bis Tkon sind es ca. 25. km. In Tkon wartete das Schiff wieder auf uns und um 13.30 Uhr gab es Mittagessen.

Im Anschluss ging es weiter nach Skradin zum Nationalpark Krka. Danach wieder zurück nach Sibenik und von dort ins Delta der Krka. Fast wie durch die Schärenküste gelangten wir zur idyllisch gelegenen Stadt Skradin. Ein kleines Städtchen mit viel Charme, in dem wir auf eigene Faust einen Rundgang unternahmen. Um 19.00 Uhr Abendessen und gleich Tourenbesprechung. Gleich am Hafen gab es eine Kneippe, die einem mit ihrer kroatischen Atmosphäre inspiriert und in der wir den Abend genossen.

6.Tag: Skradin– Zlarin ca. 30 km

Um 9 Uhr begaben wir uns auf das Tourenschiff zum Nationalpark Krka. Es folgte eine sehr windige Fahrt auf dem schönen Fluss Krka und seine umliegenden Hügel. Dauer ca. halbe Stunde. Danach konnten wir die Krka-Fälle besichtigen, eine sehr eindrückliche und idyllische Erfahrung. Wir hatten ca. 2 Stunden Zeit um uns den Nationalpark mit seiner Naturvielfalt und den schönen Bächen und Wasserfällen anzuschauen. Vor Ort gab es auch einige interessante Museen, die auf alle Fälle einen Besuch wert sind.

Danach fuhren wieder mit dem Fahrrad zurück nach Skradin. Der Weg führte auf asphaltierter Strasse über einen Hügel, so dass es ca. 2-3 km (9 %) bergauf ging. Über das Hochland ging der Weg meistens geradeaus auf der Hauptstrasse und dann folgte wieder eine kurze aber steile Steigung. Richtung Visovac ging es ca. 2 km runter zum See. Wir gelangten zu einem wunderschönen Ort am See, an dem leider ein eiskalter Wind blies.

Ca. 500 m weiter auf der Strasse erreichten wir einen super Aussichtspunkt, von dem aus wir einen tollen Ausblick auf das Kloster auf der Insel hatten. Ein längerer Aufstieg, aber er hat sich gelohnt. Während dieser Zeit haben unsere Reiseleiter den Lunch vorbereitet. Als wir zurückkehrten, hatten Sie einen Tisch mit Sandwiches, Tomaten, Oliven, Schinken, Käse und Wein gedeckt. Nach dem Essen blieb Zeit, um uns am See zu erholen.

Und die Erholung war nötig, denn danach ging alles bergauf. Der starke Gegenwind hat uns die Fahrt erschwert aber sie war trotzdem machbar. Die Steigung auf dieser ca. 3 Kilometer langen Strecke betrug ca. 11 %. Bevor wir auf dem Hügel angekommen sind, gab es nochmals eine sehr steile aber zum Glück kurze Steigung. Auf der anderen Seite ging es länger bergab aber natürlich folgte gleich wieder eine kurze Steigung (ca. 12-15% Steigung). Wir machten eine kurze Pause und dann fuhren wir bergab Richtung Skradin. Bei dieser Talfahrt hatten wir eine schöne Sicht auf Felder und Städtchen in der Umgebung.

Nach unserer Rückkehr ging es durch das Krka-Delta wieder zurück und wir fuhren weiter Richtung Insel Zlarin, wo es ein Korallenmuseum zu besichtigen gab. Auf Zlarin gab es ein kleines Städtchen mit einem sehr idyllischen Hafen, und vor allem seine Steinhäuser machten diesen Ort wirklich einzigartig. Wir nahmen uns Zeit für einen kurzen Rundgang durch die Stadt bevor wir unser Abendessen bei einem sehr schönen Sonnenuntergang genossen. Danach folgte wieder die Tourenbesprechung für unseren letzten Tag. Gleich beim Hafen gab es noch eine Bar.

7.Tag: Insel Solta – ca. 15 km, alternativ 40 km

Mit dem Schiff fuhren wir morgens um 6 Uhr von Zlarin los in Richtung Insel Solta. Nach dem Frühstück gab es nochmals eine kurze Besprechung der heutigen Tour. Nachdem wir im kroatischen Hafenstädtchen Maslinica ankamen, begannen wir unsere Tour. Diese führte uns zuerst flach an der Küste (beim Hafen) vorbei und dann folgte ein kurviger, aber kurzer, Anstieg auf der asphaltierten Hauptstrasse. Nach dieser Steigung war der Weg meist hügelig. Es war eine schöne Strecke über die Insel mit seiner idyllischen Landschaft und den duftenden Blumen sowie Feigen- und Olivenbäume. In Grohote gab es eine kurze Pause und diejenigen, die wollten konnten bis zur Olivenölfabrik weiterfahren, ca. 7 km mehr nach Gornje Selo.

Nach Grohote Richtung Gornje Selo gab es einen kurzen steilen Anstieg und dann wieder auf der Hauptstrasse weiter über kleine Hügel. Wir hatten eine wunderschöne Aussicht auf die nah gelegenen Inseln. Bei der Olivenölfabrik wurden wir freundlich begrüsst und in die Herstellung eingeführt (auf Englisch). Auch eine Kostprobe wollten wir uns nicht entgehen lassen. Später ging es wieder zurück nach Grohote, wo es eine Kaffeepause gab. Wer wollte konnte noch einen kleinen Abstecher in ein einsames Dorf machen, alle anderen fuhren auf der Hauptstrasse, auf der wir hingefahren waren, zurück. Der Weg zu diesem Dorf war teils kiesig, sonst asphaltiert.

Dann fuhren alle wieder hinunter nach Maslinica. Von dort ging es mit dem Schiff wieder los in Richtung Trogir, wo wir am frühen Nachmittag ankamen. Vor dem Kapitänsdinner hatten wir noch genügend freie Zeit, um das Städtchen Trogir zu erkunden. Um 20.00 Uhr versammelten sich alle und der Kapitän ass am letzten Abend mit seinen Gästen. Im gemütlichen Kreise haben wir den letzten Abend miteinander verbracht und die ganze Reise Revue passieren lassen.

8.Tag: Ausschiffung und individuelle Abreise oder Verlängerung

Frühstück gab es heute bereits um 7.30 Uhr, da die Crew das Schiff putzen und für die nächsten Gäste auf Vordermann bringen musste. Die Ausschiffung und damit auch die Verabschiedung von allen Teilnehmern, von der Crew sowie von den Reiseleitern erfolgte um ca. 8.30 Uhr. Individuelle Abreise oder Verlängerung.