Kanutour im Altmühltal

Reisebericht von Günther Lämmerer

Tag 1: 17.05., Anreise nach Treuchtlingen

Den ersten Tag haben wir genutzt, um den kleinen Ort Treuchtlingen etwas genauer anzusehen. Neben einer gemütlich aussenden Therme gibt es zahlreiche kleinere Restaurants und Möglichkeiten, um sich zu verpflegen und mit Proviant für die Reise einzudecken. Unser Hotel war sehr gemütlich und direkt neben dem Einstieg der Kanutour gelegen.

Beim Abendessen mit unseren Kollegen, die mit uns gemeinsam auf diese Tour gingen, konnten wir erste Bekanntschaften mit der bayerischen Küche schliessen. Ca. die Hälfte des Abendessens landete als Proviant in unseren Vorräten in den nächsten Tagen. Wir freuten uns auf die kommende Reise und gingen früh ins Bett.

Tag 2: 18.05., Treuchtlingen - Pappenheim - Sollnhofen

Am Morgen stellten wir unser Auto zum Park & Ride am nahe gelegenen Bahnhof, dort konnten wir es ohne Probleme für die Dauer unserer Tour abstellen. Danach warteten auch schon die Kanus / Kajaks auf uns. Nachdem wir bei der Reservation ein Missverständnis hatten, konnten wir den ersten Tag mit den Kajaks fahren - eine willkomene Abwechslung.

Wir packten unser Gepäck und nach einer kurzen Einführung starteten wir los. Bedenken wegen der etwas oberflächlichen Einschulung wurden gleich zerstreut - die Altmühl fliesst wirklich äusserst gemütlich, nur das Einsteigen stellt zu Beginn eine kleinere Herausforderung dar.

Gleich nachdem wir im Wasser waren gab es die erste schöne Überraschung: ein Biber schwamm neben uns im Wasser und machte sich auf dem Weg zu seinem Bau. Leider waren wir noch etwas ungeschickt und schafften es nicht dieses seltene Tier zu fotografieren. Es sollte nicht das letzte Tier sein, dass wir während unser Reise zu Gesicht bekommenen würden. Zum Glück waren nicht alle so flink wie der Biber am Beginn der Tour.

Wie man sieht, passt Hektik auch nicht zu diesem Fluss. Das Wasser fliesst ruhig dahin und hat eine überaus entspannende Wirkung. Wir paddelten gemütlich vor uns hin und kamen gut voran!

Nach ein paar Stunden auf dem Fluss kamen wir bei Pappenheim zu einem kleinen Wehr. Wir zogen die Kajaks aus dem Wasser und wanderten hoch zu der Burg in diesem bekannten Ort. Dort machten wir eine kurze Pause und genossen das schöne Panorama. 

Nach diesem kurzen Abstecher liessen wir die Kajaks wieder ins Wasser und paddelten ruhig weiter nach Sollnhofen. Die Ufer waren ziemlich dicht bewachsen und so machten wir teils Stopps und Pausen auf dem Wasser. Als wir Sollnhofen erreichten regelten wir noch den Tausch der Kajaks zu Kanus und gingen anschliessend in unser Hotel. Dort schlossen wir Bekanntschaft mit dem Wirt und genossen wieder die tolle Küche und Gastfreundschaft in dieser Region. Es war ein schöner Einstieg zu unserer Tour.

Tag 3: 19.05., Sollnhofen - Dollnstein

Die heutige Etappe sollte etwas kürzer werden, dafür warteten anscheinend ein paar Kanurutschen auf uns. Wir waren noch nicht ganz sicher, was uns dort erwarten würde, aber wir freuten uns schon sehr darauf wieder loszupaddeln. Nach dem Frühstück luden wir unser Gepäck in die neuen Kanus und fuhren los.

Kanadier sind etwas anders zu steuern als Kajaks, aber wir waren früher schon gepaddelt und hatten die Technik schnell wieder im Griff.

Kurz nach Sollnhofen passierten wir die "12 Apostel" - eine Gesteinsformation am Rande des Tals.

Wir sahen auch immer wieder Velofahrer und überholten öfter andere Leute im Kanu, die sich einfach treiben liessen. Da wir am Pfingstwochenende unterwegs waren, war ziemlich viel Betrieb auf dem Fluss, dies haben wir vor allem an dem einen oder anderen Wehr bemerkt, wo wir hin und wieder etwas warten mussten.

Wie schon gesagt, hatte der Fluss aber eine ziemlich entspannende Wirkung auf uns. Ein Paddelschlag folgte auf den nächsten und so kamen wir gemütlich vorwärts und genossen die Ruhe auf diesem Fluss.

Etwas aufregender waren da schon die Kanurutschen: da wir Angst hatten zu kentern, deponierten wir alles Gepäck an Land und paddelten auf die schmale Einfahrt zu. Diese zu treffen war für wenig erfahrene Paddler etwas schwierig, sobald es uns dann in die Rinne runterzog, wurde die Fahrt immer schneller.

Zum Glück ist bei uns alles gut gegangen und ausser nassen Kleidern haben wir die flotte Fahrt gut überstanden. Vor und nach uns sind allerdings ein paar Kanus gekentert - dem Jauchzen und Lachen der Kinder, die im Wasser landeten ist aber auch hier nichts passiert.

Wer keine Lust auf einen solchen Ritt hat, kann die Kanurutschen auch problemlos umgehen.

Früh am Nachmittag erreichten wir Dollnstein - gerade rechtzeitig, denn kurz nachdem wir alles verstaut hatten, begann es zu regnen.

Nachmittags machten wir einen Spaziergang durch dieses kleine Dorf und besprachen den Details für den kommenden Tag und unsere Abreise.

Tag 4: 20.05., Dollnstein - Eichstätt

Da wir heute schon früh zum Zug mussten, hatten wir uns entschlossen schon früh am Morgen zu starten und in den Kanus zu frühstücken. Und es war die richtige Entscheidung: die Luft war nach dem Regen in der Nacht unglaublich klar, der Fluss lag so still vor uns, dass wir beinahe nicht wagten zu paddeln und sanfter Nebel zog über das Wasser.

Wir genossen die Stille und kamen genau bei Sonnenaufgang beim 70 Meter hohen Burgsteinfelsen vorbei. Danach liessen wir uns gemeinsam den Fluss entlang treiben und assen ein verspätetes Frühstück.

Die restlichen Kilometer paddelten wir gemütlich dahin und nachdem wir die Kanus wieder an ein paar Wehren vorbeigetragen hatten, kamen wir am Mittag in Eichstätt an.

Wir deponierten die Kanus an der vereinbarten Stellen und machten uns auf den Rückweg.

Fazit

Eine tolle Reise und ein super Erlebnis für Jedermann. Die Altmühl ist ein ruhiger Fluss und auch für unerfahrene Paddler leicht zu befahren. Die Unterkünfte sind absolut in Ordnung und in jedem Ort kann man gut zu Abend essen. Wirklich empfehlenswert.

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