Aktiv & Sport: Kajak Masuren

Kulturelle Besonderheiten

Die Masurische Seenplatte gehört zu Europas schönsten Regionen für Kajaktouren. Einsame, idyllische Abschnitte auf der Kruttina und auf Masurischen Seen, Naturparks, dicht bewachsene Schilfufer und unzählige Wasservögel bezaubern auf der Aktiv & Sport Reise Kajak Masuren mit dem Kajak und zu Fuss. Doch die Region im Osten Polens, im ehemaligen Ostpreussen, ist auch reich an historischen und kulturellen Schätzen, die man von der Kruttina aus gut erreicht.

Warschau mit Königsschloss und Chopin

Zum Auftakt lässt sich Kultur in Warschau bestaunen: Etwa das Königsschloss, eines der bekanntesten Gebäude ganz Polens. Oder der monumentale Kultur- und Wissenschaftspalast aus dem 50er Jahren im Stil des sozialistischen Klassizismus. Das spektakuläre moderne Nationalstadion für Fussball und Konzerte. Oder man begibt sich auf einen Rundgang auf den Spuren des französisch-polnischen Komponisten Frederic Chopin, einem der berühmtesten Warschauer.

 

Zu Fuss zu 1000-jährigen Kiefern, mit dem Kajak zur Quelle der Kruttina

Von der pulsierenden Weltstadt in die stille Natur bei Babieta. Der Kontrast könnte nicht grösser sein. Nach einer Einführung in die Paddeltechnik und den Umgang mit dem Kajak geht’s aufs Wasser. Die Kruttina ist ein ruhig dahinziehender Fluss. Der erste Abschnitt der Kajaktour bis Spychowo eignet sich bestens, um sich an Sportart und Fluss zu gewöhnen. Der Zyzdroj-See gehört zu den malerischsten Gewässern der Masurischen Seenplatte. Am Ufer wechseln sich Schilfgürtel mit Wäldern und einzelnen Pappeln. Kleine Strände laden zum Baden.

Eine Wanderung durch das Reservat der «Königlichen Kiefern» führt mitten in die grüne Natur, hier gibt es 300 Jahre alte Kiefern und uralte Eichen zu bestaunen. Weiter geht’s über den Mokre-See zum Krutynskie-See, auf Deutsch Kruttina-See. Dieser idyllische Waldsee ist die Quelle der Kruttina. Wer es nicht schon getan hat, kann auf diesem Abschnitt der Kajak- und Wandertour Masuren wunderbar entschleunigen.

Paddeln entlang einem Schilfgürtel

Eine russisch-orthodoxe Kirche und das Zimmer von Gräfin Marion Dönhoff

Doch diese Gegend hat nicht nur eine einmalige Natur, sondern auch viel Kultur zu bieten. Ein Abstecher in Wojnowo – zu Deutsch Eckertsdorf - zur 1840 erbauten russisch-orthodoxen Kirche und dem Kloster lohnt sich. Der Ort wurde durch die Altgläubigen bekannt, eine russisch-orthodoxen Sekte. Nach weiteren drei Stunden Wanderzeit ist Galkowo erreicht. Hier scheint die Zeit stillzustehen und man könnte meinen, die Stimme Gräfin Marion Dönhoffs zu hören, die ihrer ostpreussischen Heimat tief verbunden war. Ihre Romane «Kindheit in Ostpreussen», «Ritt durch Masuren» und Namen, die keiner mehr nennt» wären eine passende Lektüre für diese Reise im ehemaligen Ostpreussen. Im Salon des Gasthauses Galkowo ist der Autorin und langjährigen Chefredakteurin der Wochenzeitung «Die Zeit» ein Zimmer gewidmet.

Wer würde vermuten, dass nahe dieser Idylle sich Örtlichkeiten befinden, die mit der schlimmsten Zeit der neueren Geschichte zu tun haben? Ein Ausflug mit dem Bus führt zur Wolfsschanze, dem ehemaligen Hauptquartier Hitlers. Auf dem Programm stehen ausserdem der Besuch des Schlosses von Graf von Lehndorff-Steinort in Steinort und eine Schifffahrt im Naturschutzgebiet. Zum Abschluss der Reise steigt man für eine letzte Tour ins Kanu, während der man sich gebührend von den wunderschönen, stillen Gewässern der Masurischen Seenplatte verabschieden kann.

Wilde Wasserlandschaft in den Masuren