Velotour auf den Kanalinseln

Reisebericht von Familie Sturzenegger

Anreise

Per Bahn anzureisen erwies sich als eine sehr gute Entscheidung, insbesondere wenn man in Paris genügend Zeit einberechnet (ev. Mittagessen). In St. Malo zu Fuss zu den Stadtmauern zu laufen ist relativ weit aber gut machbar.

Ein kurzer Rundgang durch das Städtchen ist lohnenswert und der Apero im Strandrestaurant ist der richtige Einstieg für die Ferien.

 

Transfer nach Jersey

Mit der komfortablen Fähre verlassen wir Europa und landen nach einer guten Stunde in St. Helier. Dieser Ort ist sehr touristisch und es gilt zu beachten, dass es vor 12.00 Uhr nichts zu essen gibt. Der Bezug der Velos klappte bestens. Es lohnt sich jedoch, die Übersetzungen genau zu prüfen.

Der warmen Witterung entsprechend war die Lust für eine erste Velotour nicht besonders. Wir beschlossen alternativ das „Elisabeth Castle“ zu besuchen. Dieser Ausflug, sehr lohnenswert, kann bei Ebbe gut zu Fuss (15 Min) oder bei Flut mit dem Amphibienfahrzeug gemacht werden.

2. Tag in Jersey

Endlich aufs Velo! Achtung, der Linksverkehr ist doch gewöhnungsbedürftig. Entlang der Bucht von St. Helier geht es sehr einfach bis nach St. Aubin. Weiter führt der Weg, leicht ansteigend durch schöne Alleen bis zum Corbière Point, wo die traumhafte Aussicht einen jubeln lässt. An der Westküste kann man Surfer bewundern oder bereits ein kühles Bierchen geniessen.

Es gibt einige Verpflegungsmöglichkeiten an den Stränden (Snackbars), was man vom Landesinneren nicht behaupten kann.

Der Aufstieg auf das Plateau von St. Quen ist relativ steil jedoch kurz. Auf der Rückfahrt nach St. Helier kommt man durch sehr schöne Landschaften und kann einige beeindruckende Landsitze bewundern. Mit Ausnahme einer zweiten kurzen, ruppigen Steigung geht es sehr gemütlich, vorwiegend abwärts zurück zum Hotel.

4. Ferientag

Die Fähre nach Guernsey fährt bereits um 12.45 Uhr, d.h. das Taxi zum Flughafen ist bereits 11.45 Uhr vor dem Hotel. Konsequenz: es lohnt sich kaum mehr eine Velotour zu unternehmen, weil die Abgabe der Velos auch noch erledigt werden muss. So begnügen wir uns mit einem Besuch des Fischmarktes und einem kurzen Bummel durch die Fussgängerzone (shoppen nach Lust und Laune).

Die Einfahrt in den Hafen von St. Peter sollte unbedingt vom Deck der Fähre genossen werden. Man stellt schnell fest, dass in Guernsey ein anderer Baustiel (englisch) vorherrscht. Bereits die Fahrt mit dem Taxi zum Hotel lässt erahnen, dass man in Guernsey viel mehr kleine Übersetzungen brauchen wird als in Jersey. Ein Spaziergang durch den Ort „St. Peter Port“ schliesst einen gemütlichen Tag ab.

Velotour auf Guernsey

Die Ahnung aus dem Vortag bestätigt sich. Es ist sehr hügelig mit einigen kurzen aber steilen Anstiegen. Teilweise ist die schöne Landschaft verdeckt durch Mauern oder Hecken links und rechts der Fahrspur. Das Finden des Veloweges ist nicht immer einfach und verlangt sehr genaues lesen der Karte.

Die Ankunft am „Fort Grey“ entlockt einen ein weiteres "Wow" und lädt sogar zum baden im Meer. Entlang der Südküste fährt man an vielen Festungen aus dem 2. Weltkrieg vorbei und hat eine traumhafte Aussicht. Der Abstieg zur „Petit Bot Bay“ ist sehr lohnenswert und bietet eine weitere Möglichkeit zum Baden.

Ausflug nach Sark

In Sark fühlt man sich tatsächlich in eine andere Zeitepoche zurückversetzt. Auch wenn man das schon gehört hat, es zu erleben zeigt erst wie unglaublich das ist. Die Insel mit dem Velo zu erkunden ist ein Riesenerlebnis.

Wunderschön ist der Abstecher nach „Little Sark“, total unberührte Landschaft mit Fernsicht bis nach Herm und Guernsey. Bei gutem Wetter kann man sogar die französische Küste erkennen.

Rückreise nach Jersey

Die Fähre fährt wieder gegen Mittag. Es bleibt demzufolge nur die Ortschaft „St. Peter Port“ nochmals zu erkunden.

Zurück in St. Helier bleibt noch Zeit für einen kleinen Ausflug. Velos sind keine mehr vorhanden, darum der spontane Entscheid mit dem öffentlichen Bus zum „Mont Orgueil Castle“ zu fahren. Das war ein sehr guter Entscheid, erstens ist die Anreise wie auch das Castle sehenswert anderseits haben wir somit auch noch den Ostteil der Insel gesehen und dadurch alle vier Küsten von Jersey kennengelernt.

Die Übernachtung in St. Helier könnte gespart werden, durch die direkte Weiterfahrt nach St. Malo. Man würde einen Tag gewinnen, der mit einem Ausflug nach St. Michel optimal genutzt wäre. Falls Zeit vorhanden ist sollte man einen Zusatztag (St. Michel) unbedingt einplanen.

Gesamtbetrachtung

Sehr gute Organisation mit Taxidiensten vor Ort.

 

Hotels:

  • St. Malo sehr gut, kleine Zimmer, hilfsbereites Personal mit Bemühungen für verfrühtes Frühstück; Internetverbindung knapp bis gar nicht vorhanden
  • St. Helier verdient die drei Sterne nur dank Innen- und Aussenbad; das Essen entspricht nicht dem schweizerischen Standart; zentral gelegen und dadurch gut erreichbar
  • St. Peter Port sehr schöne, erhöhte Lage mit Blick auf den Hafen, hilfsbereites Personal gilt auch für Restaurant und Bar

 

Mit einem Zusatztag in Guernsey könnte dort der Norden auch noch erkundet werden.

Sehr spannende, abwechslungsreiche Ferien wo man viele wunderbare Eindrücke gewinnen kann.

Unsere Veloreise auf den Kanalinseln

Mittel
England / Frankreich

Veloferien Jersey, Guernsey & Sark

8 Tage | Individuelle Einzeltour
(1)
Rundfahrt auf den Kanalinseln Auf den Kanalinseln im Ärmelkanal scheint die Zeit stillzustehen. Die kleinste Insel Sark zum Beispiel ist autofrei – Pferdefuhrwerke und Fahrräder sind die einzigen Transportmittel, mit denen man diese Insel befahren kann. An anderen Tagen bereisen Sie die Inseln Jersey und Guernsey. Hier besuchen Sie raue Felsklippen, einsame Buchten und kleine Küstenstädten. Da die Kanalinseln klimatisch begünstigt sind, entdecken Sie bei dieser Reise eine vielseitige Tier- und Pflanzenwelt inmitten des Ärmelkanals.